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15.09.2005

Ich bin anscheinend endgültig in Neuseeland angekommen, denn ich wache nicht mehr verfrüht auf, sondern erst nach acht Uhr… ;-) Heute war es mal wieder das Telefon, was mich wach geklingelt hat und bevor ich mich aus dem Schlafsack geschält hatte und dran war, wurde schon aufgelegt. Frechheit! Na gut, wohl ich schon mal wach bin, mache ich wie gewohnt das Frühstück und den Tee. Wir frühstücken und ich telefoniere noch mit Mom.

Heute regnet es und da man hier nie wirklich weiß, ob das ein Dauerzustand ist oder nur vorübergehend nehme ich Klamotten für jedes Wetter mit, was so viel bedeutet, wie T-Shirt, Fleece und Regenjacke. In der Uni angekommen schäle ich mich dann Schicht um Schicht wieder aus meinen Hüllen. Wie ich dabei feststelle, geht die Klimaanlage wieder im Lab. Toll! Um 10 Uhr (s.t.) ist dann Gruppenmeeting. Xiaotie hält heute seinen Abschlussvortrag zu seiner Studienarbeit. Hinterher gibt es einen Käsekuchen für die gesamte Gruppe. Lecker, mjamm! Nach der Sitzung mache ich mich wieder an die Arbeit zu meinem Expose, denn das will ich spätestens nächste Woche fertig haben.

Das Mittagessen gibt es heute wieder im Bongo (dem asiatischen Shop auf dem Campus) zum Mitnehmen. Gefuttert wird dann wieder draußen im Grünen. Das ist echt fein so im grünen. Dabei fällt mir auf, daß hier wohl nach jeder Wolke (obwohl es zwischendurch immer mal wieder regnet) der Himmel völlig blau aufreisst. Bei uns ist das glaube ich nicht immer so, oder? Jedenfalls bringt der Regen die Farben wunderbar zu Geltung und man hat fast das Gefühl, daß wohl jemand heimlich am Farbregler gedreht haben muß. Die Farben sind hier wirklich, wie in den Hochglanzfotobüchern.

Gegen 2 Uhr p.m. ist dann noch eine TIP-Besprechung, der ich beiwohne. Den Rest den Nachmittags verbringe ich wieder mit meiner Arbeit. Meine “requirement analysis” treibe ich heute recht gut voran und mache mich gegen Abend an die Definitionen, um die ich mich bisher immer ein wenig gedrückt habe. Na ja, das geht auch recht gut von der Hand. Somit bin ich bis auf den Zeitplan und den Abschnitt “backgound” relativ fertig (finde ich zumindest). Wir werden Montag sehen, was Annika dazu meint ;-)

Irgendwann nach sechs kommt dann Annika ganz aufgeregt zu mir und fragt, was denn nun mit dem Klettern sei und ob die anderen Beiden mich schon gefragt haben. Ich weiß von nichts, denn niemand hat mich dazu gefragt… seltsam?! Na ja, alles findet sich dann irgendwie noch. Wir düsen dann so gegen halb acht zu Annika, die noch für ihre Wochenendtour zum Mt. Taranaki packen muss. Kelttern wollen wir aber irgendwie doch noch gehen, obwohl es schon reichlich spät ist. Also holen wir noch Petra und Matt ab und sind dann um neun Uhr an der Kletterhalle, die immerhin noch 1/2 Stunde auf hat. Das reicht heute auch wieder für mich. Meine Arme lassen auch bald nach und ich bin auch wieder recht schnell erschöpft. Danach geht es nach Hause. Sven liest Doris vor und ich lausche ein wenig den beiden, während ich noch schnell was esse. Ich habe einen Bärenhunger. Danach fallen mir auch schon bald die Augen zu und ich beschliesse schlafen zu gehen.

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