Routeburn Track

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Der Wetterbericht von gestern stimmt. Heute beim Aufstehen ist es klar und kühl. Dafür scheint die Sonne! Wir fahren also kurz den Weg zum Parkplatz am Routeburn Track und laufen gegen 8 Uhr los. Von wegen im Urlaub steht man nie früh auf…
Der erste Abschnitt bis zu den Routeburn Flats ist relativ flach und führt über diverse Suspension Bridges, die am Anfang noch für relativ viele Leute konzipiert sind (15 gleichzeitig) mit der Zeit aber immer weniger Leute vertragen (2 maximal) dafür aber immer mehr schwingen. 🙂 Der Weg bis zur ersten Hütte ist ca. 8km lang (250 Höhenmeter) und in sehr gemütlichen zwei Stunden von uns bewerkstelligt. Dabei laufen wir entlang des gleichnamigen Flusses, der so klares Wasser führt, dass man jederzeit den Biden shen kann auch wenn er deutlich tiefer ist, als wir groß sind. Vor der Hütte ist eine Picnic Area, die wir für ein erstes Vesper nutzen. Dazu gibt es dann gratis ein Traumpanorama von Wiese mit Routeburn River und Berge inkl. Eisspitzen im Hintergrund.
Weiter geht es in den zweiten Abschnitt der Tracks bis zur Routeburn Falls Hütte. Dieser Teil ist ca. 3km lang (300 Höhenmeter) und deutlich steiler als der erste. Nach gut eineinhalb Stunden sind wir aber oben. Wir folgen einem Tip eines DOC Mitarbeiters, den wir unterwegs bei Weginstandhaltungaarbeiten getroffen haben und stoppen nicht bei der Hütte, sondern gehen noch ca. fünf Minuten weiter. Damit haben wir dann den kompletten Blick von oben auf die Fälle, die Hütte, die Flats und das gesamte Tal. So schmeckt unser Lunch im Sonnenschein (O.K. mit dem üblichen Wind) besonders gut. Wir verschnaufen noch ein wenig und beschließen nicht weiter bis zum Harris Saddke zu laufen weil doch der Wind ziemlich stark und kalt ist. Dafür lassen wir noch ein wenig den Blick über das Tal schweifen und genießen die Sonne ein wenig, so weit man das kann/sollte…
Gegen eins machen wir uns dann wieder auf den Abstieg. Hierbei kommt uns der steilere Teil deutlich kürzer vor, als noch beim Auftieg. Im flachen Teil treffen wir dann noch eine Bekannte aus Franziskas Turnverein und kommen ein wenig ins plaudern. Schon lustig, dass man jemanden, den man aus Berlin kennt, am anderen Ende der Welt trifft. Währen wir gestern gelaufen, wäre das nicht passiert. Smal World! Sie erzählen uns noch, dass sie einen Track Hopper engagiert haben, der während sie den Track laufen, ihr Auto zum anderen Ende des Tracks fährt, den Track selber in einem Stück durch läuft (32km) und dann wieder mit seinem eigene Auto vom Ausgangspunkt nach Hause fährt. So sparen sie quasi einen Tag Fahrerei. Schon putzig was es für Jobs gibt. Der von den beiden engagierte Track Hopper hat das angeblich schon 128 Mal gemacht. Respekt! Wirklich wundern tut uns aber nicht, dass es Leute gibt, die den Track im Stück laufen, denn wir treffen unterwegs immer wieder auf Jogger, die das Selbe machen und auch noch umkehren. Am Ausgangspunkt angekommen, sprechen wir dazu eine Joggerin an, die wir morgens auf dem Hinweg sehen und die uns auf den Rückweg erneut überholt hat. Sie selber ist heute „nur“ 46km gelaufen aber einige ihrer Freunde sind den Track und noch ein wenig weiter gelaufen bevor sie umgekehrt sind. Somit kommen die dann wohl auf gute 60km.
Wieder zurück am Auto, nach gut sieben Stunden und 21km, reuen wir uns auf ein anderes Paar Schuhe. 🙂 Wir beschließen noch mal in Glenorchy auf einen Flat-White und ein Stück Apple-Toffie-Pie (der sieht unverschämt lecker aus und ist es auch!) in „The Lodge“ einzukehren. Glenorchy ist herrlich zum entspannen und wer einfach nur das Gefühl Haben möchte völlig relaxed am Ende der Welt angekommen zu sein, wird hier alles finden, was man braucht…
Für uns geht es dann noch ein paar Meter weiter in Richtung Queenstown, d.h. wir campen heute wieder frei auf einem kleinen ausgewiesenen Platz für selfcontained RVs, der zwischen 5 p.m. und 9 a.m. genutzt werden darf. Da es heute noch ein bisschen windiger geworden ist, sehen wir hier direkt am Lake auch keine Sandflies, denn angeblich gibt es die nicht bei viel Wind, da sie dann nicht fliegen können… Na mal sehen, ob das so stimmt.

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