Mt. Washburn

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Wie geplant sind wir heute um halb sieben fertig zur Abfahrt und haben bereits einen Kaffee hinter uns. Die Nacht war wieder recht kalt, da wir noch ein wenig höher als beim letzten Campground sind. Zum Glück zeigt unser Auto keine Aussentemperaturen an, denn es sind sicherlich nur 5 Grad draußen. Auf geht’s zum Mount Washburn, den wir vom Dunraven Pass aus erklimmen wollen. Als wir aus dem Campground herausfahren, treffen wir auf einen Ranger, den wir nach den Schüssen von gestern Abend befragen. Er erklärt uns, dass der Bär leider nicht das Gebiet verlassen hat und drohte wieder ins Camp zu kommen. Daher mussten sie ihn erschiessen. Das ist sehr schade, denn es wäre vermeidbar gewesen, wenn sich die Besucher an die Regel „nichts zurück zu lassen“ gehalten hätten.
Auf dem Parkplatz am Ausgangspunkt des Trails frühstücken wir erst noch. Um 7:45 Uhr geht es dann los: von 2700m auf 3122m. Geschätzt ist der Roundtrip auf 3-4 h mit 10km Gesamtstrecke. Wir hoffen auch ein paar Tiere zu sehen aber auf dem Hinweg gibt es „nur“ die üblichen Kleintiere. Der Aufstieg selber ist teilweise steil aber nichts unmögliches d.h. durchaus machbar. Immer wieder sind noch Schneebretter vorhanden aber bereiten keine Probleme. Nach 1:45h sind wir oben und genießen die Aussicht über den kompletten Vulkan, der Yellowstone ausmacht. Wow! Wir tragen uns in das Gästebuch ein und sind die ersten heute. 🙂 Als wir dann noch mal den GPS-Tracker befragen (natürlich eine App.), stellen wir fest, dass ein Weg tatsächlich 6,5km sind statt der angegebenen 5km. Nun ja, wie es scheint, sind hier einige Updates der NPS Karten nötig… das haben wir auch schon an anderer Stelle bemerkt. Dann suchen wir uns ein windstilles Plätzchen, was gar nicht so einfach/möglich ist, und machen eine kurze Rast. Den Apfelgriebsch nehmen wir natürlich wegen der Bären wieder mit. Wir sind ja ordentlich.
Auf dem Abstieg begegnen uns ca. 30 Leute. Mal gut, dass wir so früh los sind. Das ist ja wie in der Rushhour… Wir brauchen hinunter allerdings nur noch eine Stunde. Unterwegs sehen wir dann noch Deer aber ansonsten (leider) nichts.
Am RV angekommen, belohnen wir uns mit einem Eis aus dem eigenen Gefrierschrank, was wir in der Sonne genießen. Einige Personen, die uns begegnet sind, kommen auch schon wieder herunter. Die waren bestimmt nicht alle oben und haben sich das leichter vorgestellt… Lustig…
Weiter geht es zum Mud-Vulcano in Richtung Lake Country. Bevor es los geht, stärken wir uns noch mit einem selfmade Grilled-Chicken-Bagel nebst Kaffee. Das Areal haben wir dann in 1/2 h abgelaufen und fotografiert. Das ganze ist schon eindrucksvoll aber wenn man die Vielzahl an geothermischen Sehenswürdigkeiten hier sieht, ist es auch „nur“ eine von vielen. Das spannendste an diesem Ort ist eine Ansammlung von Bäumen, die zwar mehrere Erdbeben überlebt haben, dann aber von 94 Grad heißem aufsteigendem Wasser förmlich die Wurzeln gekocht bekommen haben. Das haben sie dann nicht überlebt und somit sind Flächen von Bäumen einfach umgefallen und abgestorben, weil die Wurzel nicht mehr hielten bzw. abgestorben waren.
Es ist noch früh, also machen wir uns noch mal auf zum Yellowstone Lake. Unterwegs halten wir, denn ein Coyote labt sich an irgendetwas auf einer Wiese. Dank unserer Teleobjektive bekommen wir ihn auch ganz gut eingefangen.
Der Ort am Lake ist nicht so riesig, dafür gibt es im General Store selbst gemachtes Eis. Wir genießen Strawberry-Cheescake und Mint-Chocolate mit Lakeview in der Sonne. Da wir hier aber später noch mal herkommen wollen, soll das für heute reichen und wir machen uns etwas müde auf dem Heimweg. Uns fällt immer wieder auf, dass die Lodges hier im Park sehr viel größer und teilweise schöner als an der Westküste sind.
Unterwegs gibt es Stau, denn eine Herde Bisons kann sich nicht entscheiden ob sie nun die Straßenseite wechseln möchte oder nicht. Interessant ist, dass es dieses Mal viele Kälber gibt. Ein paar Fotos später geht es dann wieder weiter.
Gegen 17 Uhr genießen wir die letzten Sonnenstrahlen mit einer Tasse Zinnfandel und Autan auf dem Campground.

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