Signal Mountain Summit

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Wie erwartet, klingelt der Wecker heute um 5 Uhr. Um viertel vor sechs machen wir uns dann nach einem ersten schnellen Kaffee auf den Weg. Es ist noch so früh, als wir in den Yellowstone hineinfahren, dass noch niemand an den Häuschen sitzt um unseren Pass zu checken. 😉 Als wir dann durch das Lamar-Valley fahren, wissen wir, warum es auch als „Serengeti Nordamerikas“ bezeichnet wird: unzählige Tiere und Herden von Bison grasen friedlich entlang des Flusses. Obwohl wir das alles schon mehrfach gesehen haben, können wir nicht anders und halten noch ein Mal an, um uns das ganze in Ruhe anzusehen.
Unser Weg führt uns quer durch den ganzen Park entlang des Yellowstone Lakes bis zum Südeingang wo wir nach ca. vier Stunden ankommen. Wie immer ist die Zeit viel zu schnell vergangen…
Ein paar Meilen später, als wir den John D. Rockefeller Jnr. Driveway passiert haben, sind wir im Grand-Teton-Nationalpark. Hier gibt es keine Einfahrtkontrolle, denn der Pass ist für beide Parks gültig. Schade, denn wir wollten doch einen Zeitung und eine Map haben. Nun ja, dann müssen wir wohl noch bei einem Visitorcenter vorbei fahren. Das wollten wir ja eigentlich eh. Leider verpassen wir die Abfahrt nach Colter Bay und landen in einer riesigen Baustellen, denn auch hier wird die Straße repariert. Da der Sommer hier recht kurz ist, sind alle größeren Bauvorhaben am Anfang der Saison gestartet, denn sie müssen bis zum Winter fertig sein. Das passieren der Baustelle dauern gut 15 Minuten und so kommt es, dass wir entscheiden nicht noch mal zurück zu fahren, denn man soll mit gut 30″ rechnen… Das mal zwei dazu… Nein danke, dann fahren wir lieber gleich weiter zum Signal Mountain Campground. Der ist zwar klein aber wir versuchen unser Glück trotzdem. Wie es scheint, ergattern wir einen der letzten RV tauglichen Plätze ohne Stom, denn solche Plätze sollen das doppelte kosten. Das muss ja nicht sein.
Nach dem einchecken geht es weiter zum Jenny Lake. Dort sind wir dann gegen eins und finden keinen Parkplatz mehr. Also bleibt Franziska im RV, der „in zweiter Spur“ auf dem Parkplatz steht, und Yann geht ins Office für die Karten und Informationen. Wieder zurück am Auto können wir doch noch einparken und beide noch mal durch das Visitorcenter und die Souvenirshops schlendern. 🙂
Am Flagpole findet gerade die Unterweisung im Umgang mit Bären statt, dem die angehenden „Junior Ranger“ eifrig zuhören aber auch für Erwachsene ist das interessant aufgemacht. Wir lernen: Der Bär versteht uns nicht wenn wir ihm sagen, dass er warten soll, bis wir das Bärenspray aus dem Rucksack geholt haben, weshalb es immer griffbereit sein sollte. Außerdem soll man das Spray auf die Füße Zielen, denn das Spray zieht nach oben.
Da wir ja in den USA sind, kommen wir nicht umher auch mal „American hiking“ zu machen. Wir fahren also mit dem RV auf den Summit-Parkplatz des Signal-Mountain, parken unser Gefährt und machen Fotos. 😉 Man hätte hier auch hochlaufen können, aber dafür haben wir heute keine Zeit/Lust. Beim anschließenden Wendemanöver auf dem engen Parkplatz findet unser 30 Fuß RV große Aufmerksamkeit, denn keiner will so recht glauben, dass wir das schaffen. Locker! Denn da wo wir wohnen, muss man auch auf einer Briefmarke einparken können und entsprechen rangieren.
Weiter geht es es zur Signal Mountain Lodge um zu schauen, ob es dort einen guten Kaffee mit Lakeview gibt. Ja, gibt es. Wir müssen zwar eine halbe Stunde warten aber dann bekommen wir einen Traumplatz auf der Terasse in der Sonne. Zu einem Latte (sprich Latäi) gibt es noch Fish&Chips sowie Bison-Burger. Beides sehr lecker auch mit den selfmade Fries. Als Nachtisch gönnen wir uns noch einen Teton-Apple-Pie mit Huckleberries. Wir wissen zwar nicht so genau, was Huckleberries sind bzw. wie sie sich von Blaubeeren oder schwarzen Johannisbeeren unterscheiden aber schmecken tut der Pie klasse! Bevor es zurück geht, reservieren wir uns noch über die Toll-Free Nummer einen Campingplatz kurz vor Salt-Lake-City.
Zurück am Campground, der gleich um die Ecke ist, genießen wir die letzten Sonnenstrahlen auf unserer Bank. Wie sollte es anders sein, mit einer Tasse… genau, Zinnfandel.

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