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Vom 10. September bis zum 03. Oktober 2011 gab es wieder einmal eine Reise außerhalb Europas. Wir waren in den USA, genauer gesagt an der Westküste. Geplant war eine Route von San Francisco über Monterey nach Los Angeles dann nach Las Vegas, zum Grand Canyon, nach Page, zum Bryce Canyon und dann durch das Death Valley zum Yosemite NP und zurück zum Ausgangspunkt. Nachstehend sind die einzelnen Posts in chronologischer Reihenfolge hierzu. Viel Spaß beim nachlesen!

Die Anreise

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Heute geht es endlich los: 4:30 aufstehen, 7:25 in Tegel abfliegen, 13:00 weiter von Heathrow. Um 15:30 Uhr dann Landung in San Francisco. Nach dem obligatorischen Check bei den Customs geht es dann mit dem Zug ins Zentrum und ins Hostel.
Kurz frisch gemacht und es geht zu Niketown und zum Applestore. Da wir noch hungrig sind, zieht es uns nach Chinatown, was ja um die Ecke liegt. Nach einer kleinen Berg und Talwanderung (normalerweise fährt man das mit dem Cablecar) am nächstgelegenen Supermarkt vorbei geht es zurück ins Hostel und wir fallen gegen 0:00 Uhr nach ca. 28h erschöpft ins Bett.

Alcatraz und größtes Chinatown ever seen

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Trotz neun Stunden Zeitunterschied haben wir gut geschlafen und sind auch nicht so früh aufgewacht. Dennoch geht es früh los, denn um 09:30 Uhr wollen wir die Tour nach Alcatraz machen. Dazu fahren wir mit der F-Tram zum Pier 33 und dann mit dem Schiff rüber zur Insel. Der Knast ist schon echt beeindruckend und auch beklemmend zugleich. Die Audiotour ist auf jeden Fall klasse. Die Geräusche im Hintergrund vermitteln einem schon ein Gefühl, wie es hier wohl gewesen sein muss. Natürlich wird auch der legendäre und auch verfilmte Ausbruch beschrieben. Besonders eindrucksvoll ist auch der Ausbruchsversuch, der mit Geiselnahme der Wärter gipfelt und dann mit Hilfe des Militärs niedergeschlagen wurde. Noch heute sieht man die Granateinschläge im Boden des Zellentraktes. Ein kostenloses Feature gibt es dann auch noch (Zitat vom Ranger „wo gibt es das heute noch?“): Ein ehemaliger Insasse beschreibt, wie es auf dem Rock war und wie er heute lebt. Er saß wegen Bankraubs und mehrerer Ausbruchsversuche auf Alcatraz ein. „Ich war früher ein sehr gewaltbereiter junger Mann.“
Wieder auf dem Festland angekommen zieht es uns zu Pier 39 zu den Robben. Eigentlich wollen wir dort frischen Fisch essen, aber es gibt nur frittiertes. Dennoch ist es lecker 😉 Wir schlendern noch ein wenig weiter zur Fishermans Wharf. Von da aus wollen wir zur Lombard Street. Leider geht es mal wieder bergauf. Das Cablecar können wir nicht nutzen, denn es ist rappelvoll und wir müssten 30″ warten. Das wollen wir nicht, obwohl wir gerade einen Munipass gekauft haben. Ein Munipass kostet 21$ für drei Tage und eine einzelne Fahrt 6$! Die spinnen doch, die Amis 😉 Die Lombard Street ist schon ulkig anzusehen. Inmitten von schachbrettartig angelegten Straßen gibt es eine einzige Straße, die kurvig verläuft. Wer sich das wohl ausgedacht hat?
Über North Beach (little Italy, hier ist an jeder Laterne eine italienische Flagge aufgemalt) geht es nach Chinatown. Dort gibt es gerade das Mondfest und die Straßen sind gesäumt von diversen Ständen, die irgendwelches Zeug in irgendwelchen Kisten verticken… Und bunte Bilder sind auch noch drauf. Was das wohl alles ist? Das Chinatown ist das größte, buntestes uns schönste, welches wie je auf der ganzen Welt gesehen haben. (zumindest bis jetzt) Wir haben hübsche Sushiteller gekauft, was schon mal einen von uns total glücklich macht :-p
Auf dem Weg von Chinatown zum Supermarkt klappt es dann aber doch noch: Wir fahren Cablecar und zwar stehend an der Seite. Wie geil ist das denn!!!
Zurück im Hostel gibt es dann Abendessen. Eigentlich wollen wir noch mal los, aber wir sind doch schon recht müde von den ganzen Eindrücken des Tages, der vielen Luft und sicherlich auch noch von der Zeitverschiebung.

Golden Gate Bridge, Sausalito

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Nach einem echt amerikanischen Frühstück (Pancakes mit Sirup) und Cappuccino mit Soyamilch bzw. normal geht es heute zur Golden Gate Bridge. Das allerdings völlig unamerikanisch. Wir leihen uns nämlich Fahrräder aus. 🙂 Das macht Spaß und man kann einfach irgendwo anhalten und ein Foto machen oder aber nur kurz in der Gegend herumschauen… Der Verleih ist auf alle Fälle Klasse organisiert: Karten, Equipment, Briefing und übertrieben gut gelaunten Mitarbeitern. Da es schon mittags ist, können wir das ganz gut ertragen. Es geht die Promenade entlang bis hinauf zur Brücke. Natürlich sind wir nicht die einzigen aber das stört keinen wirklich. Nach 2,7 km sind wir dann einmal komplett über die Brücke gefahren. Laufen will man das nicht, denn es ist schon recht windig und zieht sich auch sonst sehr lange hin. Zum Glück sind wir ja mobil und mit den Windbreakerjacken unterwegs… Sonst wäre es auch recht kühl. Das beschreibt dann auch gleich das Wetter in SF: Sonnig und in der Sonne auch warm aber ansonsten (durch den vielen Wind) recht kühl trotz der 25 Grad. Am. Anderen Ende angekommen gibt es Blueberrybagels mit Creamcheese zum Mittag. Ausblick auf die Skyline von SF inklusive. Somit gestärkt geht es „downhill“ nach Sausalito wo wir uns einen Kaffee genehmigen und ein wenig die Seele baumeln lassen. Den Kaffee holen wir uns natürlich „to go“ und trinken ihn nicht im Café. Dabei verträumen wir fast die Fähre zurück. Nun ja, dann müssen wir warten… und versüßen uns das mit einem Cookie Dough Eis vom Italiener vor dem Pier. Später sehen wir das Eis noch beim Supermarkt von Haegen Dasz. Wie kann es sein, dass wir das noch gar nicht kennen? Die Fährtickets haben wir schon im Fahrradverleih bekommen. Mit refund on return. Was für ein Service!!! Wieder in SF angekommen radeln wir wieder zum Verleih und geben die Bikes ab. Der 47er Bus bringt uns dann wieder zurück zur California Street, wo wir mit dem Cable Car zum Supermarkt fahren. Dort stellen wir mal wieder fest: Alles gesunde ist deutlich teurer, als der Rest. Fleisch ist günstig aber Gemüse ziemlich teuer. Kein Wunder, dass hier einige mehr dick herumlaufen… Na ja, sind ja auch in good old Germany auf dem Weg dorthin. Zurück im Hostel gibt es dann Steak mit Salat und hinterher (wir hatten noch nicht genug bisher) ein Eis 😉
Den Abend lassen wir heute mal in einer Bar ausklingen.

shopping & typical sanfran chinese dim sum

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Als erstes wollen wir heute Speicherkarten für die Kameras kaufen. Leider stellt sich „Discount Camera“ nicht wirklich als bargain heraus, woraufhin wir diesen Einkauf auf später verschieben, denn ansonsten müssten wir raus aus downtown… Das geht ja mal gar nicht!
Wir machen uns auf zum TNF Store aber leider gibt es dort nicht das gesuchte Geolocation-Shirt. Also weiter in der Liste: Levi’s. Unglaublicher Store, cooler Service inkl. Beratung für die richtige Jeans und Größe, so dass wir hinterher beide zwei neue Jeans haben und das für „nice price“ 🙂
Weiter geht es zu Victoria’s Secrets um Bestellungen abzuarbeiten 😉 der nächste Stop ist Abercrombie & Fitch. Cooler Laden, der wie ein Club aufgemacht ist: gedimmtes Licht und coole Mucke! Franziska bemängelt zwar, dass keine Männer mit freien Oberkörpern, wie in NY 5th ave herumlaufen aber mir gefällt der Einkauf auch so. Bilanz: 5 Shirts. So kann’s weitergehen! Vorher versuchen wir noch ein paar Chuck’s zu erstehen und werden beide fündig. So viel Kaufrausch macht hungrig und wir machen es und an der Powell Street mit einem Kaffee (muss ich noch erwähnen, dass der wieder von Starbucks ist) und den selbstgebauten Blueberrybagels mit Cream Cheese, Avocado, Salat und Paprika bzw. mit Mozzarella, Salat, Paprika und Avocado auf dem Gehweg in der Sonne gemütlich. Scheint nicht wirklich irgendwen hier zu interessieren.
Bei Old Navi gibt es dann noch ein paar Shirts für mich und einen braunen Blümchen-Gürtel nebst neuer Mütze für Franziska. Nun machen wir uns aber noch einmal auf zu Calumet, denn Speicherkarten brauchen wir ja immer noch. Schließlich haben wir beide schon einige Fotos gemacht und wir haben ja gerade erst vier Tage hinter uns… Mir graust schon vor der Nachbearbeitung! 🙁 Dank unseres Munipass‘ nehmen wir kurzerhand den Bus, raus aus downtown. Der Weg ist gar nicht so weit, wie wir befürchtet haben wobei uns gerade auf dieser Strecke, wir fahren mit der 27, einige fragwürdige Gestalten begegnen. Gut versorgt, geht es wieder auf den Rückweg. Wir halten noch mal im Supermarkt und laden dann im Hostel unsere Schätze des Tages aus bevor es weiter geht: Wir wollen noch mal typisch chinesisch in San Francisco essen. Dim Suns gibt es. Entweder steamed oder fried. Auf jeden Fall gefüllt und zwar mit allem, was man sich so vorstellen kann. Wir bestellen eine kleinere Auswahl und probieren uns ein wenig durch. Als Hauptgang gibt es dann noch Black-Pepper-Beef mit Gemüse aus der Pfanne. So lässt es sich gutgehen! In einem amerikanischen Irish-Pub gibt es noch ein Ale bzw. Cider. Der Clou ist allerdings der Empfang: Wait to be seated, und das in einem Irish-Pub… Ohne Worte. Die Empfangsdame selektiert nach „eat or drink only“ und könnte Mitglied der Adamsfamily sein. Wie kann man in Kalifornien so blass sein?

1 infinite loop, cupertino, ca

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Heute geht es richtig los. Wir bekommen unser Auto. 🙂 Zunächst checken wir jedoch aus und laufen die paar Blocks zur Vermietung. Leider ist unser Auto um 11 Uhr noch nicht fertig, so dass wir noch mal einen Kaffee trinken gehen. Gegen 11:20 Uhr ist unser Auto dann aber fertig, die Papiere erledigt und die Schlüssel übergeben. Was für ein Auto! Also wenn das ein Mid-Size-SUV ist, will ich gar nicht wissen, was dann Large ist… automatische Heckklappe, iPod Anschluss (warum haben wir noch mal dem FM Transmitter mit?) aber der Hammer ist die Kamera für den Rückwärtsgang bei der das Bild im Rückspiegel eingeblendet wird.
Somit euphorisch gestimmt machen wir uns auf den Weg zur ersten wichtigen Etappe: Cupertino. Es ist fast ein wenig, wie im Kino und man kommt sich schon ein wenig wie ein Groopie vor… Da fährt man zur Firma, die den eigenen Rechner hergestellt hat… Wir sind wohl wirklich Nerds. Das beweisen auch die Souvenirs, die wir im Campus Store erstehen. Mit dabei ist natürlich auch das legendäre T-Shirt „I visited the Apple campus, but that’s all, I’m allowed to say!“ Wie wir bereits gestern festgestellt haben, mach Shopping hungrig und so gibt es Lunch einfach auf dem Apple Campus: Blueberrybagels mit Creme Cheese bzw. Mozzarella sowie Paprika, Avocado und Salat.

Santa Cruz

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Von Cupertino geht es nach kurzer wilder und besonders kurviger und steiler Fahrt über die Dörfer auf dem Hw 1 weiter nach Santa Cruz. Unterwegs stellen wir fest, dass wir wirklich in Kalifornien sind: es ist endlich super warm!
In Santa Cruz angekommen, sind wir ein wenig enttäuscht. Eigentlich hatten wir erwartet, dass dort am Stand die alte Achterbahn geöffnet ist… Was leider nicht der Fall ist. Alles ist zu und wir können uns keinen Reim darauf machen, warum… Mangels Öffnungszeiten sowieso nicht. Egal, fahren wir halt an den Strand. Dort gibt es ein wenig Bandung zu bestaunen, mehr aber auch nicht.

Café Fina, Monterey

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Weiter geht es nach Monterey unserem ersten Zwischenstop auf dem Weg nach L.A. Der Ort ist überschaubar und so finden wir recht einfach und schnell unser typisch amerikanisches Motel: Zwei Etagen mit kurzem Weg zum Auto. 😉
Wir haben noch Hunger und so machen wir uns nach kurzer Überlegung noch einmal auf zur Fischerman’s Wharf. Die ist natürlich nicht so groß, wie in SF aber sehr gemütlich und gefällt uns auch ein wenig besser… Hier könnte man es bestimmt auch ein paar Tage aushalten. Nachdem wir ein wenig herumgesucht haben, fällt unsere Wahl auf das Café Fina, einem kleinen Italiener mit eigener Pasta und frischem Fang. Für uns gibt es Muscheln bzw. Crab-Cakes und dann Clam Chowder im Brotlaib bzw. Schrimp-Bolognese auf hausgemachten Linguine. Dazu gibt es ein Monterey Wheat und ein Erdbeer-Daiquiri mit Sahne (ist wohl auch amerikanisch).
Satt und erschöpft aber glücklich geht’s zurück ins Motel.

17 miles drive

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Der Morgen beginnt, mit dem üblichen packen. Damit wir gleich nach dem Frühstück los können, packen wir unseren Kram gleich vorher ins Auto. Apropos Frühstück… Unser Motel hat continental breakfast mit dabei. Was das heisst, lernen wir dann auch erst noch kennen: Toast, Muffins, Marmelade, Pulverkaffee. Das ganze darf man sich am Empfang abholen und auf dem Zimmer essen. Na, das ist auch mal wieder eine Erfahrung 😉
Somit gut (?) gestärkt, geht es los, direkt zum 17 Miles drive. Bereits auf dem Weg dorthin sind wir völlig begeistert von der rauen und schönen Küstenregion. Nach 9,50$ dürfen wir dann auch das private Areal befahren. Dort gibt es wohl den schönsten Golfplatz, den man sich vorstellen kann: direkt an der Küste. Nach diversen Vistapoints sind dann auch die obligatorischen Fotos der Highlights gemacht (z.B. der lonely cyprus) und es geht weiter zur Küstenstraße, dem Hw 1.
Vorher kaufen wir noch ein wenig ein. Beim örtlichen Supermarkt gibt es sogar ein Starbucks. Was ein Traum! Nach gut einer Stunde sind alle Dinge eingekauft (man muss natürlich erst den ganzen Laden besichtigen um dann noch mal von vorne durchzugehen um den eigentlichen Einkauf zu tätigen) also noch schnell einen Kaffee erstanden und los, doch halt! Wieso zahlen wir für den Soykaffee auf einmal mehr, als da steht und wir sonst bezahlt haben? „Because we are different here.“ Na, wenn das mal keine Antwort ist…
Weiter geht es auf dem Hw 1. Der schlängelt sich ziemlich kurvig und bergig entlang der schroffen Küste. Da immer wieder Speedlimits sind und Franziska heute das erste Mal einen Automatikwagen (der auch noch riesig ist) fährt, dauert die Fahrt deutlich länger, als gedacht. Macht ja nichts, denn wir haben ja Urlaub und der Plan ist heute nicht so dicht gepackt… 😉

Pismo Lighthouse Suites

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Zwischen Monterey und L.A. soll wohl der schönste Teil des Hw 1 sein. Das können wir bis jetzt nur bestätigen. Auf dem Teilstück bis Pismo, den wir heute befahren, kann man dabei Seelöwenkolonien und den Julia Pfeifer Burns State Park bestaunen. Wenn man sich vorstellt, dass das hier mal ein privates Haus stand… Genial, so will man wohnen!
Gegen 19 Uhr kommen wir dann am Zielort an und beziehen unsere Suite. Weil es kein Kingsizebett mehr gibt, beziehen wir eine double Queensize Suite. Noch schnell ein Spaziergang zum Strand und das Abendlicht eingefangen. Dann gibt es Abendessen und wir fallen erschöpft in die Federn.

Los Angeles – Hollywood

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Heute gibt es Wieder continental breakfast. Allerdings ist es deutlich umfangreicher. Der Clou dabei ist jedoch immer, dass besonders viel Einweggeschirr genutzt werden muss. 🙁
Gut gestärkt geht es weiter in Richtung Süden. Unser erster Anlaufpunkt ist Santa Barbara, ein hübscher Ort, wenn auch das Wetter nicht so Klasse ist. Es ist bewölkt und grau. Das hatten wir so nicht bestellt! Immerhin ist es warm. Weiter geht es nach Malibu zu Baywatch 😉 aber leider ist das Wetter immer noch nicht besser… und es ist leer am Strand. Egal, wir machen dennoch unser Picknick am Strand. Es gibt wieder Bagels. Danach schauen wir noch an einem Wachturm vorbei aber der Kerl da oben sieht nicht mal halb so gut aus, wie wir früher auf Station aussahen… und in Zeitlupe kann der bestimmt nicht so gut laufen, wie wir! 🙂
Weiter geht es nach L.A. Wir halten als erstes am Santa Monica Pier. Auf dem Pier dürfen hier sogar Autos fahren und parken… Unglaublich, bloß keinen Meter zu weit fahren. Willkommen im Autoland! Auf dem Pier gibt es auch einen kleinen Jahrmarkt mit Achterbahn und Riesenrad. Witzig. Außerdem endet hier die Route 66. Danach wollen wir zum Venice Beach, finden aber keinen Parkplatz in brauchbarer Nähe. Weil es auch schon recht spät ist, beschließen wir weiterzufahren. Leider nützt uns das nicht so wirklich viel, denn es ist Freitag und alle Straßen sind sehr voll. Für die Strecke zum Hostel brauchen wir statt der angegebenen 23 Minuten eine Stunde. L.A. ist ganz schön groß und voll.
Wir checken im Hostel ein und parken das Auto in einem Parkhaus. Hier ist das Parken auf der Straße ansonsten recht kompliziert und irgendwie scheint die Gegend auch nicht so sonderlich vertrauenserweckend zu sein… obwohl wir in einer Straße wohnen, die vom Hollywood Blvd abgeht und das direkt in einer Touriecke liegt! Im Hostel ist heute „all you can eat BBQ“ was wir gleich mal ausprobieren. 😉 Somit gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Hollywood Boulevard mit seinen vielen Sternen, dem Walk of Fame. Irgendwie ist das aber alles nicht so wir wie es uns vorgestellt haben. Man sieht zwar eine Menge Sterne und Aus skurrile Leute aber es ist auch recht heruntergekommen und dreckig. Und das in einer Ecke, in der doch immer die Stars gefeiert werden. Oder legt man den roten Teppich immer aus, damit man den Dreck darunter nicht sieht? Nach gut zwei Stunden haben wir genug und machen uns auf den Weg zurück ins Hostel.

Las Vegas – Nevada

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Heute morgen machen wir uns als erstes auf, den Hollywood-Schriftzug zu sehen. Leider ist er bei unserem ersten Kaffee noch in Nebel eingehüllt. Nachdem wir ausgeheckt haben, sehen wir den Schriftzug jedoch noch und sind ein wenig mit L.A. versöhnt. (Am Morgen sieht der Hollywood Blvd genauso schlimm aus, wie nachts.)
Auf geht es in Richtung Las Vegas. Unterwegs halten wir noch in einer Shoppingmall und kaufen ein paar Lebensmittel in einem total hübschen, mexikanisch aufgemachten Supermarkt. Wenn man hier in der Nähe ein wenig mehr Zeit verbrächte, könnte man sich durch die diversen Saucen, Salate und das umfangreiche Seafoodangebot durchprobieren 😉 Wir schaffen es auch so, fast eine Stunde im Supermarkt zu vertrödeln.
Unsere Mittagspause machen wir heute unterwegs an einer Gasstation. Endlich ist es warm geworden. Die Temperaturen steigen Meile um Meile. Wieder einmal stellen wir auf der Straße fest, dass hier Autofahren etwas abenteuerlich ist. So ein Spurwechsel ist teilweise recht riskant, denn die Amis träumen vor sich hin oder aber ziehen einfach rüber. Wer hätte gedacht, dass das noch krasser, als in Deutschland sein kann… nebenbei bemerkt wird hier auch von rechts überholt. Da kommen wir in „good old germany“ bestimmt auch bald hin. Die Auffahrten verschmelzen hier auch einfach mit der rechten Spur und es wird einfach raufgefahren. Ist ja auch egal, wenn da schon einer ist.
Am Nachmittag kommen wir schon in Las Vegas an. Wir brauchen nur 4h Fahrtzeit. Der Reiseführer hatte 6h veranschlagt. Wir fahren vorm Luxor vor und geben einfach unser Auto ab. ( Valet parking) Unser Gepäck geben wir auch ab, um es uns später aufs Zimmer bringen zu lassen. Das ist wie im Film 🙂 Natürlich geben wir auch brav allen ihren „tip“. Unser Zimmer (Spa-Suite) ist riesig! Eigentlich schade, dass wir hier so wenig sein werden…
Wir machen uns kurz frisch und los geht es auf den Strip. Der ist schon recht lang und es gibt auch nicht immer Fußgängerüberwege. Dafür ständig Brücken, die den Weg verzögern. Da Wochenende ist, schieben sich Menschenmassen entlang der Hotels und Casinos. Das Gange natürlich immer mit Cocktail in der Hand, denn in Las Vegas darf man in der Öffentlichkeit offensichtlich Alkohol trinken! Wir laufen bis zum Venetian bis es dann auch dunkel wird. Im Venetian ist Raecke hübsch, obwohl die Gondoliere amerikanisch interpretierte italienische Lieder schmettern! Wir fügen uns ins Straßenbild ein und genehmigen und auch Cocktails. Man muss sich ja anpassen. 😉 Danach laufen wir zum Bellagio, um dort das Buffet-Dinner zu verköstigen.(40$ p.P. inkl. tax für das weekendgourmet dinner) Es gibt Sushi, Scampis, Lachs, Beef, Chicken, Pizza, Pasta, eine Alibisalatbar mit auffällig kleinen Schüsseln und zehn verschiedene Sorten Kartoffeln wovon vier matched sind. Dafür ist der Bereich für die Nachspeisen wieder riesig. Der Carotcake ist sogar brauchbar und mit Leilas zu Vergleichen. Gut gestärkt geht es zum zocken ins Casino, den war wäre Las Vegas, ohne den Versuch, den Jackpot zu knacken? Wir schauen erst ein wenig am Roulette und Blackjack Tisch zu, bevor wir selber einsteigen. Die Croupiers sind nett und geben in der Tat Tips. Ich spiele Blackjack und sitze neben einem Texaner, der wirklich cool ist. Immer, wenn die Bank verliert, machen wir „fistbump“ und haben sichtlich viel Spaß. Franziska versucht sich am Roulette. Wir gewinnen beide ein paar Mal, verspielen den Gewinn jedoch gleich wieder. Dafür gibt es für die Spieler kostenlose Getränke: Cocktails, Wein, Bier. Das nehmen wir natürlich gerne an 🙂 Wir bekommen gar nicht mit, wie die Zeit vergeht und so ist es schon längst nach zwölf, als wir wieder losgehen. Der Weg zurück dauert über eine 3/4 h. Es gibt hier zwar auch eine Bahn, die fährt aber nur zwischen drei Hotels… Sehr sinnvoll! Hätten wir mal vorher auf die kostenlos verteilte Karte mit den walking-time-distances geguckt… Gegen zwei Uhr liegen wir dann erschöpft in unserem Queensize Bett.

Valley of fire

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Nach viel zu wenig Schlaf stehen wir nicht so spät auf, denn wir wollen noch ins Valley of Fire. Netter Weise gibt es im Luxor Starbucks, wo wir unseren Frühstückskaffee herbekommen. Wir fahren also runter (die Aufzüge fahren hier schräg in der Pyramide) und lassen unser Auto kommen, in dem wir unser Valet einscannen. Keine zwei Minuten später steht unser Auto vor uns. Natürlich mit laufendem Motor und eingeschalteter Klimaanlage. So muss das sein!
Der Weg zum Valley ist in einer guten Stunde gemeistert. Wir werden mit einer wirklich schönen roten Steinlandschaft belohnt. Auf dem 1.2 mi LoopTrail zum Whitedome ist es richtig heiss. Unser Auto gibt hinterher 95 Grad Fahrenheit an. Auf dem Trail war es um ein Uhr mittags sicherlich wärmer… Wie es scheint, haben wir die Klimaanlagen schon lieb gewonnen…
Es geht wieder zurück aber nicht direkt, sondern über das Las Vegas Outletcenter. Da essen wir uns vertrödelt ein wenig die Zeit. Nach fünf Mal fragen, finden wie auch einen Supermarkt und bekommen unsere nächste Discountkarte. Hier müssen wir nicht mal die Adresse angeben. (If you are traveling, you don’t have to fill that out.) Zurück im Hotel kaufen wir noch ein paar Souvenirs, essen und machen uns mit dem Taxi und unseren Stativen auf zum Bellagio. Die Wassershows sind schon hübsch. Mit dem Taxi geht es dann auch wieder zurück zum Luxor. Das nennt man Zeitoptimierung! Endlich genießen wir auch ein wenig unsere Suite: Wir lassen Wasser in den Whirlpool und lassen den Abend mit einer Flasche Wein und dem Blick über Las Vegas aus dem Whirlpool ausklingen.

Hooverdam

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Wieder einmal viel zu müde, stehen wir auf. Nach dem Frühstück packen wir und machen uns auf den Weg in Richtung Osten. Wir kommen heute in den dritten Bundesstaat: Arizona. Kurz hinter der Grenze halten wir kurz und bestaunen den Hooverdam von der erst im letzten Jahr fertig gestellten neuen Brücke.

Route 66

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Gegen 13 Uhr kommen wir an einem noch erhaltenen Stück historischer Route 66 an, den wir als Alternative zur Interstate befahren. Der keine Store in Hackberry ist wirklich cool (siehe Bilder). Wir nutzen die Rastmöglichkeit zur Mittagspause und sehen dabei einer illustren Truppe Harley-Fahrer zu.

Yavapai Lodge – Grand Canyon (Arizona)

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Nach schier endlosen geraden Streckenabschnitten kommen wir gegen 18 Uhr? (haben wir nun Mountain Time oder Pacific) in Grand Canyon Nationalpark an. Unser erster Weg geht jedoch nicht zur Unterkunft, sondern zum Mather View Point. Wir sind überwältigt vom Anblick des Canyons. Ich habe ja schon einige Berge und Gebirgsformationen gesehen aber das sprengt wirklich alles!
Hier oben ist es allerdings um diese Uhrzeit ein wenig kälter, als unten in Vegas. Daher zieht es uns dann doch recht bald weiter. Wir checken ein, essen und planen den nächsten Tag.

Bright Angel Trail und Heliflug – Grand Canyon

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Der Morgen beginnt, wie immer, recht früh, denn heute wollen wir in dem Canyon wandern gehen. Wir haben uns dazu einen Teil des Bright Angel Trails ausgesucht. Es geht 300m Höhe (von 2088m auf 1746m) auf 2,4 km Weg in Serpentinen herunter und natürlich hinterher auch wieder hoch. Somit sind wir zwar noch lange nicht am Fluss angekommen, können jedoch einen Eindruck der Landschaft gewinnen. Franziska wandert das erste Mal in den Bergen und mault, wie erwartet, auf dem steilsten Stück beim Rückweg herum… 😉
Wieder oben angekommen, machen wir die übliche Mittagspause und gehen danach in der ältesten Lodge (El Tovar) einen fast echten Latte Macchiato trinken, das heißt mit Milch und nicht mit Sahne und Zucker! So genießen wir die Aussicht über den Canyon gemütlich von der Terasse der Lodge. Wir stellen fest, dass es eine total gute Idee war, direkt im Park zu übernachten.
Danach geht es zum lange ersehnten Helikopter Flug vom Grand Canyon AirPort aus. Wir entscheiden uns für den langen ca. einstündigen Fug mit dem Eurocopter von GrandCanyonHelicopterTours. Nach dem diskreten Wiegen (das Gewicht wird nicht angezeigt) und dem Securitybriefing via Fernseher bekommen wir die Sitze zugeteilt. Wir haben Frontseatupgrade reserviert und auch bekommen, was sich im Nachhinein als Weise Entscheidung herausstellt. Das bedeutet, dass wir beide vorne neben der Pilotin sitzen und die anderen vier hinter uns in der zweite Reihe. 🙂 Heather bringt uns dann sehr relaxt und mit Informationen zum Canyon und zum Flug passender Musik, die wir über die Headsets hören in die Luft. Wir fliegen zuerst über den South Rim und dann zum North Rim (die kleine atour hätte „nur“ den South Rim abgeflogen). Das Erlebnis über die Kante zum Canyon zu fliegen, kann man nur schwer beschreiben. Plötzlich geht es steilt herunter und alles ist felsig und bunt. Wow!!! Das ist der Hammer. Fazit: Einen Flug mit dem Helikopter sollte man auf gar keinen Fall verpassen!
Wieder am Boden zurück, fahren wir zu, Ground View Point um noch ein paar Bilder vom Sonnenuntergang und der Abenddämmerung zu machen. Das interessante dabei ist, dass nach dem verschwinden der Sonne auch die harten Schatten weg sind. Somit kommen dann auch wieder die Farben der Felsen heraus und alles erscheint wieder farbenfroh. Um 19 Uhr ist es quasi stockdunkel und gleich viel kälter.

Horseshoe Bend und Lake Powell

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Wieder einmal packen wir nach dem Frühstück unsere Sachen und müssen leider schon wieder den Grand Canyon verlassen. Hier ließe es sich auch länger aushalten. Bevor wir jedoch den Park verlassen, machen wir noch mal Halt am Ground View Point sowie am Desert View Point und werden beide Male mit einer grandiosen Aussicht auf den Canyon verabschiedet.
Heute führt uns der Weg zum Lake Powell. Eine Zwischenstation hierbei ist die Schleife des Colorado River, der Horseshoe Bend. Hier ist dann der Colorado River noch blau-grün und nicht braun, wie im Grand Canyon NP. Kurz vor unserem heutigen Ziel gibt es dann noch ein Highlight: Wir besuchen unseren ersten Walmart 😉
Im Lake Powell Ressort beziehen wir unser Zimmer mit „Deluxe Lake View“. Nach dem wir uns frisch gemacht haben, gehen wir heute mal essen. Es gibt Desert Sky Cocktail und auf Zedernholz geräucherten Wildlachs. Mjamm!

Lake Powell Ressort – Glen Canyon

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Wir lassen es uns bei einem Frühstücksbüffet heute mal richtig gut gehen. Allerdings ist das Buffet auch nur durch das Omelette besser, als das übliche Continental breakfast… Sind wir von Europa mit guten Frühstück so verwöhnt? Dafür ist der Kaffee richtig Klasse heute oder liegt es daran, dass wir schon den dritten Tag starbuckslos sind? Nicht einmal die süßen Teile sind heute lecker… Dafür haben wir hier einen 1A Ausblick von unserer Terrasse aus auf den See, direkt am Lake Powell.

Lower Antelope Canyon

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Unser Highlight für diese Region ist der Lower Antelope Canyon. Der Canyon liegt im Navajo-Gebiet und daher sind 6$ für den Stamm zu bezahlen, d.h. hier gilt die normale Nationalparkflat (danke Steffi) nicht. Der Eintritt für den Canyon beträgt noch einmal 20$. Das ist schon ein seltsames Verhältnis der Preise zueinander, oder? Wir stellen uns brav für die 10 Uhr Tour an und als wir an der Reihe sind werden wir wegen der mitgebrachten Stative als Photographer eingestuft, bekommen einen Photopass und dürfen uns damit ganz alleine im Canyon für zwei Stunden bewegen. Die normale guided Tour geht ca. 1h und muss dem Guide folgen. 🙂 Wir finden unzählige Motive und mit der richtigen Einstellung gelingen fast alle Fotos. Durch die Änderung des Sonnenstandes sieht manche Stelle ein paar Minuten später schon wieder ganz anders aus. Der einzige Haken an der Sache ist der, dass man ständig „stop, please wait a moment“ dirigieren muss, denn die folgenden Besuchergruppen sind schon wieder da. Da wir mit den Stativen und Kameras sowie dem dominanten auftreten professionell wirken, machen das auch alle brav. Sogar die Deutschen, da sie nicht wissen, woher wir sind und wir einen Teufel tun, uns zu erkennen zu geben 😉 Es ist sehr eng und teilweise sehr steil im Canyon, sodass das Hantieren mit Stativ und aufgesetzter Kamera immer ein Balanceakt ist. Als wir nach zwei Stunden aus dem Canyon emporsteigen, ist es brutal warm, denn im Canyon war es angenehm temperiert. Ein wenig staubig aber mit vielen schönen Bildern laufen wir zurück zum Auto.
Wieder zurück im Ressort, ziehen wir uns um und fahren an den Badestrand, denn der Staub muss ja irgendwie vom Körper herunter… und eine Erfrischung ist auch gerade recht. Das Wasser ist angenehm kühl aber angesichts der Hitze gerade richtig. Wir relaxen noch ein wenig am Strand bevor wir wieder zurück fahren.

Bryce Canyon National Park (Utah) – Sunset Point

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Obwohl es hier wohl noch einiges zu sehen geben würde, fahren wir heute weiter. Es geht wieder westwärts. Unser heutiges Ziel ist der Bryce Canyon NP, den wir recht zügig bis zum Mittag erreichen. Unterwegs bestaunen wir eine Straßenbaustelle, die die Asphaltdecke in einer Kolonne über mehrere Kilometer hinweg in einem Stück neu deckt. Warum muss das bei uns immer so lange dauern? Hier werden sogar Lampen aufgestellt, um auch noch in der Dunkelheit arbeiten zu können!
Im Bryce Canyon NP angekommen, machen wir erst einmal Mittagspause. Dann bestaunen wir am Sunset Point die Silent City und fahren noch einige Viewpoints ab, um einen Überblick zu erhalten. Auf dem Weg zurück halten wir noch an einem Feld um ein paar Präriehunde zu sehen, die es wohl nur hier in Südutah gibt. Irgendwie sehen die aber nicht wie Hunde aus, sondern eher wie Erdmännchen. Putzig sind sie dennoch. Kurz vor der Ausfahrt machen wir noch Halt im Visitorscenter und erstehen eine Karte für morgen.
Unser B&B erreichen wir dann vom Park aus in 20 Minuten wo wir unser Zimmer beziehen. Da wir hungrig sind, fragen wir nach einem Restaurant und fahren zu Clarck’s. Es gibt BBQ-Burger für Franziska und einen Double BCB (Bacon-Chicken-Burger) für mich :-). Letzter ist so massiv, dass ich gerne auf eine Nachspeise verzichte, obwohl sich das hier alles sehr lecker anhört. Danach geht’s ins B&B zurück.
In Utah ist ebenso wie in Arizona Mountain Time nur gibt es hier auch Daylightsaving, sodass wir die Uhren um eine Stunde vor stellen… auch wenn es nur für ein paar Tage ist.

B&B und Bryce Canyon

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Die erste Nacht im B&B war toll, auch wenn es gegen morgen recht kühl ist. Wir hatten am Abend die Balkontür aufgelassen, weil wir uns so sehr über frische Luft gefreut haben. (In der vorherigen Unterkunft ging das leider nicht.) Hier oben ist jedoch eine Art Hochwüste, d.h. tagsüber ist es sehr warm und dafür nachts verhältnismäßig kalt. So haben wir gegen morgen „nur noch“ 13 Grad… Brrr.
Um 8 Uhr gibt es heute Frühstück. Irene macht uns frische Waffeln mit warmem Zimtapfelkompott sowie Bacon und Eggs. Aber es gibt auch gesundes: Müsli und Obst. Der Kaffe kann zwar immer noch nicht an unsren zu Hause heranreichen, ist aber schon mal um Längen besser, als das übliche Gebräu hier in der Gegend. Wir plauschen ein wenig mit den anderen Gästen und machen uns gegen 10 Uhr auf den Weg in den Nationalpark. Unser Auto stellen wir am Sunset Point ab und laufen die Kombination „Queen Victoria Loop“ und „Navajo Trail“. Die Landschaft ist hierbei einfach nur traumhaft schön und die Farben verändern sich alle paar Meter. Wir bleiben immer wieder stehen und lassen uns vom Anblick verzaubern. Eine witzige Begegnung ergibt sich, als wir eine Mutter mit einem aufgeweckten Kind passieren: Die Mutter rutscht auf dem Schutt fast aus und das Kind kommentiert das Ganze nur mit „you slipped good, mom“. Am liebsten wäre er selber gerne die Schuttabgänge heruntergerutscht aber war mit geschätzten 4 Jahren doch etwas zu jung dafür… 🙂
Der 4.6km lange und als moderat eingestufte Treck an sich ist recht einfach: langsam bergab, gleichmäßig durchs „Tal“ und dann schnell und steil wieder herauf. So kommen wir gegen Mittag nach ca. 2h wieder am Ausgangspunkt an und verschnaufen ein wenig. Beim Ausblick auf den Canyon genießen wir unser Lunch. Als kleinen „Verdauungsspaziergang“ laufen wir zum Bryce Point. Na ja, Spaziergang ist unsere Erwartung, denn der andere Trail sollte auch viel schwerer sein. Wie sich jedoch herausstellt, ist der Trail zwischenzeitlich recht Steil und das Ziel doch gefühlt weiter, als angenommen (es sind ca. 3,6km). Der Ausblick unterwegs ist jedoch schöner, als er dann am Zielpunkt ist; abgesehen von dem Überblick über das gesamte Gebiet. Von hier oben sehen wir auch „Tropic“ den Ort unseres B&B. Ein wenig erschöpft geht es dann per kostenlosem Shuttle zurück zum Auto. Dann machen wir uns noch einmal auf einen Kaffee zum Sunrise Viewpoint wo wir leider mal wieder feststellen, dass nicht alle Servicemitarbeiter den Begriff „Service“ verinnerlicht haben, und werden doch recht rüde behandelt. Na ja, haben sie umsonst 😉
Es geht zurück zum B&B von wo aus wir uns zu 19 Uhr aufmachen zu Clarck’s. Heute Abend gibt es Salmon (Franziska) und Rib-Eye-Steak für mich 🙂 (wieder eine Nationalspeise abgehakt auf dieser Reise) Beim Bezahlen staunen wir nicht schlecht, als sich der Kellner gleich mal die üblichen 15% einstreicht, in dem er sie auf die Rechnung setzt. Das ist ja schon dreist! Auf Nachfrage was denn die Position „gratuity“ ist, erläutert er uns, dass das sein „tip“ ist, den er selber angesetzt hat. Wir staunen nicht schlecht und lassen uns eine neue Rechnung bringen. Er soll ja schon seinen tip bekommen aber doch so, wie wir meinen, dass er angemessen ist. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass viele Touristen nicht wissen, wieviel getippt wird. Auf jeden Fall war unsere Bedienung gestern Abend im gleichen Restaurant nicht so kess und hat dennoch ihren tip erhalten.
Wieder zurück in der Unterkunft, planen wir den nächsten Tag und fallen erschöpft ins Bett.

Zion Nationalpark

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Wieder fängt der Tag um 8 Uhr mit einem Klasse Frühstück an. Es gibt heute selbstgebackene Bananen-Muffins von der Nachbarin und eine Art Quiche. Wir ordern noch einmal Rührei und plauschen ein wenig mit den Gästen, bevor wir aufbrechen.
Heute geht es weiter westwärts zum Zion National Park. Der Weg ist kurz und so können wir bereits kurz nach dem Mittag eine erste Tour machen, die wir von der Nachbarin des B&B empfohlen bekommen haben und auch im Reiseführer gefunden haben. Wir fahren von Osten in den Park und zwischen den beiden Tunneln (kurz vor dem zweiten) gibt es einen kurzen Trail von ca. 1.2 mi retoure. Wir erhalten einen Überblick über das Tal, welches hier schon wieder ganz anders aussieht, als noch kurz hinter dem Eingang im Osten. Auf jeden Fall ist man die ganze Zeit umgeben von Bergen und fährt durchs Tal. In den anderen Parks war man eher oben und blickte vom Rim herunter. Des Weiteren ist es viel wärmer hier als noch im Bryce NP 🙂 Man sollte auf jeden Fall den Teil im Osten ausgiebig ansehen, bevor man weiter fährt, denn nach den Tunneln ist alles doch ein wenig anders. Der Trail ist auch ganz hübsch, denn er führt an Schluchten und über enge schmale Wege entlang von Brücken zum Zielort.

Majestic View Lodge

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Kurz nach 15 Uhr erreichen wir unsere Unterkunft, die Majestic View Lodge in Springdale. Das liegt westlich vom Park und ist ein kleiner Ort, der nur aus den Unterkünften und Touristenfirmen uns ein paar Restaurants besteht. Das coolste ist, dass wir von hier direkt mit dem kostenlosen Shuttlebus in den Park gelangen. Wir checken ein und ergehen uns an unserem riesigen Zimmer mit wunderbarem Balkon und direktem „majestic“ Ausblick auf das Bergpanorama.
Da unsere Vorräte ein wenig zur Neige gegangen sind, fahren wir noch einmal los zum 30 Minuten entfernten Walmart in Hurricane, denn heute ist Sonntag und der nächstgelegene Supermarkt hat leider zu (der im Ort ist zu klein bzw. hat kein Obst und Gemüse). So was gibt es auch in den USA. 🙂 Da wir in jeder Unterkunft eine Kaffeemaschine hatten/haben, kaufen wir ein paar Filter und guten Kaffee von Starbucks ;-).
Wieder zurück, genießen wir einen erstklassigen Kaffee mit Ausblick auf die Berge. Nach dem Abendbrot lassen wir den Abend auf dem Balkon mit einer Flasche kalifornischem Wein ausklingen. So lässt es sich leben!

Emerald Pools (lower, mid and upper)

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Der Morgen beginnt mit richtig gutem Kaffee! Es sind doch die einfachen Dinge, die das Leben angenehm machen. Nach dem Frühstück machen wir uns per Shuttlebus auf in den Park. Am Westeingang müssen wir jedoch aussteigen und zu Fuß hineingehen. Beim zeigen unseres geerbten „Anuall Pass“ werden wir mit einem “ good to see you“ begrüßt. 🙂
Mit dem internen Shuttle geht es weiter zum Grotto, von wo aus wir unsere Tour starten. Wir wollen uns alle Emerald Pools ansehen. Die Hikes sind als moderat eingestuft, werden von uns aber als leicht empfunden. Keine Ahnung, was hier leicht ist… eine Straße? Am den „Pools“ angekommen, sind wir enttäuscht. Die Pools sind Tümpel (fast leer) und eher braun als alles andere. Dafür ist der Weg hierher mal wieder sehr schön. Man ist mittendrin in der Natur! Wir erlaufen über mehrere Trails zunächst den upper, middle und schließlich lower Pool. Bei letzterem gibt es sogar einen kleinen Regenbogen am mini Wasserfall. Unser Trail endet an der Zion-Lodge, wo wir auf dem Rasen vor der Lodge unsere Mittagspause machen. Für den Nachmittag haben wir uns den Riersidewalk ausgesucht, der „leicht“ sein soll. Somit haben wir auch die Antwort, auf die Frage, was leicht ist: ein befestigter Betonweg. Der Engangspunkt zum Walk ist jedoch am Ende der Shuttlebuslinie, die wir dafür gerne noch einmal bemühen. Entgegen dem Trail vor dem Tunnel (siehe gestern) gibt es hier jedoch keine Chipmunks sondern Squirrels, die alle so aussehen, als würden sie gut überfüttert worden und das, obwohl eine Strafe von 100$ droht… Entlang des Walks entdecken wir in einem Swamp eine echte lebende Schlange 😉 sowie rote und blaue Libellen. Am Ende des Trails geht ein weiterer los. „The narrows“ geht in einer Klamm durch den Virgin River hinauf. Leider haben wir kein passendes Schuhwerk dabei, aber beim nächsten Mal laufen und schwimmen wir gerne den Fluss hinauf! Das muss ein Spaß sein!
Franziska möchte, dass ich noch den Trail mit dem Namen Angels Landing erwähne, den wir aber nicht gelaufen sind… aber der Name ist so toll. (Es gibt mal wieder ein Glas Wein zum Abend)
Der Rückweg mit den Shuttlebussen ist unbeschwert, dauert aber eine gute Stunde in der wir fast wegdösen…
Nach einer erfrischenden Dusche und Kaffee 🙂 sieht die Welt schon wieder besser aus.

Death Valley (Kalifornien)

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Wir stehen heute richtig früh auf, d.h. um 6 Uhr klingelt der Wecker, denn wir haben heute eine lange Strecke vor uns. Bis ins Tal des Todes sind es ca. 5h. Da wir uns aber inzwischen ganz gut kennen, wissen wir, dass mit Einkauf, Toilette, Mittagspause etc. noch einiges mehr an Zeit benötigt wird. Somit stehen wir mit der Sonne auf und fahren in der Dämmerung bereits los. Gegen Mittag erreichen wir Las Vegas wo wir prompt bei einem Starbucks (hallo! lange ist es her! ;-)) unsere Mittagspause machen. Endlich sind wir in Nevada, wo es auch wieder eine Bank of Amerika gibt, denn ein wenig bares bräuchten wir schon mal wieder… Nach kurzem Suchen, finden wir auch einen ATM in Nord-Las-Vegas (um die Ecke von Starbucks, wo sonst). Es gibt sogar einen Drive-Through Automaten 🙂 Allerdings gibt es für uns kein Bargeld, denn das Auslandsbargeldlimt hat gnadenlos zugeschlagen. So’n Mist! Daher schreiben wir gleich mal von Starbucks (scheint hier eine Werbeartikel zu werden) eine E-Mail an die Bankfrau. Hoffentlich wird das noch was während wir in Amerika sind…
Weiter geht es Richtung Death Valley, was wir gegen 15 Uhr erreichen. Als ersten halten wir am Zebraski-Point (oder heißt der doch Teraski-Point ;-)) und genießen einen ersten Eindruck bei lauschigen 96 Grad Fahrenheit (Faustformel: (96 – 30) / 2 = 33 Grad Celsius; präzise sind es (96 – 32)*5/9 ) inkl. warmem Wind. Gegenüber vom Zebraski Point blicken wir auf ein Kakaopulver bestreute Berge. Man kann sich das so vorstellen, wie Kakaopulver auf Tiramisu. Diese Assoziation hat uns hinterher auch der Reiseführer bestätigt! Weiter geht es zum Visitorscenter um eine Map und einen Guide in Form einer Zeitung zu bekommen. Diese Teile sind in jedem Park total klasse! Wir erfahren, dass der Dantes View auch über eine paved Road zu erreichen ist und entscheiden uns kurzerhand noch einmal zurück zu fahren. Auf dem Weg bestaunen wir gaaaanz viele Desert Hollies, die in der Sonne glitzern. Von Dantes View aus können wir das ganze „echte“ Death Valley überblicken. Hier oben hat es sich schon merklich abgekühlt und wir haben „nur noch“ 86 F auf 3000 Fuss Höhe. Brrr. 😉 Dann geht es ganz tief herunter zum Badwater Basin auf ca. 280 Fuss unter dem Meeresspiegel. Hier ist es auch gleich viel kuscheliger bei 106 F. Man hat das Gefühl, dass jemand den Fön in der Sauna angemacht hat. Man beachte, wir haben es mittlerweile 17:30 Uhr und es hat sich schon ein wenig abgekühlt. Die Luft ist allerdings nicht unangenehm. Das fühlt sich nur seltsam an. Beim Spaziergang auf dem salzigen Boden knirscht es herrlich. Beim Rückweg ist alles umgeben von Schokopulverbergen, die aussehen, wie Zehen von Elefanten. Wir durchfahren noch den Artistdrive, welcher sich zwischen den Bergen hindurchschlängelt, die wir vom Zebraski Point gesehen haben. Total schön, fast im Sonnenuntergang. Die Straße auf dem Drive ist One-Way und das mit gutem Grund, denn sie schlängelt sich mit diversen Dips, so dass man sich wie in einer Achterbahn fühlt, wenn man denn, so wie wir, entsprechend schnell fährt! Jippie!
Um 19:10 erreichen wir Stovepipe Wells Village, nach einer relaxten Fahrt durch den Sonnenuntergang. Es ist bereits dunkel als wir einchecken. Zu unserem Abendbrot, den healthy selfmade tunasalad, gelüstet es uns nach einem Bier bzw. Whitezinfadel. Also noch einmal zu General Store gegenüber rein wo wir für Schlappe 6$ zwei Doosen Budweiser (wie lange haben wir zu Hause schon keine Doosen Bier mehr getrunken?) und eine kleine Flasche Wein und Cheddarsourcremerifflecips erstehen! Natürlich dürfen wir den bösen Alkohol nicht offen tragen und so erhalten wir endlich eine Papptüte… Da es im Zimmer warm und laut ist, wir aber vor den Zimmern kleine Mauern haben, wird draußen gegessen und illegal getrunken… Aber psst!
Wir gehen bereits um 21 Uhr schlafen und können uns beide nicht daran erinnern, wann wir das jemals gemacht haben… zumindest seit der der Kindheit.

Yosemite Bug

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Der Morgen beginnt wieder um 6 Uhr. Erstaunlicherweise ist es über Nacht doch ein wenig abgekühlt und die Luft draußen angenehm erfrischend. Wir frühstücken und machen uns auf den kurzen Weg zurück um die Sanddünen anzusehen. Nach den obligatorischen Beweisfotos 😉 geht’s zurück zum Village und wir checken aus. Vorher checken wir noch unsere E-Mails und siehe da JUCHU wir können wieder Geld abheben, denn die Bankfrau hat nicht nur geantwortet, sondern gleich die Limits und Sicherheitsbla entsprechend angepasst. Sogar einen schönen Urlaub hat sie gewünscht. So was kann es in Deutschland auch geben! Vielen Dank für den prompten Service!
Die heutige Tour ist die längste und führt uns über den Tiogapass in den Yosemite Nationalpark. Unterwegs rasten wir ausgiebig und halten noch einmal in Bishop zum Einkauf und zur Mittagspause an. Als wir dann gegen 14:30 Uhr dann am Nationalparkschild ankommen und den Wald bestaunen dürfen, sind wir schwer beeindruckt. Auch dieser Park ist wieder einmal völlig anders, als die bisher gesehenen. Auf alle Fälle ist dieser Park der größte. So scheint es jedenfalls, denn der Weg vom Pass bis zum Village mit dem Visitorscenter scheint nicht enden zu wollen… Auf dem Weg dorthin sehen wir zumindest schon einmal den Halfdome, den Ursprung, des im The North Face enthaltenen Logos. Zum Halfdome gibt es auch eine Indianersage, die eine eigene Erklärung hat: Ein Paar hat sich immer gestritten und beschimpft. Das hat den Geisern gar nicht gefallen und so haben sie die beiden in Steine verwandelt, den North- und den Halfdome, die sich nun beide bis in Ewigkeit ansehen aber nicht näher kommen können…
Endlich am Ziel angekommen, lassen wir uns ein paar Tips geben und erstehen im anliegenden Generalstore ein paar Souvenirs. Auf dem Weg zur Unterkunft, halten wir noch einmal um die Stimmung des Sonnenunterganges am Capitan einzufangen.
Danach geht es weiter und wir fahren und fahren und fahren. Wie es scheint, endet der Weg aus dem Tal nicht. Entweder der Merced River ist links oder rechts oder wieder auf der anderen Seite… Nach gut einer Stunde, es ist schon dunkel, erreichen wir endlich unsere Unterkunft „Yosemite Bug“ in Midpines; dieses Mal leider wieder ausserhalb des Parks. Man sollte im Yosemite auf alle Fälle im Park wohnen oder kurz davor. Wir checken ein und essen erst einmal was.

Sentinel Dome – Yosemite Nationalpark

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Heute geht es nach dem Frühstück wieder in den Nationalpark. Wir wollen den einen Track laufen, den wir gestern vom Ranger empfohlen bekommen haben. Vorher fahren wir noch einmal ins Village und schauen beim Sportshop vorbei. Wir werden dort aber leider enttäuscht, denn es gibt keine TNF Specials und die Marke wird auch nicht wegen des Bezugs dea Logos zum Nationalpark gefeatured… Schade, denn ich hatte auf ein neues T-Shirt evtl. mit Koordinaten spekuliert…
Wir fahren mit dem Auto in Richtung Glacier Point und stellen das Auto direkt am Tailhead ab. In gut einer Stunde haben wir den Gipfel des Sentinel Dome erreicht und genießen eine traumhafte Aussicht über das ganze Tal und die einzelnen Peaks. Der Abstieg verläuft ebenfalls reibungslos und leider auch ohne Bärenkontakt. Hier sollen doch welche sein, nur wo?
Beim anschließenden Lunch am Auto bekommen wir eine Deerfamilie zu sehen, die sich weder von den vorbeirauschenden Autos, noch von den lärmenden Menschen auf dem Parkplatz stören lässt sondern einfach ihren geplanten Weg an uns vorbei geht. Cool!

Mariposa Grove – Sequoia Trees im Yosemite Nationalpark

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Nach dem Mittag machen wir uns auf zum Südende des Nationalparks, wo wir am Mariposa Grove die Giant Sequoias bestaunen wollen. Die Fahrt dorthin zieht sich eine gute Stunde hin und man bekommt immer wieder vor Augen geführt, wie riesig dieser Park ist.
Bei den Mamutbäumen angekommen, sind wir schwer beeindruckt, auch von den Tannenzapfen, die wirklich riesig sind. Na ja, halt passend zur Baumgröße… Auch wenn es hier nicht den ältesten gibt, so ist doch der „nur“ 1700 Jahre geschätzte Grizzlygiant sehr beeindruckend. Auch die Fortpflanzung der Sequoias ist interessant. So brauchen diese Bäume quasi die Waldbrände, um neue Bäume auszusähen. Durch das Feuer werden die anderen Arten getötet und liefern Nährstoffe, für die eigene Saat. Die Sequoias selber sind durch ihre spezielle geschichtete Birkenstruktur dagegen geschützt und überleben die Brände. Als die ersten Siedler hierherkamen, war es ihre Aufgabe, die natürlichen Brände zu unterbinden wobei sie leider auch dafür gesorgt haben, dass diese Bäume durch andere Arten verdrängt wurden. Mittlerweile hat man aber verstanden, dass Feuer notwendig sind und legt künstlich Brände, um diesen Teil „natürlich“ aber kontrolliert und sicher für die Menschen zu machen. Das merkt man auch im Park, denn hin und wieder sieht man entweder frisch abgebrannte Stellen oder aber aktive Brände, so wie gestern, als wir über den Pass gekommen sind.

Dinner mit besonderen Gästen

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An Squirrels und Chipmunks sind wir ja schon gewöhnt aber heute Abend, beim Abendbrot draußen, haben wir einen besonderen Gast: plötzlich sitzt eine Gottesanbeterin mit beim Essen. Was eine coole Sache! Als wir uns weiterhin mit den anderen Gästen unterhalten, lässt sie sich nicht stören sondern beobachtet die ganze Situation von der warmen Lampe aus, die über dem Tisch ist. 🙂

Sacramento – Capitol Park

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Heute verlassen wir die „Wildniss“ und kehren zurück in die Zivilisation 😉 Wir fangen klein an und starten mit Sacramento, der Hauptstadt von Kalifornien. Der Weg ist mal wieder unproblematisch. Je näher wir jedoch unserem Ziel kommen, um so voller und größer werden die Straßen. Gegen Mttag kommen wir im Sacramento Hyatt an und checken ein. Auf das Vallet Parking verzichten wir dieses Mal, denn ddas ist diesmal nicht enthalten. Außerdem kostet auch wieder der Parkplatz Geld. Gleiches gilt auch für den Internetzugriff… Seltsam, in der kleinsten Provinzbude gibt es beides for free und auch ungesichert, d.h. public. Wir machen Mittagspause in Arnolds Park, sprich im Park des Capitols. Dabei lauschen wir Dudelsackmusik der übenden Musikanten für den morgen stattfindenden Feuerwehrleutegedenktag. Dann laufen wir in Richtung Fußgängerzone und Old-Sacramento / Waterfront. Es ist Freitagnachmittag und weder im unterwegs befindlichen Enkaufscenter noch auch den Straßen sind leer… Das ist schon merkwürdig! Insbesondere beim Gedanken daran, dass das die Hauptstadt ist.

Sacramento – Joe’s Crab Shack

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In der Altstadt angekommen, fühlt man sich schon ein wenig, wie im Wilden Westen, denn die Häuser sind aus Holz und die Gehwege auch. Schade, dass wir keine Stiefel mit Sporen tragen. Das würde sich sicherlich cool anhören.
Das die Sonne so schön scheint, lockt es uns in eines der Lokale an der Waterfront. Wir entscheiden uns für „Joe’s Crab Shack“. Wir wollen eigentlich Nut was trinken, also ordern wir Cocktails in Marmeladengläsern. Dann überkommt uns aber doch ein wenig Appetit und wir bestellen zum zweiten Cocktail ein paar Shrimps. Wir verquatschen noch einen dritten Cocktail und die nächste Stunde. Der Laden wird mittlerweile supervoll. Dabei werden von den Kellnern lustige Krabbentänze aufgeführt und jeder, der Geburtstag hat, muss sich ebenfalls zum Hampelmann machen. Da es mittlerweile schon fast Abend ist, entscheiden wir uns hier zu Abend zu essen. Es gibt Crab-Tomato-Garlic-Pasta für Franziska und einen Beef-and-Reef-Burger für mich. Dass man das Ganze natürlich nicht trocken herunter bekommt, versteht sich von selbst. Schließlich muss Fisch ja schwimmen und die Cocktails sind hier eh nicht so stark… 😉
Als wir zahlen wollen, fällt uns ein, dass es am Eingang einen Souvenirshop wie bei Babba-Gumb gibt. Daher fragen wir die Kellnerin, ob wir die Cocktailmarmeladengläser dort auch erstehen können. Daraufhin erklärt sie uns, dass bereits unsere Gläser Souvenirs sind, die wir alle gerne mitnehmen können. Dem kommen wir zumindest für zwei nach 😉
Auf dem Heimweg gibt es dann noch einen echten doppelten Espresso. Natürlich von Starbucks!

Back in San Fran

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Heute stehen wir früh auf, denn wir müssen unser Auto bis 11 Uhr in San Francisco abgeben. Vorher gehen frühstücken, denn schließlich ist ja das Frühstück dank tripple-A Discount inklusive. Doch halt, das ist angeblich falsch. So fängt bereits vor dem ersten Kaffee der Spaß an. Da wir aber im serviceoriengierten Hyatt abgestiegen sind, wird uns zugestanden, dass die entsprechende Formulierung im Angebot missverständlich aufgefasst werden kann und wir bekommen das Frühstücksbuffet for free. So kann es auch gehen!
Gut gestärkt machen wir uns auf dem Weg zu unserer letzten Station in diesem Urlaub. Da wir bereits bei Anmietung des Autos Benzin plus Servicetax bezahlt haben, können wir das Auto leer abgeben, d.h. wir müssen nicht tanken und versuchen das auch… Unterwegs geht und dann aber doch die Muffe und wir tanken eine Gallon. Als dann aber kurz vor dem Ziel (auf der Brücke nach SF) wieder die Warnung angeht, tanken wir noch eine Gallon. So kommen wir auch gut am Hostel an, wo wir zunächst unser Gepäck abgeben (wir sind zu früh zum einchecken) bevor wir das Auto, zum Glück um die Ecke, returnen können. Dank Oracle Open World sind einige Straßen gesperrt und wir müssen noch einen Extraturn machen, schaffen es aber in der Tat noch, das Auto on-time abzugeben. Wir sind am Ziel d.h. Ausgangspunkt angekommen.
Nach all der Fahrerei, gelüstet uns nach…? Genau, einem Kaffee von Starbucks! 🙂 Somit motiviert, machen wir uns auf in die finale Shoppingrunde: Applestore, Foto- und Bücherladen. Wir erstehen u. A. ein klasse kleines Cookiebook.
Nach ein paar restlichen Einkäufen, geht es zum Alamo Square und wir fangen die letzten noch fehlenden Fotos in SF ein. Dazu gehört auch Japantown. Am Alamosquare ist der historische Teil mit den bunten viktorianischen Häusern, die man auf jedem Reiseführer sieht. So viel staubige Stadtuft macht durstig und wir fallen auf dem Rückweg in eine Bar ein.
Auf dem anschließenden Weg zurück, laufen wir Slalom zwischen homeless folks, Gangztas und Kiffern. So intensiv haben wir das vorher noch nicht mitbekommen… Zufall kann das nicht gewesen sein. Merkwürdig…
Wir lassen uns jedoch nicht beirren, laufen weiter und finden schließlich den Thai around the corner, der uns empfohlen wurde (osha, 696 gerry st, sf). Doch die Empfehlung war eine Untertreibung. Wir haben beide selten so gut thailändisch gegessen! Insbesondere der Nachtisch (fried banana with green tea ice cream) hat uns beide positiv überrascht. Die green tea ice cream war richtig lecker.
Zurück km Hostel sortieren wir noch einmal unsere belongings…

Golden Gate State Park

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Unser letzter Tag in den USA für diese Reise bricht an. Wir stehen daher nicht, wie mittlerweile üblich, früh auf, sondern lassen den Tag langsam angehen. Im Hostel gibt es mal wieder Pancakes for free. Einen Kaffe gibt es wieder vom Café gegenüber. Das macht aber sonntags erst um 8:30 Uhr auf, so dass wir den Zeitpunkt des Frühstücks auf den Kaffee abstimmen 😉
Nachdem wir das Gepäck eingelagert haben, laufen wir noch ein wenig nach Chinatown um noch die finalen Souvenirs zu erstehen. Danach geht es mit dem 5er Bus zum Golden Gate State Park. Wir wundern uns zwar, dass es am Sonntag in dieser Richtung so voll im Bus ist, denken aber nicht weiter darüber nach. Als wir aussteigen, klärt sich das jedoch schnell auf: Im Park gibt es heute concerts for free und das auf mehreren Bühnen. Die Wiesen vor den Bühnen sind mit Menschen gefüllt, die alle Kühlboxen und Stühle dabei haben. Das erinnert fast ein wenig an die guten alten Zeiten in der Waldbühne… Wir lauschen ein wenig der Musik und probieren uns ein wenig durch die Essensstände. Es gibt Beef- und Chicken-Teriyaki-Sandwich sowie garlic-fries. Letztere sind massiv garlicci! 🙂 Was uns besonders auffällt, ist, dass es gar kein Bier zu kaufen gibt, jedenfalls legal und nicht von den fliegenden Händlern. Dafür gibt es überall Dope zu kaufen und Pot-Brownies… Ja, ja, good old San Fran… so muss es wohl auch damals gewesen sein. Einige der Zuschauer erinnern auch mit ihren Outfits ein wenig an die Flowerpowerzeit.
Gegen 14 Uhr machen wir uns auf dem Rückweg, packen im Hostel noch einmal ein wenig um und werden dann um 16 Uhr vom Shuttle abgeholt, welches uns zum Flughafen bringt. Herbei fällt mir beim Fahrer auf, dass seine Brille getaped ist, weil wohl die Scharniere kaputt sind. Dank guten Gesundheitssystems in dem Staaten ist so etwas natürlich nicht inklusive… Die Windschutzscheibe des Autos hat auch genug Risse, für mehrere Fahrzeuge aber vielleicht sehen wir das auch zu kleinlich mit unserer deutschen Einstellung. Unterwegs unterhält „Billy Boy“ (wahrscheinlich ein Texaner) den Fahrer, der schon mit dem führen des Autos überfordert scheint, wundert er sich doch, dass ihn niemand einfädeln lassen will. Vielleicht hätte er einfach mal den Blinker betätigen sollen… 😉 Irgendwann geht es dann weiter und wir kommen wohlbehalten am Flughafen an. Der Schalter ist schnell gefunden und wir stellen uns brav an. Endlich an der Reihe glauben wir es kaum: Wir können nicht zusammen sitzen, weil unsere Sitze nicht bestätigt wurden sondern nur vorbehaltlich reserviert wurden. Wir hätten noch einmal online einchecken müssen um die Sitze zu finalisieren. Klasse! Wir werden zwar auf eine Warteliste gesetzt aber die ist bereits lang. Was ein Mist! Wir beschließen: Nie wieder Virgin Atlantic! Am Gate fragen wir noch einmal nach, werden aber nonchalant abgewiesen: the flight ist fully booked. Einen Kaffe später werde ich ausgerufen. Anscheinend konnte man uns doch noch zusammen setzen. Immerhin etwas. Wir fliegen wie geplant um 19:05 Uhr ab. Europa, wir kommen zurück!