Hotel Union

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Nach dem üblichen Frühstück um acht Uhr machen wir uns auf den Weg, das Auto wegzubringen. Die Nachbarin hat gut auf das Auto aufgepasst und es ist noch alles dran. 😉

Bei Cubacar ist der Autovermieter heute irgendwie sympathischer und wir bekommen unsere 150 CUC Kaution ohne Probleme zurück. Danach gehen wir zum Reisebüro Cubanacan um zu schauen, ob wir einen Ausflug zum El-Nicho machen können. Leider sind für morgen keine sechs Personen zusammen und so müssen wir doch den Viazul nehmen. (Sonst hätte es vielleicht die Möglichkeit gegeben, den Weg nach Trinidad mit einem Ausflug dorthin zu kombinieren). Wir fragen nach, wie wir von Trinidad nach Caya Coco kommen und das geht mit dem Viazul nach Moron und dann mit dem Taxi weiter. Die Tickets nach Trinidad und Moron können wir auch gleich im Reisebüro kaufen. Wir fragen noch nach zwei Nächten im Melia Caya Coco (5*) und buchen das gleich für 138 CUC pro Person für zwei Nächte. Also auch wieder viel günstiger, als im LP und auf der Webseite abgegeben. Jetzt ist alles gebucht, bis auf den Flug von Caya Coco nach Havana zurück.

Danach laufen wir noch durch Cienfuegos und entdecken einen Peso Bäcker. Dort kosten vier Kekse fünf Pesos, die wir aber nicht haben und bezahlen daher mit einem CUC. Woanders bekommen wir noch zwei Kekse für 0,25 CUC und bekommen einen Peso zurück. Unseren ersten Peso 🙂

Am Plaza Jose Marti rauchen wir die letzte „Romeo y Julietta“. Ein kleines Mädchen kommt zu uns herüber und will sich mit uns unterhalten. Leider verstehen wir die kleine nicht 🙁

Uns sprechen ganz viele Leute auf der Straße an und zeigen, als ob sie schreiben oder sich eincremen wollen. Heute haben wir herausgefunden, dass die uns damit nach Stiften oder Shampoo fragen…

Nach der Zigarre schlendern wir zurück zur Casa und machen ein wenig Siesta, schließlich haben wir Urlaub. Kurz vor sieben stehen wir dann auf um nicht unser Abendessen zu verschlafen 🙂 Es gibt heute Pollo in Form von Hühnchenschenkeln. Dazu gibt es Patatas, Salat und Malanga-Chips. Wie immer ist alles sehr lecker; erst recht mit Mojito y Cuba-libre 🙂 Den Nachtisch lehnen wir heute allerdings dankend ab. Das ist sonst wirklich viel zu viel! Da wir noch nicht müde sind, ziehen wir noch mal los in Richtung Boulevard. Eigentlich wollen wir aufs Dach vom Hotel La Union aber das sieht nicht wirklich lebhaft aus von unten… Also schlendern wir planlos umher und kommen mit zwei netten Kubanern ins Gespräch weil ihnen mein T-Shirt gefällt. Auch die Schuhe finden Anklang ( I cannot dream about the shoes) Wir bekommen einen Einblick in die echten kubanischen Verhältnisse. Die beiden bekommen ca. 20 CUC Lohn im Monat und arbeiten noch nebenbei als Jiniteros. Einer trägt eine FILA-Jacke, die er als Gegenleistung von einem Tourist für einen Salsakurs bekommen hat. Wir werden gefragt, ob wir nicht T-Shirts hätten, die wir abgeben könnten… Ein seltsames Gefühl beschleicht und. Wenn wir das (und die Sache mit den Stiften und der Seife) vorher gewusst hätten, wäre unser Gepäck auf dem Hinflug sicherlich voller gewesen.

Später treffen wir den einen noch mal an einer Bar und entscheiden uns, dort etwas zu trinken. Wir laden ihn auf einen Drink ein und er erzählt weiter. Die Hilfe nach dem Sturm (der Hurrikan, der vor Kurzem über Kuba gezogen ist) kommt z.B. gar nicht dort an, wo sie benötigt wird, sondern versackt in den anderen Städten. Die Bilder, die gezeigt werden, wären reine Propaganda. Auch wäre das kostenlose Gesundheitssystem eine Farce, denn was nützt das, wenn es keine Medizin gibt… Eigentlich müsste es eine Revolution geben aber keiner will es wagen. Da wir nichts anderes dabei haben, geben wir ihm zwei Stifte und eine Handcreme. Er freut sich auch wenn er ein T-Shirt lieber gehabt hätte. Mit gemischten Gefühlen laufen wir zurück in die Casa…

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