Flattr this!


Vom 03.11. bis zum 24.11.2012 fand unser diesjähriger „große Urlaub“ in Kuba statt. Wir waren sehr gespannt und haben eine wunderbare und interessante Zeit auf der größten Insel der Karibik verbracht auch wenn wir es eigentlich immer sehr bedauert haben, dass unser Spanisch so miserabel ist, aber lest selber…

(Da es in Kuba nicht so ohne weitere möglich war/ist überall Zugang zum internet zu haben, haben wir zunächst klasisch Tagebuch geführt und die Erlebnisse hinterher „digitalisiert“.)

TXL -> AMS

Flattr this!

Endlich geht es wieder los: Der große Urlaub 2012 nach Kuba 🙂

Die Nacht ist kurz, denn um 06 Uhr geht der Flieger TXL -> AMS. Das bedeutet, um 04 Uhr (vier Uhr) am Fughafen sein und dann entsprechend früher (02:15 Uhr) aufstehen. Das Einchecken ist jetzt in TXL auch so, dass man die Bordkarte ausdruckt und dann noch zum Drop-Off an den Schalter geht. Schade. 🙁

Der Start verzögert sich dann aber um einige Minuten weil ein Gepäckstück ohne Passagier an Board ist…

AMS -> HAV

Flattr this!

Der kurze Weg von einer Stunde ist auch schnell hinter uns. In AMS schlendern wir ein wenig über den Flughafen.

Beim erneuten Check-In machen wir dann vom neuen E-Pass gebraucht: Self-Service – einfach scannen und fertig 🙂

Der Weiterflug verzögert sich dann allerdings wieder weil es Probleme mit der Maschine gibt. Der Flug ist entspannend, das Essen und der Service bei KLM klasse. Die Verspätung haben wir bis Kuba wieder raus 🙂

Ankunft in Havana

Flattr this!

Nach den Customs (der Apfel aus dem Handgepäck darf nicht mit) holen wir noch Geld per Karte. Das geht nur am ATM. Sonst kann man nur Bargeld tauschen.

Das Shuttle bringt uns dann zur Casa wo uns Julio „einweiht“.

Das Abendessen ist dann üppig  auch wenn es leider doppelt gestorbenen Fisch gibt. Der ist nicht so dolle… Wir quatschen noch bis 21 Uhr Ortszeit mit ein paar anderen Gästen. Dann fallen uns (mir) die Augen zu und wir gehen ins Bett.

Erster Eindruck:
Das wird ein total anderer Urlaub!

Malecon

Flattr this!

Dank frühem ins Bett gehen, sind wir bereits um  4 Uhr wach 🙁 Wir dösen aber noch bis 7 Uhr…

Um acht gibt es Frühstück: Obst, Joghurt, Omelette, Pancake, Brötchen, Honig und richtig guten Kaffee! So kann der Tag beginnen.

Wir plauschen noch ein wenig mit Katja, einem anderen Gast, über ihre Erlebnisse und laufen dann los und zwar die Architektur-Route aus dem Lonely Planet (L.P.) Beginnen tun wir am Malecon, den Prado runter bis zum Capitol; Immer kreuz und quer entlang der Route.

Nach ein wenig hin- und hergelaufe finden wir auch einen Mercado in dem wir Wasser und ein paar Kekse erstehen. Vor dem Eintritt muss man allerdings die Taschen abgeben. Wir entscheiden, dass Yann mit den Taschen wartet und Franziska reingeht. Die Leute vor dem Geschäft zu beobachten ist nicht minder spannend als es im Geschäft ist. Wenn man das Wechselgeld nicht nachzählt, dann fehlen (wie bei uns) 5 CUC. Auf sofortige Reklamation gibt’s die aber auch. 🙂

Wir laufen die „Italiana“ (eine „Einkaufsstraße“) hoch und zurück zur Casa. Dort treffen wir Katja & Ramona. Letztere ist immer noch mit Erbrechen und Übelkeit beschäftigt 🙁 Katja erzählt, dass sie im Sabatical ist und durch die Welt reist. Cool!

Wir ziehen noch mal los zum Afrokunstmarkt. Der ist allerdings schon zu, weil wir die Zeit vertrödelt haben. Da wir in der Nähe sind, suchen wir am Hotel Havane Libre die Reisebüros auf und erkundigen uns für einen Trip am Ende unserer Reise. Dann geht’s den Malecon hinunter, entlang der vielen Pärchen, zurück zur Casa, wo es Abendessen gibt. Das „Pollo“ ist zwar besser als der Fisch von gestern aber auch ein wenig seltsam. Ramona ist immer noch nicht fit und muss jetzt ins Krankenhaus. Da wir beide heute auch wieder viel zu früh müde sein, fallen wir um 21 Uhr ins Bett. Wie lange das wohl adert, bis wir hier angekommen sind…?

Hotel Internacional

Flattr this!

Um acht gibt’s wieder Frühstück: Obst (Banane, Ananas, Papaya), Joghurt, Käse, Saft, „Knäckebrot“ und einen erstklassig schwarzen und starken Kaffee Cubano! 🙂

Dann ziehen wir wieder los und wollen den Havana Viaje Spaziergang machen und dabei prüfen, ob wir in der einen rausgesuchten Casa noch zwei Nächte in Havana bleiben können. Dort angekommen spricht der ältere Mann kein englisch und wir leider zu wenig spanisch. Daher wird der Sohn angerufen und wir erkundigen uns nach einem Zimmer. Ein paar Blocks weiter (beim Sohn) gibt es wohl etwas. Wir sin unschlüssig und ziehen erst mal weiter zur Plaza Viaje wo wir ein paar stolze Eltern mit ihrer 15-jährigen Tochter treffen. Letztere ist total hübsch zurecht gemacht und posiert für einen Fotografen. Als wir auch ein paar Bilder machen, kommt der Vater auf uns zu. Wir denken schon „oh oh“ aber er drückt uns nur seine Visitenkarte in die Hand und bittet uns, ihm auch die Fotos zu schicken 😉

Wir überlegen, ob wir nun morgen weiterfahren oder noch in Havana bleiben… Wir entscheiden Julio zu fragen, ob wir noch eine Nacht bei ihm bleiben können und er uns am nächsten Tag die Bustickets für den Viazul organisiert. Das kostet 5 CUC Service und wir müssen nicht zum Busbahnhof. Also machen wir uns erstmal auf den Weg zur Casa um Julio anzurufen. Wir könne eine weitere Nacht bei ihm bleiben und ziehen morgen in die nächste Casa. Er holt uns sogar ab, wann wir wollen.

Da das geklärt ist, ziehen wir wieder los. Am Malecon winken wir uns ein Coco-Taxi und fahren zum Hotel Havana Libre. Neben dem Hotel ist Cubatours wo wir (heute noch ein wenig preiswerter als gestern) unseren Aufenthalt auf Caya Guillermo buchen. Der Flug zurück kann angeblich ohne Problem von dort gebucht werden. Wir sind gespannt.

Weiter geht es zum Hotel International. Auf der Terrasse des „besten Hotels Cubas“ genießen wir einen Daiquiri beim Ausblick über die Bucht von Havana. Unseren „kleinen Hunger“ stillen wir mit einem Sandwich und einem Mojito. So schmeck Cuba!

So entspannt geht es runter zum Malecon, wo wir uns mit einem Bici-Taxi zur Ecke Lealtad  bringen lassen. 2 CUC kostet der Spaß aber weil sich der Kerl bergauf echt abgemüht hat (Das Rad hat keine Gangschaltung!) gibt’s einen CUC Tip.

Hotel Ambos Mundos

Flattr this!

In der Casa machen wir uns kurz frisch und ziehen in die Altstadt, über die Obispo zum Hotel Ambos Mundos. Dort geht es mit einem Aufzug aus den 20ern auf die Dachterasse wo wir bei einem Mojito den Blick über ds abendliche Havana genießen. Zum Abschluss erstehen wir noch eine Cohiba, die wir im Cafe Paris zu  Mojito und Cuba-libre verzehren. Den Rückweg erleichtern wir uns heute mit einem Coco-Taxi (4 CUC).

Hostal Peregrino

Flattr this!

Heute frühstücken wir wieder um acht Uhr. Gegen neun holt uns Julio mit seinem Auto ab. Auch dieses hat, wie alle anderen Autos auch, bessere Tage gesehen. Wie immer gibt es hinten keine Gurte. Im eigentlichen „Hostal Peregrino“ legen wir unsere Rucksäcke einfach ab (unser Zimmer ist noch nicht fertig) und laufen durch die Altstadt  (L.P. Route). Dabei führt unser Weg auch noch einmal auf’s Dach des Ambos Mundos von wo aus wir einen Blick über Havana am Tage erhalten. Nach einem Cafe con leche geht es weiter zum Sightseeing Bus. Der fährt u.A. zum Plaza de la Revolucion und den anderen Sehenswürdigkeiten aber auch nach Miramar wo wir ein nicht ganz so zerfallenes Havana kennen lernen. Nach gut zwei Stunden sind wir wieder zurück und gehen noch mal am Parque Central in einen im L.P. stehenden Supermarkt in dem es wieder einmal „nichts gibt“. Wir laufen zurück zur Casa, bezahlen unser Zimmer und machen uns frisch. Julio gibt uns auch die Schnipsel-Tickets, die für unseren Bus sein sollen… wir sind gespannt.

Dann geht es wieder los. Wir wollen noch was trinken und eine Kleinigkeit essen. Im „La dichosa“ gibt es einen Mijito. Da es uns aber nicht so gut gefällt (hat irgendetwas von Touriabzocke) geht’s noch Mal auf’s Dach des Ambos Mundos. Hier esen wir Pasta mit Gemüse (Franziska) und Pollo mit Annanasgemüse (Yann). Beides seht lecker zusammen mit einem Mojito. Da wir jetzt näher an der Altstadt wohnen, laufen wir über die Rampa zurück und fallen gegen 23 Uhr ins Bett.

Viazul Terminal

Flattr this!

Heute frühstücken wir wieder um acht Uhr. Das Frühstück ist das gleiche, wie in der anderen Casa. Wir bezahlen dann noch (20 CUC) und werden um 10 Uhr mit dem Taxi abgeholt. Lustiger Weise ist es das selbe Auto mit dem uns auch Julio abgeholt hatte; diesmal allerdings mit Taxi Schild vorne drin. Naja 😉

Wir zahlen für die ca. 20 minütige Fahrt zum Viazul Busbahnhof 10 CUC. Am Bahnhof angekommen versuchen wir ein Timetable mit unserem Bus zu finden, der um 11 Uhr abfahren soll. Es gibt keinen! Dann entdecken wir den Gepäck Check-In, geben unser Gepäck ab und warten an dem einzigen offenen Terminal (B) auf unseren Bus… Plötzlich kommt einer vorgefahren und wir dürfen wirklich mit unseren Tickets einsteigen. Da wir wissen, dass es in den Bussen wegen der Klimaanlage ziemlich kühl wird, ziehen wir extra Socken, Merinoshirts, Schal und Jacken zu den sowieso schon langen Jeans an. Damit geht es dann. Pünktlich um 11 Uhr fahren wir dann auch los.

Pause für 20″

Flattr this!

Nach einem Stop an einer Raststädte, bei der man natürlich auch Cocktails kaufen kann, kommen wir um 15 Uhr pünktlich in Cienfuegos an.

Dieser Bahnhof ist etwas wuseliger als der in Havana. Wieder werden wir nach Taxiwunsch zu einer Casa gefragt. Wir wissen aber, dass die rausgesuchten Casas nur ein paar Blocks vom Busbahnhof entfernt sind und laufen zu Fuss los. In Havana hat es heute morgen geregnet. Hier, in Cienfuegos, ist jedoch Sonnenschein 🙂

Enrique & Ines

Flattr this!

Leider ist die Casa Bella Perla Marina und auch die Casa vom Bruder nicht mehr frei, Man ruft für uns aber die Casas unserer im Bus (und zu Hause) gefertigten Liste an. Bei der zweiten Casa bekommen wie dann auch ein Zimmer. Enrique y Ines begrüßen uns mit einem Guavensaft und sind super sympathisch. Leider sprechen wir alle wieder einmal keine Sprache gemeinsam oder aber wir zu wenig spanisch. Aber mit Lachen, Händen und Füßen sowie Gesten klappt’s dan schon irgendwie. Zimmer und Bad sind sauber, wie in der letzten Casa auch, kostet aber nur 20 CUC. Das Haus ist ein Schlauch mit „außen-freiliegendem Flur“. Unser Zimmer hat zwar wieder kein Fenster, dafür Türen, die sich zum Flur öffnen lassen und nachts auf bleiben können.

Dann ziehen wir los zu einem Reisebüro, da wir in den nächsten Tagen auf jeden Fall zur Playa Giron und Playa Rancho Luna wollen. Da sie Saison aber noch nicht so richtig begonnen hat, ist keine Tour aktuell geplant. Die aber sehr nette Dame überlässt uns ihren Stadtplan und sagt uns, wo wir Roller oder Auto mieten können. Wir entscheiden am nächsten Tag da vorbei zu gehen.

Fischer am Hafen

Flattr this!

Wir schauen uns noch den Boulevard von Cienfuegos an und landen an einem Pier entlang an dem der Sonnenuntergang schön zu beoachten ist und ein paar Jugendliche Fische fangen. Ein paar schöne Fotos entstehen auch.

Danach versuchen wir in einem der Reiseführer noch ein Restaurant zu finden und entscheiden uns für ein Paladar – ein Privatrestaurant. Von Außen nicht wirklich zu sehen. Außerdem hat uns vorher noch jemand auf dieses Restaurant angesprochen und uns eine Visitenkarte dafür gegeben. Obwohl der Mann sehr nett war, waren wir viel zu skeptisch, da auch so viele schlechte Schlepper unterwegs sind. Wir gehen rein und es ist ein kleiner Raum mit ein paar Tischen. Von einem sehr netten Kubaner bekommen wir die Karte. Es gibt ca. 8 Menüs zwischen 10 und 12 CUC. Hähnchen, Schwein, Fisch jeweils mit Reis, Salat, Bananenchips und Obst. Ich entscheide mich für Schwein und Yann für Fisch – wohl Tunfisch ähnlich. Der junge Kubaner spricht sehr gut englisch und erklärt uns alles sehr geduldig. Ich nehme noch einen Weißwein und Yann das erste cubanische Bier „Cristal“ in unserem Urlaub. Yann’s Fisch ist großartig, heißt „Albacoa“ und ist super gewürzt. Er schmeckt sogar mir großartig. Der Reis ist super lecker und die Bananenchips und der Weißwein auch. Wir haben schon lange nicht mehr so viel Glück mit einem unbekannten Restaurant gehabt. Danach laufen wir in die Casa und fallen müde ins Bett.

Playa Rancho Luna

Flattr this!

Mit der frischen Luft und trotz der komischen Matratze haben wir sehr gut geschlafen. Zum Frühstück gibt es wieder Obst, Brötchen, Käse und zu fettige Wurst sowie Marmelade, Kaffee und Mangosaft. Anschließend ordern wir noch Abendessen „Crab“ für heute Abend um 20 Uhr und sind schon sehr gespannt darauf.

Danach geht es los zur Autovermietung Cubacar gegenüber dem Hotel Union. Der Mann da hat aber kein Auto und fragt uns vorsichtshalber auch nicht, wann wir das Auto haben wollen. Er beschreibt uns allerdings noch den Weg zu einer anderen Autovermietung. Wir gehen noch mal ins Hotel Union in der Hoffnung, dass dort englisch gesprochen wird. Dies ist auch der Fall. Allerdings kann uns die Rezeptionistin nicht weiterhelfen. Wir machen uns also auf den Weg zur von Cubacar skizzierten Autovermietung. Dort ist aber niemand, so dass wir mit dem Bici-Taxi zur Motorrollervermitungstelle fahren.

Dort fragen wir zuerst nach einem Auto. Der Mensch von Cubacar will uns einen blauen Geely mit vielen Schrammen andrehen. Da wir eigentlich ein ganz kleines Auto brauchen, fragen wir nach einem kleineren weißen Wagen, der auch vor der Tür steht. Dieser ist aber seltsamer Weise teurer, warum auch immer. Das Auto soll 40 CUC + 15 CUC Insurance pro Tag plus 63 CUC für die Tankfüllung + 150 Deposit kosten. Wir wollen für zwei Tage mieten und 329 CUC sind uns zu teuer so dass wir nach einem Motorroller fragen. Das ist aber im Büro um die Ecke zu bekommen – also im selben Haus – allerdings ist der Eingang auf der anderen Seite. Der Man dort spricht leider kein Englisch. Er will 20 CUC pro Tag + 5 CUC Deposit. Nachdem er uns mitteilt, dass es keine Insurance gibt, entscheiden wir uns aber gegen einen Roller. (Wenn der weg wäre, müssten wir 1200 CUC zahlen!)

Da wir aber nicht auf unsere Ausflüge verzichten wollen und ein Auto wegen der Kameras eh besser ist, gehen wir doch noch mal zu Cubacar um den blauen Wagen zu mieten. Der Autovermieter ist ein wenig unerfreut über unsere Skepsis und findet die kleinen Schrammen überhaupt nicht lohnenswert im Übergabeprotokoll zu dokumentieren. Da der eine Reifen einen sichtlichen Defekt in der Seite zeigt, lassen wir ihn tauschen, was dem Vermieter auch nicht schmeckt. Egal.

Wir machen uns auf den Weg und halten an einem Supermercado, der auch mal wieder große Wasserflaschen verkauft. Nach kurzem Halt in der Casa (wo wir die Schwimmsachen holen) geht es endlich an den Strand „Playa Rancho Luna“. Wir schnorcheln am Riff ein wenig, sonnen uns und entspannen an unserem ersten Strandtag auf Kuba. Gegen 15 Uhr ziehen wir dann weiter. Eigentlich wollen wir noch mal auf die andere Seite der Bucht von Cienfuegos, aber da der Weg dorthin nicht enden mag und von übelsten Schlaglöchern gesäumt ist, kehren wir um und fahren zur Punta Corda. Nach dem Sonnenuntergang geht es zurück in die Casa.

Wir erkundigen uns in holprigem Spanisch, ob das Auto gegenüber der Casa stehen kann. Eigentlich eher rhetorisch gedacht… Enrique erklärt uns, dass es zwar geht, aber jemand nachts ein  Auge darauf haben sollte, da sonst Reifen, Spiegel etc. evtl. Beine bekommen könnten. Die Frau gegenüber würde das auch für 2 CUC pro Nacht übernehmen. Wir willigen ein. Sicher ist sicher!.

Um 20 Uhr gibt es dann Abendbrot. Ines serviert uns zunächst eine Suppe mit Gemüseteller. Dann gibt es zu Reis und Krebsfleisch (fast der ganze Teller ist voll) „Malanga“ frittiert in dünnen Scheiben und gekocht. Letzteres schmeckt ähnlich der Kartoffel. „Malanga“ ist wohl eine Indiofrucht und sieht roh einer Steckrübe ähnlich. Zum Essen trinken wir Mojito y Cuba-libre. Weil das ja noch nicht reicht ;-), gibt es zum Nachtisch noch Papaya dulce. Wir sind kurz vorm Platzen. Alles ist soo super lecker! Wow!

Playa Giron

Flattr this!

Wir starten den Tag um acht Uhr mit dem üblichen Frühstück. Dann machen wir uns auf den Weg zum Reisebüro, stellen aber fest, dass es noch geschlossen ist. Nach 1/4h warten (laut Öffnungszeiten an der Tür sollte schon auf sein), laufen wir dann allerdings zurück, packen unsere Schwimmsachen und fahren zur Schweinebuch.

Mit dem Auto geht es raus aus der Stadt. Da das mit den Karten und Schildern hier immer so eine Sache ist, haben wir uns die Kubakarte aufs iPhone geladen, so dass wir dank GPS immer wissen, wo wir sind. (Was auch funktioniert.) Unterwegs passieren wir Bauern, die auf der Straße Getreide trocknen.  Auch sehen wir wenige Autos, dafür umso mehr Pferdekarren.

In Playa Giron gibt es nichts außer dem Hotel und dem Museum. Einen schönen Strandzugang gibt es hier nicht, weil ein riesiger Betonklotz entlang dem Strand als Wellenbrecher installiert wurde. Also geht’s weiter nach Playa Larga.

In Playa Larga wiederholt sich das Bild: Es gibt keinen schönen Strandzugang. Wir erinnern uns aber unterwegs ein paar Stellen gesehen zu haben, fahren zurück und halten in „Cueva de los Peces“ und „Punto Perdiz“. Beide Male gehen wir schnorcheln und schwimmen mit den Fischen. Das ist wie Baden im Aquarium ;-). Viele Fische in verschiedenen Farben vor Korallen; gleich beim Einstieg ins Wasser.

So vier / halb fünf machen wir uns wieder auf den Rückweg. In Cienfuegos wieder angekommen, treffen wir auf die Frau, die auf unser Auto aufpasst. Sie lässt extra für uns einen Wagen wegfahren damit wir vor ihrem Fenster stehen. Echt Kuba halt 🙂 Das Fenster hat aber kein Glas sondern eine Holztür mit Gitter davor.

In der Casa bereiten wir unsere Liste mit Wunschcasas für Trinidad auf, die wie Ines zeigen. Mit gebrochenem spanisch fragen wir, ob sie für uns anrufen kann. Das macht sie sehr gerne. Leider sind die ersten drei belegt bzw. die Nummer ist falsch. Wie immer „kennt sie aber jemanden“ in Trinidad und bietet uns an, dort zu fragen. Auf Nachfrage von uns erklärt sie uns, dass ihre Freunde auch französisch sprechen. Das können wir besser als spanisch (zumindest Yann). Also ruft sie an und gibt Yann den Hörer, so dass alles auf französisch geklärt werden kann. Toll, da verständigen sich zwei nicht Muttersprachler über eine dritte Sprache. Sie hat ein Zimmer frei für fünf Nächte; sogar mit Fenster zum Garten. Mal sehen, was das heißt… Da die Casa auch nahe am Zentrum liegt, sagen wir zu. Später finden wir die Casa auch noch im Reiseführer.

Da Marlies heute (nach deutscher Zeit) bereits Geburtstag hat, gratulieren wir ihr telefonisch mit einer spezial international Telefonkarte.

Da wir noch Hunger haben, machen wir uns auf den Weg zu einem weiteren Paladar. Dank Lonely-Planet-Effekt ist dieser (bereits um 19:30 Uhr!) voll. Mit Mojito und Cubra-libre ist das auch alles kein Problem. Mit uns warten zwei Londoner und wir kommen ins Gespräch, das wir auch beim Dinner fortsetzen. Ein neuer Versuch wird gestartet endlich Pollo zu bekommen aber nach kurzer Zeit teilt uns der Kellner mit, dass es aufgrund des Ansturms bereits alle ist. Also teilen wir uns eine Portion Schrimps. Da die Portion riesig ist, reicht das zusammen mit dem Salat dicke. Einen Mojito / Cuba-libre weiter ist der Abend auch beendet und wir schlendern die Avenida 37 entlang zur Casa zurück.

Hotel Union

Flattr this!

Nach dem üblichen Frühstück um acht Uhr machen wir uns auf den Weg, das Auto wegzubringen. Die Nachbarin hat gut auf das Auto aufgepasst und es ist noch alles dran. 😉

Bei Cubacar ist der Autovermieter heute irgendwie sympathischer und wir bekommen unsere 150 CUC Kaution ohne Probleme zurück. Danach gehen wir zum Reisebüro Cubanacan um zu schauen, ob wir einen Ausflug zum El-Nicho machen können. Leider sind für morgen keine sechs Personen zusammen und so müssen wir doch den Viazul nehmen. (Sonst hätte es vielleicht die Möglichkeit gegeben, den Weg nach Trinidad mit einem Ausflug dorthin zu kombinieren). Wir fragen nach, wie wir von Trinidad nach Caya Coco kommen und das geht mit dem Viazul nach Moron und dann mit dem Taxi weiter. Die Tickets nach Trinidad und Moron können wir auch gleich im Reisebüro kaufen. Wir fragen noch nach zwei Nächten im Melia Caya Coco (5*) und buchen das gleich für 138 CUC pro Person für zwei Nächte. Also auch wieder viel günstiger, als im LP und auf der Webseite abgegeben. Jetzt ist alles gebucht, bis auf den Flug von Caya Coco nach Havana zurück.

Danach laufen wir noch durch Cienfuegos und entdecken einen Peso Bäcker. Dort kosten vier Kekse fünf Pesos, die wir aber nicht haben und bezahlen daher mit einem CUC. Woanders bekommen wir noch zwei Kekse für 0,25 CUC und bekommen einen Peso zurück. Unseren ersten Peso 🙂

Am Plaza Jose Marti rauchen wir die letzte „Romeo y Julietta“. Ein kleines Mädchen kommt zu uns herüber und will sich mit uns unterhalten. Leider verstehen wir die kleine nicht 🙁

Uns sprechen ganz viele Leute auf der Straße an und zeigen, als ob sie schreiben oder sich eincremen wollen. Heute haben wir herausgefunden, dass die uns damit nach Stiften oder Shampoo fragen…

Nach der Zigarre schlendern wir zurück zur Casa und machen ein wenig Siesta, schließlich haben wir Urlaub. Kurz vor sieben stehen wir dann auf um nicht unser Abendessen zu verschlafen 🙂 Es gibt heute Pollo in Form von Hühnchenschenkeln. Dazu gibt es Patatas, Salat und Malanga-Chips. Wie immer ist alles sehr lecker; erst recht mit Mojito y Cuba-libre 🙂 Den Nachtisch lehnen wir heute allerdings dankend ab. Das ist sonst wirklich viel zu viel! Da wir noch nicht müde sind, ziehen wir noch mal los in Richtung Boulevard. Eigentlich wollen wir aufs Dach vom Hotel La Union aber das sieht nicht wirklich lebhaft aus von unten… Also schlendern wir planlos umher und kommen mit zwei netten Kubanern ins Gespräch weil ihnen mein T-Shirt gefällt. Auch die Schuhe finden Anklang ( I cannot dream about the shoes) Wir bekommen einen Einblick in die echten kubanischen Verhältnisse. Die beiden bekommen ca. 20 CUC Lohn im Monat und arbeiten noch nebenbei als Jiniteros. Einer trägt eine FILA-Jacke, die er als Gegenleistung von einem Tourist für einen Salsakurs bekommen hat. Wir werden gefragt, ob wir nicht T-Shirts hätten, die wir abgeben könnten… Ein seltsames Gefühl beschleicht und. Wenn wir das (und die Sache mit den Stiften und der Seife) vorher gewusst hätten, wäre unser Gepäck auf dem Hinflug sicherlich voller gewesen.

Später treffen wir den einen noch mal an einer Bar und entscheiden uns, dort etwas zu trinken. Wir laden ihn auf einen Drink ein und er erzählt weiter. Die Hilfe nach dem Sturm (der Hurrikan, der vor Kurzem über Kuba gezogen ist) kommt z.B. gar nicht dort an, wo sie benötigt wird, sondern versackt in den anderen Städten. Die Bilder, die gezeigt werden, wären reine Propaganda. Auch wäre das kostenlose Gesundheitssystem eine Farce, denn was nützt das, wenn es keine Medizin gibt… Eigentlich müsste es eine Revolution geben aber keiner will es wagen. Da wir nichts anderes dabei haben, geben wir ihm zwei Stifte und eine Handcreme. Er freut sich auch wenn er ein T-Shirt lieber gehabt hätte. Mit gemischten Gefühlen laufen wir zurück in die Casa…

Hostal La Rioja

Flattr this!

Da unser Bus heute erst mittags fährt, schlafen wie 1/2 h länger, frühstücken erst um 08:30 Uhr und beginnen danach unsere Taschen zu packen. Um elf checken wir aus, d.h. zahlen und laufen zur Busstation. Dort angekommen tauschen wir unseren Gutschein gegen „echte“ Tickets und begeben uns zur Gepäckaufgabe. Die Busstation ist total unübersichtlich und es ist diesmal nichts ausgeschildert.

Jetzt haben wir genug Zeit denn der Bus fährt erst um 12:45 Uhr und es reicht wohl, wenn wir 12:30 Uhr da sind. Also geht’s noch mal zum Supermarkt und wir kaufen uns endlich so einen großen Eistopf (vor denen wir schon oft standen;-)). Den leeren wir auf den Treppen vorm Terminal. Schmeckt auch ganz gut, ist aber auch nicht der Oberkracher. Während wir warten, treffen unsere Bekanntschaften aus Havana ein woraufhin wir uns über die gemachten Erfahrungen austauschen.

Die Fahrt nach Trinidad ist relativ kurz (~1h). Dort angekommen werden wir von unserer Gastgeberin abgeholt. Ein Bici-Taxi muss uns mit Rucksäcken auf Kopfsteinpflaster zur Casa fahren – der Arme!

Die Casa hat einen total schönen Garten und unser Zimmer ist im ersten Stock: ein großes helles Zimmer mit zwei Fenstern und einem Balkon. Die Casa hat sogar eine Dachterrasse und all das ist im Reiseführer überhaupt nicht beschrieben. Wir sind total glücklich mit dem Zimmer und stoßen mit einem Mojito an!

Wir beschließen als erstes zu Cubatour ins Reisebüro zu gehen und zu schauen, ob es Ausflüge zum Nationalpark gibt. Die Frau im Reisebüro ist total nett und wir finden drei Touren schön:

  • Die zum Parque Caburni, bei dem man 2,5km runter zum Wasserfall und dann 2,5km sehr steil wieder hoch läuft,
  • dann eine zum Paque Guanayara, der der schönste Teil des Parks sein soll und
  • die Katamarantour zum Schnorcheln, am einsamen Strand baden und Dinner am Strand.

Wir buchen für Montag und Dienstag den Parque Carburni und den Parque Guanayara. Wir treffen anschließend die üblichen Verdächtigen und laufen danach durch Trinidads Altstadt. Diese gefällt uns wirklich gut.

Danach gehen wir noch im Paladar „Sol y Son“ essen. Das Restaurant hat einen schönen Innenhof, der wie der Rest des Restaurants total kitschig eingerichtet ist. Wir bestellen beide unsere erste Piña Colada. Wir wissen jetzt, warum diese so toll (hier) ist: Sie besteht nur aus Sahne, Rum und ein wenig Annanassaft. Aber auf jeden Fall Sahne! Dazu gibt es Hühnchen. Das von Yann ist lecker – meins ist in einer komischen schwarzen Soße, die ein wenig nach Soja schmeckt. Das ist irgendwie gar nicht mein Fall – naja.

Danach zieht es und noch zur Plaza Mayor zur Casa de la Musica, wo es den ganzen Abend Musik geben soll. Gibt es dann auch und viele tanzen. Wir genießen dazu noch einen Mijito und einen Cuba-libre und gehen gegen 22 Uhr wieder zurück zur Casa wo wir in die Betten fallen.

Parque Caburni

Flattr this!

Da wir heute bereits um 09 Uhr zur Wanderung im Parque Carburni aufbrechen, beginnt der Tag entsprechend früher also sonst: Um sieben klingelt der Wecker! Dann gibt es Frühstück und wir machen uns auf den Weg zum Treffpunkt, dem Reisebüro. Dort, pünktlich um 08:45 Uhr angekommen, warten wir bis gut 09:15 Uhr bis es endlich in Jeeps losgeht. Unsere Wahl fällt auf das russische Model bei dem wir auf den „Jumpseats“ Platz nehmen.

Wir fahren durch die Berge zum Parkeingang, wo erstmal die Parkgebühr gezahlt werden muss. Danach geht es weiter und es wird gezeigt, wie der Kaffee geerntet und verarbeitet wird. Dort können wir auch einen Kaffee kosten. Uns kommt das ein wenig wie eine Kaffeefahrt vor und wir warten, bis es endlich weiter geht.

Um 11 Uhr kommen wir am Startpunkt der Wanderroute an. Es geht ca. eine Stunde, teilweise ziemlich rutschig und mit vielen Steinen und ziemlich steil bergab. Wir wissen also schon, was auf uns zukommt, wenn wir wieder hoch kommen müssen. Vorher sehen wir noch, wie Kaffee wächst, einen Elefantenrüsselfelsen und eine Guaranapflanze („Red-Bull-Tree“ ;-)). Dann sind wir auch schon beim Wasserfall und am natural Pool. Einige baden auch darin, wir allerdings nicht. Dafür knabbern wir unsere Kekse und relaxieren eine drei-viretel Stunde bevor wir uns (im eigenen Tempo) wieder an den Aufstieg machen. Nach gut einer Stunde sind wir wieder oben. Der 45 Grad steile Weg ist schon nicht ohne gewesen. Nach Island-Skala „easy bis moderate“; nach US-Skala „difficult“. Unsere Jeeps bringen uns zum Essen unweit des Parkausgangs. Es gibt Reis mit Kidneybohnen (lecker), als Gemüse „Kartoffeln“ und Schwein. Dazu Salat und Früchte. Alles sehr lecker und viel. Zum Nachtisch gibt es eingelegte Papaya (das süße Zeug, dass wir dankend nicht essen) und einen Kaffee. Auch die Getränke, die nicht inkl. sind, haben mit 1 CUC moderate Preise. Gegen 16 Uhr sind wir wieder in Trinidad.

In der Casa gibt es eine erfrischende Dusche und ein wenig Siesta. Gegen Abend zieht es uns noch mal zur Plaza Mayor aber heute gibt es dort keine gratis Musik und Salsa sondern einMusical mit 1 CUC Eintritt. Wir hören „schwarz“ auf den Treppen davor.

El Rocio

Flattr this!

Heute stehen wir wieder um 07 Uhr auf da wir um 09 Uhr in Richtung Parque Guuanayara los wollen.

Wir sind die Einzigen auf der Tour und unser Guide ist dieses Mal gesprächiger. Wir fahren mir dem gleichen Jeep wie gestern los und kommen bei Regen am Informationszentrum an. 🙁 Wir sind unsicher, ob wir bei dem Wetter die Tour machen wollen, da sie mit 55 CUC, und das bei Regen, ziemlich teuer ist. Wenn wir allerdings zurück fahren, gibt’s natürlich auch kein Geld zurück. Regen sei wohl im Winter normal und hinter den Wolken ist das Wetter wieder besser…

Wir entscheiden uns weiter zu fahren aber skippen das Kaffeehaus, da wir hier gestern schon waren. Wir fahren weiter zum Parque und machen uns auf den drei Kilometer langen Trip. Der Weg führt uns quasi durch den Dschungel. Auf kleinen Baumstämmen überqueren wir Flüsse und unser Guide erklärt uns die Bäume und Pflanzen und was als Naturmedizin wogegen hilft.. Natürlich können wir uns keinen einzigen Baum merken. Sie (unser Guide) spricht sehr gut Englisch und erzählt uns eine Menge. Der Weg ist ein leichter und gemütlicher Wanderweg durch teilweise sehr dunkle Stellen, da die Bäume sehr dicht sind. An jedem Baum haben sich Mimosas gebildet. Wir kommen an einem Wasserfall vorbei und machen kurz Pause. Danach geht es noch eine Stunde weiter bis zum Restaurant, bei dem wir um 13 Uhr ankommen. Es gibt Chicken. Diese Mal ist es o.k., allerdings fragen wir uns, warum wir für diese Tour mehr zahlen müssen. Es ist nur 15 km weiter weg… Wir essen mit unserem Guide zusammen und sie erzählt uns noch, dass Kubaner keine Ausflüge machen, da diese nur für Touristen sind und die Kubaner das gleiche Geld zahlen müssten. Urlaub machen sie eher zu Hause. Es ist auch unklar, wohin sie ab Januar reisen wollen oder können sollten, ohne finanzielle Unterstützung des Reiseziels. Danach fahren wir mit dem Jeep zurück und der Allradantrieb wird das erste Mal genutzt, da wir wirklich Off-Road sind 🙂

Auf dem Rückweg nehmen wir ohne große Erklärungstour doch noch eine Kaffee in der Casa de la Café. Jetzt ist es leer und am Nachmittag passt es genau richtig. Eine halbe Stunde später (als die geplanten 15 Uhr) sind wir wieder in Trinidad. Wir geben ihr noch 2 CUC Tip, da sie sich sehr viel Mühe gegeben hat.

Danach gehen wir zum Viazul Schalter in der Hoffnung unseren Voucher heute schon gegen ein „echtes“ Ticket eintauschen zu können, da unser Bus am Freitag um 07 Uhr morgens nach Moron geht und wir uns nicht dann noch so stressen wollen. Dank analoger Listen ist das sogar möglich und die nette Frau trägt uns in die Liste nach Moron für Freitag ein. Danach macht sie die Kasse auf und stellt sie um, damit sie uns die Tickets bongen kann. Sie trägt Daten und Reiseziel ein und wir haben unsere Tickets. Jehu!

Danach suchen wir noch eine Bank und finden den großen Supermarkt, wo wir endlich Rum und ein Havana-Club-Glas kaufen. Dann geht’s zurück zur Casa wo wir ein wenig verschnaufen.

Um sieben gehen wir heute wieder zu einem Paladar essen. Im „La Coruña“ gibt es nach Brot und Suppe eine Criolische Paella und Honig-Pollo. Beides sehr lecker. Dazu gibt es auch Salat und natürlich Mojito und Cuba-libre. (Ein Menu im Paladar umfasst immer Vorsuppe, Brot, Hauptgang und Nachtisch.) Gergory, der Kellner, ist super nett und charming, was wir ihm auch sagen. Untermalt wird unser Essen durch eine 2-Mann-Combo mit schnulzig-spanischen Liedern. Der Gesang ist nicht gut, dafür laut, aber nach zwei Mojitos ist das sehr unterhaltsam. Beim Weg nach draußen dürfen wir uns auch an der Wand verewigen und machen auch ein paar Fotos, die wir ihm schicken sollen. Dafür bekommen wir die Karte mit seiner Correo-electronico 🙂

Wir ziehen noch mal los zur Casa de la musiqua und lassen den Abend mit ein paar Drinks zu kubanischer Musik und dem Anblick Salsa-tanzender Kubaner(Innen) ausklingen.

Playa Ancón

Flattr this!

Wieder einmal beginnt der Tag um kurz vor sieben, denn unser Bus zum Strand (Playa Ancón) geht bereits um 09 Uhr. Also machen wir uns nach dem Frühstück auf zur Haltestelle gegenüber von Cubatour. Die Fahrt kostet 2 CUC pro Person (hin und zurück) zum 15km entfernten Strand. Der Strand und das Meer sind schön, obgleich der Sand nicht weiß ist und wir ihn uns anders vorgestellt hätten (dafür, dass er unter den TOP5 ist erst recht.)

Wir verbringen den Tag mit sonnen, baden und entspannen. Gegen halb drei verschlechtert sich das Wetter (es bewölkt sich und wird windiger). Ein Glück sind noch mehr Strandtage geplant ;-). Um 15:40 Uhr kommt dann unser Bus in die Stadt. In der Casa gönnen wir und einen Kaffee und sprechen mit Teresa. Wir fragen sie, ob sie „nicht irgendjemanden in Havana kennt“ mit einer ähnlich schönen Casa, wie ihre. Natürlich kennt sie jemanden 😉 Glücklicher Weise hat ihre Freundin auch noch vom 22.-24.11. ein Zimmer frei. Klasse, sogar mit Fenster und in der Nähe der Altstadt. Da müssen wir ja „nur noch“ hinkommen. Bis zum Abendessen (heute in der Casa) verbringen wir die Zeit mit Beautypflege bzw. Rumverköstigung 😉

Um sieben gibt es dann Essen: Scampis angerichtet auf einem Blatt echten Kopfsalats; dazu Reis und Kartoffelchips. Zusätzlich gibt es noch einen Salat und zum Nachtisch gibt es Pudding. Alles sehr lecker erst recht mit ein paar Mojitos dazu 🙂

Nach dem Essen wollen wir eigentlich noch los, schlafen aber ein. Als wir wieder wach werden (es ist 22 Uhr) entscheiden wir, doch da zu bleiben.

Trinidad

Flattr this!

Heute lassen wir den letzten Tag in Trinidad langsam angehen und schlafen bis acht Uhr und frühstücken um neun. Wir trödeln ein wenig herum, machen uns aber dann doch auf, um uns die Stadt anzusehen. Als wir so ziemlich alles gesehen haben und in ein Café einkehren, ist es erst 12 Uhr. Wir sind ein wenig unschlüssig, was wir noch mit der vielen Zeit heute anfangen sollen…

Abends wollen wir noch in das eine Paladar essen gehen. Dieser ist aber wieder geschlossen. Deswegen gehen wir wieder ins La Coruña. Dort essen wir Languste. Diese Mal ist es aber nicht so gut wie beim ersten Mal. Nach zwei Mojitos und einem Rum Aperitif schaffen wir es auch nicht mehr zur Casa de la musica und fallen nur noch ins Bett.

Melia Cayo Coco

Flattr this!

Heute müssen wir super früh aufstehen, da um sieben Uhr unser Bus nach Moron fährt. Statt des von uns „nur“ gewünschten Kaffees + Sandwiches, gibt es das komplette Programm für 5 CUC. Egal, schmieren wir halt selber.

Um sieben Uhr fährt der Bus dann pünktlich ab. Alle Sitze werden dieses Mal mit Kubanern aufgefüllt. Wahrscheinlich, damit sich die Fahrt auch loht. Der Bus fährt über Cienfuegos und Santa Clara nach Moron. Nach Santa Clara befinden sich nur noch ca. acht Personen im Bus. Wir sind gegen 12:45 Uhr fast pünktlich in Moron. Als wir und dort nach einem Taxi und dem Preis nach Caya Coco erkundigen, werden uns – statt der im Reiseführer genannten 30 CUC – sogar 45 CUC genannt. Alles nur, weil wir zum Melia wollen… Nach einigem Hin und Her drücken wir den Preis auf 35 CUC; immerhin.  Dafür fahren wir dann auch endlich in einem Oldtimer: einem 57er Cadillac, der bei näherer Betrachtung nur noch vom Rost zusammengehalten wird und dessen Frontscheibe vier Risse hat. Stört hier keinen.

Um 14 Uhr kommen wir, nach der schier endlosen Fahrt über den 27km langen Damm zwischen „Festland“ und Insel, am Melia Caya Coco an. Die nette Dame an der Rezeption schickt uns erstmal zum Lunch, da es nur noch bis 14:30 Uhr geht. Das Lunch ist in Buffetform und unglaublich viel ist im Angebot. Es gibt sogar Rind! Das ist doch eher selten in Kuba. Auch gibt es Salat und Käse, allerdings skippen wir das Obst 😉 Das ist schon ein heftiges Kontrastprogramm! Die anderen Gäste hauen sich die Teller voll, als gäbe es morgen nichts mehr. Alle Angestellten sprechen Englisch und sind übertrieben freundlich.

Nach dem Mittagessen checken wir endlich ein und werden mit einem Golf-Caddy und unserem Gepäck zu unserem Zimmer gefahren. Dort erwartet uns ein großes Bad, ein riesiges Zimmer mit Double-Queensize-Bett und ein großer Balkon.

Wir nehmen unsere Beachtowels und gehen zum Beach. Der Strand ist wieder ziemlich schmal. Dieses mal gibt es allerdings eine Brandung und viel Seetang. Ein wenig enttäuscht sind wir schon, denn wenn das einer der schönsten Strände ist, dann haben wir anderswo schon schönere und vor allem breitete gesehen. Dieser hier ist vielleicht 5m breit. Egal, wir gehen trotzdem baden und stellen fest: Das Wasser ist wärmer, als an der Südküste.

Wieder zurück, machen wir uns frisch und gehen essen. Es gibt alles frisch und jede Menge davon. Wir entscheiden uns für Lobster, Thunfisch und Lachs vom Grill. Alles sehr lecker wenn auch der Lobster zu weich für unseren Geschmack ist. Am Nebentisch sitzt ein altes kanadisches Paar zu dem wir mit dem Tisch heranrücken, da es plötzlich wie aus Eimern regnet. Wir erfahren, dass die Kanadier aus Ottawa sind und er zwei Audis und einen Porsche besitzt und bereits in Frankfurt umgestiegen ist (ihr Wissen über Deutschland). Sie waren schon zehn Mal hier, haben aber noch nicht mal Havana gesehen…

Danach gehen wir in die 5-Sterne-all-inkl. Unterhaltungs-Show im Amphitheater. Wir kommen uns vor, wie bei Dirty Dancing, in einem Ressort mit alten reichen Leuten, die sich von fragwürdigen Shows bespaßen lassen müssen. Wir trinken zwei Mojitos und gehen dann schlafen.

Snorkeling & Sailing

Flattr this!

Auf dem Weg zum Frühstück, treffen wir heute früh die Frau von Cubanocan, die uns erzählt, dass sie unseren Flug requested hat und wir am Montag Bescheid bekommen, ob alles klar geht (Wir waren gestern Abend noch auf dem Weg zum Zimmer im Reisebüro.) Wir sind gespannt…

Das Frühstück ist sehr gut und lässt keine Wünsche offen; individuelle Pfannkuchen und Omelettes eingeschlossen.

Danach reservieren wir uns einen Tisch im BBQ Restaurant für heute Abend und gehen an den „Strand“. Dieser ist heute Morgen wieder sehr schmal (2m), die Sonnenschirme stehen im Wasser und dir Liegen halb/halb. Das gefällt uns nicht so gut 🙁 Also probieren wir unser Glück auf der anderen Strandhälfte und werde fündig. Zwei Liegen, eben, trocken und in der Sonne. So lässt es sich an dem 4m breiten Strand aushalten.  Wir erkundigen uns, ob man einen Hobbie Cat ausleihen oder auch schnorcheln gehen kann und reservieren eine Segeltour mit Katamaran und Schnorcheln für 13:30 Uhr. Nach einem Mojito am Strand und einer echten all-inkl. Coco-Nut am Beach, holen wir unser Schnorchelzeug und segeln los.

Am Riff angekommen, schnorcheln wir und unser Guide füttert die Fische mit Brot. Was ein Spaß! Nach gut 1/2h ist es dann aber doch kalt und wir verfüttern noch ein paar Bananen vom Boot aus, bevor es wieder zurück geht. Man hätte hier auch mit Gerät tauchen gehen können. Allerdings sieht man das Ganze in 3m Tiefe auch mit ABC-Zeug. Wir bringen unsere Sachen zurück und snacken an der 24 hours Snack-Bar am Pool. Vor dem Essen genießen wir noch eine Cohiba und einen Ron.

Um 20:15 Uhr werden wir dann im Restaurant ge-seated. Zu Wasser und Weißwein gibt es Hemingway-Salat als Vorspeise, Fisch und Gambas als Hauptgang und schließlich Crèpe-flambé bzw. Coco-Mouse als Dessert. Alles sehr hübsch angerichtet und lecker. Sogar für die Gambas-Hände gibt es hinterher ein Schälchen mit warmem Wasser 🙂

Zu Saxofon-Musik genießen wir Kaffee und Weißwein/Ron in der Lobby und lassen die „Romatik-Show“ ausfallen. Dafür kommen wir mit zwei Franzosen ins Gespräch. Er baut in Kuba vier neue Hotels (Flamingo 1-4), verdient damit eine Menge Geld und muss nichts zahlen. Nicht mal, wenn er ins Hotel zum Essen geht. Alle Dienste (Waschen, Putzen etc.) werden für sie erledigt. Seine Frau ist „Hausfrau“, d.h. geht shoppen, sich mit Leuten treffen und unterrichtet zwei Mal in der Woche für je zwei Stunden Englisch. Einen Kommentar „That sounds like a lot of stress“ können wir uns nicht verkneifen 😉

Iberostar Daiquiri

Flattr this!

Heute frühstücken wir noch gemütlich im Melia und fotografieren anschließend noch mal die Anlage. Um zehn Uhr steigen wir dann in den Hop-On / Hop-Off Bus nach Cayo Guillermo zum nächsten Hotel, dem Iberostar Daquiri. Da wir einen Voucher haben, ist diese 1-stündige Fahrt for free.

Dort angekommen müssen wir feststellen, dass die Empfehlung von Julio ein Neckermann und Thomas-Cook Hotel ist. Wir bekommen ein Zimmer am Ende der Anlage und schauen angeblich in den Garten. Da das Zimmer noch nicht fertig ist, schauen wir uns die Anlage an. Unser Zimmerbalkon zeigt nicht in den Garten, sondern auf den ollen Vorteich des Hotels. Die Anlage wirkt wie eine etwas in die Jahre gekommene typische all-in Urlaubsanlage; höchstens 3*. Als wir einen Schlüssel für unser Zimmer bekommen, ist es dann auch so , wie vermutet. Im Bad finden wir außerdem einen vom Kalk zerfressenen Duschkopf; außerdem riecht es ganz schön moderig. Hier wollen wir nicht die nächsten vier Nächte bleiben. Wir versuchen also erneut, ein anderes Zimmer zu bekommen; bei einer anderen Rezeptionistin. Diese Mal haben wir Erfolg und sie bemüht sich. Wir bekommen die Schlüssel für ein anderes Zimmer direkt im vorderen Bereich der Anlage. Dieses ist heller und irgendwie freundlicher. Außerdem riecht es nicht so moderig. Wir tauschen also das Zimmer.

Danach machen wir uns auf den Weg mit unserem noch gültigen Bus-Ticket zum Playa-Pilar. Da wir schon auf der richtigen Insel sind, dauert de Fahrt nur 20 Minuten. Hier angekommen, sieht es wirklich wie an einem schönen Strand aus: Der Sand ist weich, der Strand breiter, die Füße sind wie mit Mehl bestäubt im Sand, das Wasser ist türkis bis dunkelblau und lange flach, da gleich nach ein paar Metern eine Sandbank ist. Wir machen ein paar Fotos und rauchen eine Cohiba. Hier kommen wir morgen gerne wieder her.

Beim Warten auf den letzten Bus um 17 Uhr werden wir von Mücken gestochen und haben dummer Weise das Autan nicht dabei. Da müssen wir morgen unbedingt dran denken!

Zurück im Hotel geht es zum Essen. Der obligatorische Mojito fällt an der gleichnamigen Bar aber aus, denn es gibt keine Minze. Wie kann das denn sein? Das Essen ist gut, wenn auch nicht berauschend und erst recht kein Vergleich zum Melia.

Playa Pilar

Flattr this!

Heute frühstücken wir um acht Uhr, da wir um neun Uhr mit der Frau von Cubanacan wegen unserer Flugticket nach Havana sprechen wollen und um um zehn Uhr den Bus zum Playa-Pilar zu nehmen.

Die liebe Frau ist heute aber nicht da und an dem Tag, an dem wir fliegen wollen, ist schon alles ausgebucht. Wir requesten für Freitag, aber ob das klappt, kann uns erst morgen gesagt werden… Das ist uns ein wenig knapp und wir überlegen, dann doch den Viazul zu nehmen. Eine Stunde später soll ein andere Kollege con Cubanacan kommen, der dann uns mit dem Viazul helfen kann. Wir überlegen selbst bei der Airline anzurufen und nach einem Flug zu fragen. Die Frau an der Rezeption meint aber, dass sie nicht glaubt, dass man telefonisch dort Flüge buchen kann und verweist uns an Roberto von Thomas Cook. Der spricht super gut Englisch und da wir uns an den Hinweis von Cubatour (aus Havana) erinnern, dass wir vielleicht mit einem Reisebus mitfahren könnten, fragen wir Roberto nach einem Weg nach Havana am Donnerstag. Es gibt zufällig eine sehr teure Bustour nach Havana, mit Übernachtung und Halt+Lunch in Santa Clara. Er will für uns den Preis prüfen, wenn wir nur mit dem Bus mitfahren wollen und reserviert schon mal zwei Plätze. Später erfahren wir, dass wir für 40 CUC mitfahren können und für 52 CUC auch Lunch in Santa Clara mit Mausoleum Besuch bekommen können. Der Ganze Trip mit Übernachtung und Return kostet ca 350 CUC. Der Flug hätte um die 100 CUC gekostet. Da sagen wir nicht nein. Wir buchen für 52 CUC den Weg nach Havana. Da Roberto aber gleich los muss und wir den Bus um 12 Uhr zum Playa-Pilar nehmen wollen, verschieben wir den Papierkram und die Bezahlung auf morgen.

Unser Bus zum Strand ist heute mal nicht pünktlich; macht aber nichts, wir haben ja Zeit heute 🙂 Am Playa-Pilar angekommen, stellen wir fest, dass hier das Wasser heute höher als gestern Abend ist. Wir suchen und ein sonniges Plätzchen und verbringen unsere Zeit abwechselnd im Wasser zur Abkühlung oder am Strand zum Trocknen. So lässt’s sich aushalten. Um 17Uhr geht’s dann wieder zurück. Heute sind wir allerdings auf die Mücken vorbereitet und komplett in Autan eingepackt. Der Beobachtung nach, sind das die anderen Wartenden nicht 😉

Zurück im Hotel machen wir uns frisch und genießen nach dem Essen noch Weißwein und Ron zu lokalen Klängen.

Beach Tag

Flattr this!

Heute schlafen wir etwas aus, da wir den Tag am Hotelstrand bleiben wollen. Für 20:30 Uhr haben wir einen Tisch im mexikanischen Restaurant reserviert. Nach dem Frühstück suchen wir Roberto, um das Busfahrtticket zu kaufen. Da wir etwas später heute dran sind, müssen wir noch eine Stunde auf Roberto warten. Wir nehmen noch einen doppelten Espresso und stellen fest, dass es heute wieder Minze im Hotel gibt, so dass wir also später wieder Mojito trinken werden können. 🙂 Wir kaufen dann das Busfahrtticket mit Lunch und sollen um 07:15 Uhr abgeholt werden. Um 16 Uhr werden wir dann am Prado in Havana ankommen. Wir danken und tippen Roberto für seinen Einsatz.

Danach geht es zum Strand. Das Meer verhält sich heute genau anders herum: Morgens ist Ebbe und die Sandbank ist sichtbar und nachmittags wird’s Flut. Merkwürdiger Weise ist es hier jeden Tag flockig bewölkt, so dass man keinen Schattenplatz braucht, es aber, wenn die Wolken vor der Sonne sind, windig und etwas kühl ist. Heute gibt es Rumpunsch und Paella am Strand zum Lunch. Vorher gibt es noch eine Coco-Nut zum Trinken und eine zum naschen.

Um 15 Uhr geht Yann noch mal mit dem HobyCat segeln. Da mir etwas kühl ist, fahre ich nicht mit. Wirklich schnell und spannend ist die Fahrt aber nicht. Der Skipper mag auch nicht wirklich sprechen. Nach 15 Minuten und fast wieder am Ufer reißt auch noch die Groß und die Fahrt endet. Der Skipper ist irgendwie sauer, warum ist unklar. Sehr sympathisch waren die hier nicht! Danach gibt es Mijito und eine ganz dünne Cohiba.

Die Zeit bis zum Essen ist heute sehr lang auch wenn wir sie und mit Mojitos, Chips und einem Dart-Spiel um eine Flasche 3-jährigen Rum vertreiben. Die Spielregeln sind auf jeden Fall unklar. Irgendwann ist man ausgeschieden und andere, die einen nicht überworfen hatten, können dennoch weiter spielen… Auf jeden Fall ist es jetzt 20:30 Uhr und wir gehen zum mexikanischen Restaurant. Dort bittet man uns allerdings noch um fünf Minuten, da noch nicht fertig eingedeckt ist. Das Essen ist zwar nett, hebt sich aber auch nicht sonderlich vom allgemeinen Buffet ab. Wir essen Salat, Mais-Tortilla-Suppe (Yann), Fajitas (Franziska) bzw. Fisch (Yann) und dann den üblichen Nachtisch. Den Espresso danach gibt es, wie immer an der Bar.

Der letzte Tag auf den Cayos

Flattr this!

Wir wachen heute um acht Uhr auf und unsere Laune trübt sich, regnet es doch heute zum ersten Mal 🙁 So’n Mist, wir wollten doch zum Strand… Nach dem Frühstück wird es immer noch nicht besser. So’n Murks… Also vertrödeln wir den Tag bis zum Mittag mit Siesta. Danach packen wir, da es ja am nächsten Tag nach Havana geht. Abends geht’s dann zum Essen und da die Minze zum Mittag wieder alle ist, gibt es Wein und Ron pur. Wir treffen noch einen Kanadier aus Quebec. Nur vier Stunden dauert der Flug nach Kuba zum Kite-surfen, allerdings ist er noch nie außerhalb von den Cayos gewesen. Auch schade für ihn, irgendwie…

Coffee Break

Flattr this!

Der Wecker klingelt heute bereits um 05:30 Uhr. Um kurz nach sechs checken wir aus und versuchen noch ein kleines Frühstück zu bekommen. Immerhin gibt es bereits Kaffee und Brötchen mit Marmelade / Honig. Nicht viel, aber immerhin etwas.

Um halb acht kommt dann auch der Bus nach Havana. Leider stehen wir nicht auf der Liste aber nach „don’t worry“ und einem Telefonat können wir einsteigen. Bei der Überquerung des Damms von den Cayos zum Festland erfahren wir, dass der Damm in nur 18 Monaten im 24*7 Bau errichtet wurde. Somit ist auch diese Frage geklärt 🙂 Im weiteren Verlauf gibt es weitere Informationen. Somit haben sich die 52 CUC inkl. Mittagessen richtig gelohnt.

Es geht in Richtng Santa Clara. Vorher gibt es noch einen Tourist-Stop bei einem Saft–Verkauf.

Che Guevara

Flattr this!

Um ca. 12 Uhr kommen wir in Santa Clara beim Che Denkmal an. Zuerst dürfen wir aus dem Bus aussteigen und Fotos machen. Danach bringen wir alle die Taschen und Kameras wieder zurück in den Bus. In das Mausoleum und das Museum darf man nichts mitnehmen. Die Polizeipräsens ist dafür unerwartet gering. Das Denkmal ist schon ziemlich groß und beeindruckend. Nach ca. 1/2 h anstehend für das Mausoleum (ohne signifikanten Raumgewinn) brechen wir die Warterei ab, da es nur bis 14 Uhr Lunch gibt. Das Mausoleum sehen sich die anderen dann auf dem Rückweg an. Pech für uns, aber immerhin haben wir das Monumento gesehen.  Auf dem Weg sehen wir noch dem Armoured Train, den Che mit seinen Truppen in Santa Clara als strategischen Sieg erbeutet hat.

Lunch Break – Villa la Granjita

Flattr this!

Weiter geht es zum Lunch, wo uns Schein und Chicken vom Grill und Salat inkl. der üblichen Beilagen erwarten. Alles lecker, warm und frisch und in sehr angenehmer Atmosphäre.

Um ca. 14:15 geht es weiter. Wir fragen den Guide von Cubanacan noch, ob er uns kurz nach dem Tunnel am Prado aus dem Bus lassen kann, da der Rest der Havana-City-Break-Tour ein Hotel in Miramar anfährt. Das geht natürlich 🙂

Auf der weiteren Fahrt unterhalten wir uns noch mit zwei Engländern aus der Nähe von Machester. Beide sind schon viel herumgekommen und wir tauschen uns über die Reiseerfahrungen aus. Als wir von unserem Cuba-Trip erzählen, sind sie ganz erstaunt, dass es so günstig und einfach zu machen ist.

Um halb sechs sind wir durch den Tunnel (Laut Guide das siebte kubanische Industriewunder, welches von Kubanern geplant und von Franzosen gebaut wurde und eindrucksvoller ist, als der Channel-Tunnel… aha! ;-)) und werden, wie gewünscht, abgesetzt. Wir bedanken und mit einem kleinen Tip und laufen zur Casa, die nicht weit weg ist.

In der Casa angekommen, erinnert sich die gute Frau auch daran, dass wir aus Trinidad (von Teresa aus) angerufen hatten, hat aber dennoch nichts frei. Na klasse! Wir sind aber in Kuba und so hat auch sie eine Freundin… 😉 die noch Platz hat und um die Ecke wohnt. Da diese uns sympathisch ist und ein paar Brocken englisch spricht, gehen wir mit. Die Casa ist wirklich nur um die Ecke und das Zimmer ist ganz hübsch, hat ein Fenster, das anscheinend aber niemand genutzt hat, da der Ventilator darin verklemmt ist und sich das Fenster ohne Griff nur mit dem Messer öffnen lässt… Wir sehen sogar Himmel und keinen Innenhof. Das Bad ist weiß gefliest und sauber, wenn auch nicht so hübsch, wie in den anderen Casas. Auf Nachfrage des Preises, sagt sie uns 30 CUC. Da diese Casa aber lange nicht so schön eingerichtet ist, handele ich den Preis auf 25 CUC herunter. Da wir ja auch noch frühstücken wollen, ist das o.k. Wir lassen und die Dachterrasse zeigen und „beziehen“ unser Zimmer.

Plötzlich verlässt der gesamte Pulk von 3-4 Personen die Casa und die Frau ebenfalls. Wir fragen nach unseren Pässen, die sie uns eigentlich „manjana“ geben wollte. Wir wollen die dann aber doch „hoy“ haben, da wir noch los wollen. Das klappt dann auch.

Mittlerweile ist es schon dunkel und wir laufen durch die dunklen Straßen zur Calle Obispo und wollen dort einen Mojito trinken. Hier gibt es ja zum Glück überall Minze :-). Wir landen (mal wieder) im Café Paris. Hier erstehen wir nach zwei Mojitos und einem Cubano-Sandwich (alles drauf außer Salat: queso, chorizzo, hamon y …) unsere erste CD der gerade spielenden Combo. Da wir zusammen mit einem anderen deutschen Pärchen zwei CDs kaufen, können wir den Preis von 10 CUC auf 8 CUC herunter handeln, was immer noch zu viel ist. Hoffentlich ist auch was auf der gebrannten CD… Wir geben dem neu angekommenen Pärchen noch ein paar Tips und werden auf einen weiteren Mojito eingeladen. Nach den drei Mojitos, die hier 4 CUC kosten, aber irgendwie auch nicht viel Rum enthalten, sind wir dennoch leicht angetrunken und laufen zurück zur Casa. Dort duschen wir leider mit kaltem Wasser 🙁 aber zum Glück haben wir ja den Preis vorher herunter gehandelt…

Museo del Ron

Flattr this!

Heute haben wir für acht Uhr desayuno bestellt. Luis „zaubert“ das heute für uns. Er hat sich gestern nett vorgestellt und auch nach unseren Namen gefragt. Es gibt Kaffee und mas Kaffee :-), Obst (aber nur eine halbe Banane für jeden), Pan (aufgebacken) y huevo a la tortilla und Bärchen-Honig. Diesmal sehen wir auch die Küche mit den gut in die Jahre gekommenen Pfannen mit abgebrochenen Griffen. Wir bekommen Juice aber diesmal aus der Mehrwegwasserflasche, wahrscheinlich aus Pulver, den wir aber nicht kosten. Luis „Freundin“ steht dann auch auf. Aber von Sarahi ist nichts mehr zu sehen.

Danach machen wir uns auf in Richtung kubanisches Einkaufszentrum. Das ist aber noch nicht geöffnet bzw. erst noch im Begriff zu öffnen. Daher ziehen wir weiter zum Museo del Ron. Leider wird der im Reiseführer angepriesene Salsa-Kurs schon sei sechs Jahren nicht mehr angeboten… (Wer recherchiert eigentlich die Fakten zu einer Neuauflage?) Schade. 🙁

Also begnügen wir uns mit dem Kauf von ein paar Souvenirs und der Verköstigung eines Rumgetränkts 🙂 Wir schlendern durch Havana Vieja und erstehen noch ein paar Zigarren. Unter der Sonne Havans geht es weiter zum Museo de Orchias (Gottheiten der Santaria). Dort gibt es leider eine englische (oder gar deutsche) Führung sonder nur englische Erklärungen unter den jeweiligen Gottheiten. Schade, so bekommt man nur eine Vorstellung der Gottheiten mit ihren komplizierten Beziehungen untereinander aber kein Gefühl für die Religion selber. Weiter geht es zur Plaza Vieja, wo wir einen Kaffee in der herrlichen Sonne genießen und die Leute beobachten. Yann probiert noch ein „Malta con Leche“ (Malzbier mit Kondensmilch). Fazit: Kann man trinken, ist aber der Zucker-Turbo. Die Bestellung ebenso wie die Rechnung dauern ewig lange 🙁

Als nächstes ziehen wir zur Catedrala, denn die haben wir uns bisher noch nicht angesehen. Der Besuch ist sogar kostenlos; die Kirche allerdings auch recht spartanisch. Wir schlendern noch ein wenig durch die Calle Obispo und angrenzende Straßen und erstehen noch ein paar Souvenirs: ein „Original Havana-Ron-Schlüsselbrett“ in Handarbeit aus einem Stück Schrankrückwand und den Aufklebern eines 7-jährigen Havana-Club hergestellt. Die besondere Dreidimensionalität des Brettes entsteht dabei durch das Unterlegen der Aufkleber durch Wellpappe. Ferner gibt es noch ein Mojito-Rezeptbrett und ein Havana-2012 Nummernschild in gelb (privado). So viel Shoppen macht durstig und wir erfrischen und erst mal mit einem Mojito auf dem Dach des Ambos Mundos. Nach dem zweiten Mojito und einer Siglo 1 ziehen wir weiter die Obispo hinauf und gehen noch einmal auf einen kleinen Markt. Dort erstehen wir ein wenig Naturschmuck, den wir aus unserer Wanderung zum Toppes de Collantes kennen sowie einen mini Humidor aus Zedernholz. Mal sehen, ob sich die Zigarren darin halten… 😉 Dann bringen wir unsere Einkäufe zurück zur Casa und machen uns frisch bevor es zum Dinner geht. Zu Mojito gibt es heute Pasta con verduras y olivio. Leider besteht das Gemüse überwiegend aus Erbsen und zwei Streifen Kohl. Also müssen wir noch einen Flan sowie einen Mojito nachlegen. Zum Abschluss rauchen wir noch eine Churchill (Romeo Y Juliette) auf der Dachterrasse des Ambos Mundos.

La Habana

Flattr this!

Heute frühstücken wir erst um neun, denn wir haben nichts konkretes vor. Dabei stellen wir fest, dass zwei weitere Zimmer belegt sind und wir uns fragen, wo eigentlich die Gastgeber schlafen. Beim Weg auf die lokale Dachterrasse (um Fotos zu machen) sehen wir auf halber Höhe ein Tür, die zu einem Zwischenboden führt. Dieser geht über alle Zimmer und endet bei unserem. Somit erklärt sich auch die Luke oben in unserem ZImmer.

Heute ist auch die Frau namens Sarahi da, die uns in die Casa gebracht hat, und fragt, ob wir noch ein Taxi für später brauchen, was wir bejahen. Wir bezahlen noch die Rechnung und lassen unser Gepäck im Zimmer stehen. Dann wollen wir auf einen Flohmarkt, finden aber nur den Obst- und Gemüsemarkt. Dazwischen werden wir wieder von zwei Pärchen angesprochen die uns „Happy Holliday“ wünschen, uns von ihren Freunden in Deutschland  erzählen und einen weiteren Ort für den Buena Vista Social Club vorstellen und uns das Haus gegenüber als echte kubanische Casa vorstellen… LOL

Danach laufen wir zu einem Abschieds-Mojito, die Abschiedszigarre und der Pasta Pomodore zum Ambos Mundos. Bei einem zweiten Mojito genießen wir die Musik der heutigen Band und filmen „Guantanamera“ und „Commandante Che“ mit. Nach einem Abschiedsblick auf das Meer, holen wir unsere Taschen und steigen in das bestellte Taxi. Dieses hat nicht mal ein Taxi Schild! Vor dem Flughafen erklärt uns der Fahrer, dass wir ihm das Geld für den Weg dafür geben sollen, wegen der Polizei! Fahren darf er uns natürlich nicht, wie wir auch schon vermutet haben. Da es grundsätzlich keinen Grund gibt, allen Kubanern zu mistrauen, machen wir das auch. – Das ist Kuba!