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Vom 17.06. bis zum 30.06.2013 sind wir wieder einmal unterwegs gewesen. Dieses Mal erkundeten wir den ältesten Nationalpark der USA: Yellowstone und haben damit phantastische Naturschauspiele geniessen können.

Es geht los…

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JUCHU, endlich geht es wieder los! Nach einer gefühlten Ewigkeit beginnt unsere Reisesaison heute um 3:30 mit dem Klang des Weckers, einem kurzen Frühstück und er Fahrt zum Flughafen. Da wir die KLM/AirFrance Prozedur mit dem einzelnen Ticket und dem Drop-Off des Gepäcks schon kennen, gehen wir dieses Mal auch direkt zum Terminal und danach zum Schalter. Das Boarding und auch der Start verzögern sich. Der Grund dafür ist ein Gewitter über Paris weshalb wir dann auch noch mal über Paris kreisen müssen, denn es ist immer noch nicht vorbei. Das merkt man auch ein wenig, denn die Maschine schaukelt ganz schön. Für einige anscheinend zu viel…
Eigentlich hatten wir ja fast zwei Stunden zum Umsteigen aber die sind nun schon fast aufgezehrt. So n Stress! Endlich sind wir aber da und hetzen zu den Customs. Die haben natürlich nur zwei Schalter auf. Dementsprechend lange dauert der ganze Spaß, denn wir sind auch nicht alleine. Weiter geht’s zum Bus, der zum Glück nach 5 Minuten kommt. Beim Blick auf das Panel an der Haltestelle erhaschen wir ein „Last call“… ob das gut geht? Aber ja. Völlig verschwitzt und abgehetzt kommen wir am Gate an und werden noch mitgenommen. Puh ging ja noch mal gut. Dann müssen wir allerdings noch mal eine gute Stunde im Flieger auf den Abflug warten, denn das Gewitter ist immer noch nicht weg…
Der Flug selber ist ganz o.k. und das Essen ist auch in Ordnung. Auf jeden Fall machen sich die neuen Kopfhörer sehr gut, denn man hört fast nichts vom Rauschen. In Salt Lake City kommen wir natürlich auch verspätet an, was dann wiederum andere Passagiere rennen lässt. Da die bei den Customs hier auch bevorzugt werden (was ja auch völlig o.k. ist), dauert unsere Einreiseprozedur wieder ein wenig länger. Das ist aber jetzt auch egal. Die große Überraschung wartet dann jedoch am Gepäckband auf uns bzw. wartet nichts auf uns. Unser Gepäck fehlt! Also machen wir uns auf zum Baggage Office und melden das. Wir sind nicht die einzigen. Als wir an der Reihe sind, nimmt die gute Frau unseren Fall auf und sucht unsere Gepäck. Irgendwie ist das wohl noch gar nicht gescannt worden, was bedeutet, dass es wohl noch in Berlin sein müsste. Es kann aber auch sein, dass Air France das einfach nicht gescannt hat. Das passiert angeblich auch immer mal wieder. Wir sind von der Professionalität so dermaßen begeistert, dass wir spontan beschließen, Air France auf die gleiche Liste zu setzen auf der auch schon Iberia ist: Nie-Wieder-Airlines. Wir bekommen schließlich eine „file reference number“ und ein First-Aid-Kit in dem z.B. Zahnpasta aber auch ein Shirt sind. Na immerhin etwas. Allerdings ist das mit dem „morgen früh anrufen“ uns ein wenig zu wage… Anscheinend gibt es wohl aber keinen Weg das schneller herauszufinden…
Wir nehmen uns ein Taxi zum Hotel. Dort rufen wir dann noch mal bei Delta an. Die nette toll-free Servicenummer landet bei einer Computerstimme. Diese hat keine Informationen zu unserem Gepäck… Wir versuchen es noch mal mit einem „echten Menschen“. Da bekommen wir immerhin die Information, dass das Gepäck in Paris liegt und morgen mit dem gleichen Flug ankommt. Na da sind wir ja mal gespannt… Jedenfalls rufen wir auch noch mal beim RV Verleih an und sprechen den Pickup für morgen ab. Das Auto müssen wir ja auch abholen. Ein wenig gefrustet machen wir uns noch einmal auf und erkunden Salt Lake City. Einen Block weiter vom Hotel ist ein Shoppingcentre in dem wir ein wenig Zeit verbringen und ein paar Shirts erstehen. Die aus dem Kit sind Größe XL… Für Europäer daher wohl im Mittel ein wenig zu groß, erst recht für Franziska… Auf dem Weg ins Hotel gibt’s noch ein paar Pommes. Es ist um 20 Uhr immer noch tierisch warm und die Luft extrem trocken. Irgendwie sind wir auch die einzigen auf der Straße. Seltsam hier: riesige Bürgersteige und kein Mensch ist darauf unterwegs… Warum baut man die dann überhaupt? Egal.
Zurück im Hotel dubble-checken wir noch mal die Gepäckangaben. Nach einem Missverständnis mit der Nummer bekommen wir dann auch noch mal die selben Informationen. Bleibt uns also nichts anderes, als bis morgen früh zu warten bzw. bis der nächste Flug landet.

Salt Lake City – Marriot

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Wir sind heute erwartungsgemäß früh wach. Konkret: Um halb sechs sind wir ausgeschlafen. Wahrscheinlich auch, weil wir gestern schon um zehn eingeschlafen sind. Nach einer Dusche und einem Kaffee mit Ausblick über Salt Lake City trödeln wir ein wenig herum schließlich haben wir ja jede Menge Zeit. Um acht machen wir uns über das Buffet her und kommen auch kulinarisch in Amerika an: es gibt Omelette, Bacon, Pancakes, Bagels und Creme Cheese. Halt das übliche Programm beim „All American Breakfast“. Die Bagels geh’n so aber wir haben noch Hoffnung, bessere zu finden.

Ashton – RV Campground

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Um 10:30 Uhr werden wir, wie verabredet, von einem Yellow Cab abgeholt, das uns zu Cruise America bringt. Der Taxifahrer kennt natürlich auch jemanden aus Deutschland… wie alle irgendwie. Beim Verleih erwartet man uns bereits und wir übernehmen unseren Camper nach einer ausführlichen Übernahme.
Da wir noch einiges an Zeit haben, bis unsere Koffer ankommen sollen, machen wir uns erst einmal auf den Weg um Lebensmittel zu kaufen. Dazu steuern wir ein Walmart Supercentre an. Nach geschlagenen 1,2 h haben wir alle Lebensmittel und auch Deed gegen die Mücken und notwendiges Campingzeug erstanden. Hier gibt’s fast alles.
Anschließend machen wir uns auf den Weg zum Flughafen, in der Hoffnung, dass unser Gepäck da ist. Zum Glück haben wir unser Navi im Handgepäck gehabt, denn so kann man sich ganz auf das Steuern des 30-Fuß-RVs konzentrieren und muss nicht so extrem auf den Weg achten. Um 14:30 sind wir dann auch pünktlich am Flughafen. Franziska bleibt im Auto und Yann geht zum Baggage Office. Dort geht’s dann direkt in den Kofferbereich und Yann kann endlich die Koffer in Empfang nehmen. Was ein schönes Gefühl…
Jetzt kann die Reise endlich losgehen! Wir machen uns auf in Richtung Norden und beziehen einen RV-Park ca. 1h vor dem Yellowstone NP. Unser Wagen wird angeschlossen, d.h. mit Strom und Wasser. Das Abwasser können wir auch gleich ablassen. Dann geht es nach einer Dusche in die Falle.

Yellowstone wir kommen!

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Damit wir heute zeitig im Nationalpark ankommen, stehen wir wieder früh auf. Das fällt uns auch nicht wirklich schwer, denn ein wenig Jetlag haben wir noch. In diesem Fall ist das ja auch recht praktisch. Weiter geht’s im amerikanischen Gourmetpan: Es gibt Bagels mit Erdbeer-Philadelphia sowie Avocado, Salat, Tomaten und Cheddar. Dazu gibt es einen Kaffee aus dem klassischen italienischen Espressokocher. Dann packen wir ein, d.h. dumpen unser Schmutzwasser und entkabeln Strom- und Wasseranachluss.
Der Weg bis zum Park ist nur ein kurzer und auch wenig spektakulär. Wir kommen kurz nach zehn an und bekommen zu unserem Pass wie gewohnt (und auch schon sehnlich erwartet) eine Karte sowie eine Zeitung zum Park. Am Madison Campground angekommen, können wir noch nicht auf unseren Platz, da dieser noch nicht leer ist. Weil wir aber reserviert haben, können wir auch einfach später herkommen. Das ist wohl kein Problem.
Also machen wir uns auf in Richtung Süden auf der Ringstraße. Dabei wird so ziemlich jeder Halt mitgenommen und jede Menge Eindrücke gesammelt. Auch sehen wir bereits nach wenigen Minuten die ersehnten Bisons. Cool! Danach geht es weiter zu diversen Geysiren bis zum Old Faithful. Leider können wir mit unserem 30-Fuß RV nicht auf jedem Parkplatz einen Platz finden. Also überspringen wir ein paar… wir können ja später noch mal auf dem Rückweg vorbeikommen…
Am Old Faithful ist es richtig voll. Trotz der großen Parkplätze, fällt es uns schwer einen geeigneten Parkplatz zu finden. Nach ein paar Runden (ist ja fast wie zu Hause) finden wir jedoch einen Platz und können die Anlage erkunden. Im Visitorcenter stellen wir fest, dass der Geysir gerade aktiv ist. Die nächste vorhergesagte Zeit ist 15:10 Uhr. Dann werden wir uns das ganze dann mal ansehen. Solange schlendern wir durch die Souvenirshops und erstehen das Nötigste, d.h. die Magnete und ein paar T-Shirts. Um kurz nach drei, also fast pünktlich ;-), schießt endlich die ersehnte Fontaine empor. Nicht schlecht, aber das Original, der Geysir, war nicht weniger spektakulär, wenn nicht sogar toller… Auf jeden Fall ist das hier deutlich größer und kommerzieller aufgezogen.
Auf dem Rückweg halten wir noch mal am Midway um die „Grand-Prismatic-Spring“ zu sehen. Leider ist man bei dem Rundweg auf dem Boardway auf einer Ebene mit der Spring, so dass man nur wenig zu sehen hat. Hinzu kommt, dass das ganze Areal im Dampf steht und leider auch der Wind ungünstig in unsere Richtung bläst. Mal sehen, im Lonely Planet stand was von einem Alternativweg. Vielleicht sehen wir uns das die Tage noch mal an.
Weiter geht’s zurück zum Madison Campground. Dort checken wir nun endlich ein und erstehen gleich noch Holz für unser Firepit. Der Stellplatz ist dieses Mal allerdings kein „pull-strough“, sondern ein „Push-back“, d.h. man kann nicht hindurchfahren sondern muss zurücksetzen um einzuparken. Macht aber nichts, denn das mussten wir heute schon ein paar Male…
Unser Abendessen kommt heute vom Grill des Firepit. Wir grillen ein wenig rustikaler als üblich, d.h. nicht auf dem Weber sondern direkt über den Flammen der Holzscheite. Dazu gibt es ein Bier. Leider wird es dann nach dem Essen am Lagerfeuer ein wenig ungemütlich, denn der Wind steht direkt in unsere Richtung. Wir ziehen also nach innen um. Da wir beide auch bereits recht müde sind, geht es nach einer kurzen aufwärmenden Dusche ab ins Bett.

Old-Faithful – Overlook

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Unser Schlafverhalten nähert sich langsam der lokalen Zeit. Jedenfalls Wachen wir nur noch kurz vor dem Wecker auf und nicht mehr einige Stunden… Der heutige Tag beginnt um sieben mit Kaffee und Bagels. Dazu gönnen wir uns heute morgen die Heizung, denn es ist schon recht kalt geworden über Nacht. Unsere Nachbarn sind schon wach und auch viele andere frühstücken auch schon.
Kurz nach acht geht es dann los. Wir haben uns für heute einige Wanderwege für die Old-Faithful-Area ausgesucht. Dort angekommen ist es um diese Uhrzeit noch leer, so dass wir heute ohne Probleme einen auch nahe am Ausgangsort liegenden Parkplatz bekommen. User Weg führt hinter dem Geysir entlang hinauf zum Observaion Point. Von hier aus kann man das ganze Tal überblicken. Dazu gibt es auf dem Weg noch einige kleine Tiere zu sehen so z.B. „Pika“ und „Yellow-belied Marmot“. Jedenfalls finden wir, dass die gesehenen Tiere so aussehen…
Zurück am Ausgangspunkt des Trails belohnen wir uns mit einem Kaffee und fahren dann weiter zur zweiten Etappe. Dass auf dem Parkplatz ein Bison umherläuft interessiert irgendwie niemand hier besonders und die Autos scheinen das Tier auch nicht zu stören.
Am Biscuit Basin wollen wir zu den Mystique Falls. Wir wählen den anspruchsvolleren Weg, der dafür einen Overlook verspricht. Nach 1,7 mi sollen wir dann auch an den Falls sein. Es geht zunächst gemächlich, später aber ordentlich bergauf. Dazu kommt ein recht Kühler Wind auf und der Weg wird langsam schmaler. Wir sind froh unsere Mützen dabei zu haben. Oben angekommen ist der Ausblick wirklich grandios und entschädigt für die Anstrengungen. Leider finden wir dann nicht den weiteren Weg zu den Falls, also entscheiden wir uns bis zur Gabelung wieder zurück zu gehen, denn von dort aus waren es auch nur 0,7 mi bis zu den Fällen. Die Fälle selber sind recht hübsch aber auch nicht überragend. Zurück im RV wartet auf uns bereits ein Häagen Dasz „Rockie Road“. Sehr lecker!
Da das Wetter im Gegensatz zu heute morgen jetzt viel besser ist und die Sonne scheint, entschließen wir uns noch einen anderen Abstecher zu machen. Aus dem Lonely Planet haben wir entnehmen können, dass man vom „Fairy Falls Trail“ aus einen nicht offiziellen Weg nehmen kann, um die „Grand Prismatic Spring“ von oben zu sehen. Gestern waren wir ja eher enttäuscht, denn von unten sieht man quasi nichts weil alles voller Dampf ist. Wir erklimmen einen steilen Hügel und sind dabei nicht allein. Wie es scheint, sind die meisten, die hier lang gehen auf dem gleichen Weg und nicht zu den Fällen hin unterwegs. Der Aufstieg über einen unbefestigten Sandhang ist beschwerlich und jeder Tritt will wohl überlegt sein. Runter sieht das sicherlich nicht besser aus… Oben angekommen verschlägt es uns fast die Sprache, sehen wir doch die Spring vor uns, wie im Bilderbuch. Mit den Wolken abgestimmt, erhält man das perfekte Bild im Sonnenschein mit leuchtenden Farben.
Da es mittlerweile schon 16:30 ist und wir einen ungeplanten Abstecher gemacht haben, entscheiden wir uns, den Tag zu beenden und nicht mehr die 4h Route zur „Queens-Laundry“ zu unternehmen. Stattdessen fahren wir zurück und dumpen mal wieder das Brauchwasser. Dazu lernen wir dass die Informationen im Internet wohl nicht aktuell sind, denn unser nächster Campingplatz hat auch eine Ablassstation und sogar Duschen, was nicht mal unser Platz hat. Zurück am Stellplatz genießen wir eine Tasse Wein (Zinfandel) in der Sonne.

Mammoth

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Heute Nacht war es nicht ganz so kalt. Das kann auch daran liegen, dass wir heute im Alkoven geschlafen haben und nicht, wie letzte Nacht, im „normalen“ Bett. Nach dem Frühstück geht es heute los nach Mammoth. Das liegt im Norden des Parks und somit haben wir eine längere Fahrt vor uns. Es geht in Serpentinen hinauf und hinunter durch den Park und somit dauert die Fahrt ein gutes Stück länger, als man sonst auf normalem Weg gebraucht hätte.
In Mammoth sind wir zum Glück vor den Massen da und so ist es auch einfach mit unserem 30-Fuß-Schiff einen Top-Parkplatz zu bekommen. Als erstes gehen wir heute den „Beaver-Ponds-Track“ einen ca. 8km langen Rundweg durch Wald und Wiesen, der als moderately-strenuous gekennzeichnet ist. Der Trail beginnt dann auch mit einem strammen Anstieg, dann läuft man allerdings die meiste Zeit eben und es gibt nur wenige Erhebungen. Zum Schluss geht es dann ziemlich lange bergab. Unterwegs sehen wir zahlreiche blühende Pflanzen und entdecken Salbei überall. Das Highlight der Wanderung ist jedoch ein Bisonkopf den wir entdecken. Dahinter ist allerdings nur noch die Wirbelsäule zu erkennen. Das ist irgendwie schon ein wenig gruselig…
Wieder zurück im Ort, gibt es noch einen Kaffee bevor es zu den Mammoth Hot-Springs geht. Das ist schon sehr komfortabel mit der „fahrenden Wohnung“.;-) Die Terrassen sind sehr schön wenn sie auch nur eine thermale Sehenswürdigkeit unter vielen hier sind. Man ist schon ein wenig geflascht von all den vielen Thermalaktivitäten, dass man sie nach einigen Tagen nur noch mit einem „ach ja“ wahrnimmt.
Da wir schon so weit im Norden sind, nutzen wir das noch mal und fahren noch mal raus um in Gardiner ein wenig einzukaufen. Es gibt zwar nicht alles, was wir brauchen aber immerhin etwas von dem. Glücklicher weise entdecken wir noch ein offenes WLAN und können ein wenig posten bzw. Mails abrufen. Hier im Yellowstone ist es nämlich nicht so, wie in den anderen Nationalparks im Westen, dass man freies WiFi in den Lodges hat. Hier kann man mit Glück für eine Stunde 5$ ausgeben.
Wieder zurück am Campground grillen wir noch mal über dem Lagerfeuer. Heute gibt es Hühnchenbagels self-made mit dem gespendeten Senf aus der Old-Fauthful-Lodge, der bei dem Preis sicherlich inkl. war. 😉 Als Nachtisch gibt es Marshmellows; für Franziska eine Premiere.

Canyon Area

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Der heutige Morgen beginnt mit der feierlichen Einweihung unseres neu erstandenen Ein-Tassen-Melitta-Filters. Was ein Genuss! Dazu starten wir dann noch mal den Generator, um die Haare zu fönen und den Kameraakku zu laden. Alles andere können wir auch immer über 12V Bordspannung chargen aber hier fehlt uns wohl noch ein Ausrüstungsgegenstand…
Danach machen wir uns auf den Weg in Richtung Canyon. Da wir ja nun wissen, dass wir mit Reservierung irgendwann kommen können, fahren wir erst mal zum „Grand Canyon of the Yellowstone“ und nicht direkt zum Campground. Leider fängt es bei unserer Ankunft am ersten Lookout an zu regnen also warten wir das ganze erst einmal ab bevor wir uns die Upper Falls ansehen. Dann geht es noch weiter zum Artist Point um „das Foto vom Canyon“ zu machen. Über den North-Rim fahren wir dann mit ein paar Fotostops an diversen Lookouts zum Campground und checken ein.
Leider können wir aber nicht auf unseren Stellplatz da es eine „bear situation“ gibt, d.h. ein Bär ist auf dem Campground, weil irgendwer was essbares im Zelt gelassen hat. Nun haben die Ranger das ganze Areal abgeriegelt. Da wir nicht wissen, wie lange es dauern kann, bis wir auf den Platz können, fahren wir noch mal ins Canyon Village und erkundigen uns nach den für morgen und die nächsten Tage geplanten Wanderrouten.
Gegen sieben sind wir dann wieder zurück und unser Teil des Campgrounds kann schon wieder begangen/befahren werden. Dieses Mal haben wir einen „pull-through“ Stellplatz aber das stellt sich nicht als sonderlich toll dar, den der Bogen auf dem man steht, ist eng mit Bäumen eingefasst. Yann muss ganz schön vorsichtig manövrieren um unser 30 Ft. Ungetüm einzuparken.
Nach dem langen Tag sind wir auch wieder um 21 Uhr müde. Beim Zähneputzen fallen dann sechs Schüsse. Ob das das Ende des Bären bedeutet?

Mt. Washburn

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Wie geplant sind wir heute um halb sieben fertig zur Abfahrt und haben bereits einen Kaffee hinter uns. Die Nacht war wieder recht kalt, da wir noch ein wenig höher als beim letzten Campground sind. Zum Glück zeigt unser Auto keine Aussentemperaturen an, denn es sind sicherlich nur 5 Grad draußen. Auf geht’s zum Mount Washburn, den wir vom Dunraven Pass aus erklimmen wollen. Als wir aus dem Campground herausfahren, treffen wir auf einen Ranger, den wir nach den Schüssen von gestern Abend befragen. Er erklärt uns, dass der Bär leider nicht das Gebiet verlassen hat und drohte wieder ins Camp zu kommen. Daher mussten sie ihn erschiessen. Das ist sehr schade, denn es wäre vermeidbar gewesen, wenn sich die Besucher an die Regel „nichts zurück zu lassen“ gehalten hätten.
Auf dem Parkplatz am Ausgangspunkt des Trails frühstücken wir erst noch. Um 7:45 Uhr geht es dann los: von 2700m auf 3122m. Geschätzt ist der Roundtrip auf 3-4 h mit 10km Gesamtstrecke. Wir hoffen auch ein paar Tiere zu sehen aber auf dem Hinweg gibt es „nur“ die üblichen Kleintiere. Der Aufstieg selber ist teilweise steil aber nichts unmögliches d.h. durchaus machbar. Immer wieder sind noch Schneebretter vorhanden aber bereiten keine Probleme. Nach 1:45h sind wir oben und genießen die Aussicht über den kompletten Vulkan, der Yellowstone ausmacht. Wow! Wir tragen uns in das Gästebuch ein und sind die ersten heute. 🙂 Als wir dann noch mal den GPS-Tracker befragen (natürlich eine App.), stellen wir fest, dass ein Weg tatsächlich 6,5km sind statt der angegebenen 5km. Nun ja, wie es scheint, sind hier einige Updates der NPS Karten nötig… das haben wir auch schon an anderer Stelle bemerkt. Dann suchen wir uns ein windstilles Plätzchen, was gar nicht so einfach/möglich ist, und machen eine kurze Rast. Den Apfelgriebsch nehmen wir natürlich wegen der Bären wieder mit. Wir sind ja ordentlich.
Auf dem Abstieg begegnen uns ca. 30 Leute. Mal gut, dass wir so früh los sind. Das ist ja wie in der Rushhour… Wir brauchen hinunter allerdings nur noch eine Stunde. Unterwegs sehen wir dann noch Deer aber ansonsten (leider) nichts.
Am RV angekommen, belohnen wir uns mit einem Eis aus dem eigenen Gefrierschrank, was wir in der Sonne genießen. Einige Personen, die uns begegnet sind, kommen auch schon wieder herunter. Die waren bestimmt nicht alle oben und haben sich das leichter vorgestellt… Lustig…
Weiter geht es zum Mud-Vulcano in Richtung Lake Country. Bevor es los geht, stärken wir uns noch mit einem selfmade Grilled-Chicken-Bagel nebst Kaffee. Das Areal haben wir dann in 1/2 h abgelaufen und fotografiert. Das ganze ist schon eindrucksvoll aber wenn man die Vielzahl an geothermischen Sehenswürdigkeiten hier sieht, ist es auch „nur“ eine von vielen. Das spannendste an diesem Ort ist eine Ansammlung von Bäumen, die zwar mehrere Erdbeben überlebt haben, dann aber von 94 Grad heißem aufsteigendem Wasser förmlich die Wurzeln gekocht bekommen haben. Das haben sie dann nicht überlebt und somit sind Flächen von Bäumen einfach umgefallen und abgestorben, weil die Wurzel nicht mehr hielten bzw. abgestorben waren.
Es ist noch früh, also machen wir uns noch mal auf zum Yellowstone Lake. Unterwegs halten wir, denn ein Coyote labt sich an irgendetwas auf einer Wiese. Dank unserer Teleobjektive bekommen wir ihn auch ganz gut eingefangen.
Der Ort am Lake ist nicht so riesig, dafür gibt es im General Store selbst gemachtes Eis. Wir genießen Strawberry-Cheescake und Mint-Chocolate mit Lakeview in der Sonne. Da wir hier aber später noch mal herkommen wollen, soll das für heute reichen und wir machen uns etwas müde auf dem Heimweg. Uns fällt immer wieder auf, dass die Lodges hier im Park sehr viel größer und teilweise schöner als an der Westküste sind.
Unterwegs gibt es Stau, denn eine Herde Bisons kann sich nicht entscheiden ob sie nun die Straßenseite wechseln möchte oder nicht. Interessant ist, dass es dieses Mal viele Kälber gibt. Ein paar Fotos später geht es dann wieder weiter.
Gegen 17 Uhr genießen wir die letzten Sonnenstrahlen mit einer Tasse Zinnfandel und Autan auf dem Campground.

Lake Country

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Heute beginnen wir den Tag wieder zu „normaler“ Uhrzeit, d.h. um acht gibt’s Frühstück. Dazu strahlend blauer Himmel und auch die Nacht war nicht so kalt.
Unser heutiges Ziel ist die Lake Area. Vorher dumpen wir noch mal und entsorgen unserem Müll ordentlich in den Recyclingcontainern. Das ist schon heftig: Alles wird in Einwegverpackungen verkauft und auch zum campen nehmen sich die Leute hier Enweggeschirr mit. Dafür entwickeln sie dann eine 10m lange Kolonne von Wertstoffcontainern um besonders gut zu recyceln. Irgendwie will uns diese Mentalität nicht so ganz gefallen…
Auf geht’s zum Lake, genauer gesagt wollen wir heute den Elephant-Back-Trail laufen. Der Trail ist als moderate-strenuous angegeben und das passt auch. Nach einer guten Stunde sind wir oben. Dabei laufen wir durch den Wald mit seiner dicken Vegetation. Tiere sehen wir allerdings heute keine. Oben genießen wir dann eine wunderbare Aussicht über den Yellowstone Lake in herrlicher Sonne und mit nur ganz wenig Wind so dass man sogar im T-Shirt sitzen kann. Ein schweizer Paar sitzt auch da und so kommen wir ins plauschen und verquatschen eine gute Stunde bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen. Eigentlich wollen wir dann noch zur „Natural Bridge“ aber lassen das dann doch ausfallen.
Da wir neulich in Gardiner nicht alles bekommen haben und auch unser Gas zur Neige geht, entschließen wir uns noch mal nach Westen herauszufahren. Dort, in der künstlichen Stadt vor dem Eingang gibt es sicherlich auch einen Supermarkt und auf alle Fälle eine Tankstelle. Nach 1,5h sind wir dann auch dort und bekommen alles, was wir brauchen. 🙂 Da uns nach einem „echten“ Kaffee gelüstet, wo wir doch schon mal in der Zivilisation sind, zieht es uns zu McDonnalds weil wir vermuten dort fündig zu werden. Das ist ein Trugschluss, denn hier gibt es nur den üblichen Kaffee. Immerhin gibt es für Yann noch einen Dubble-Quarter-Pounder-Cheese. Auch gibt es hier ein offenes WLAN. Allerdings ist die Verbindung ein wenig instabil, so dass wir heute nichts online stellen können. Zwei Tagebuchenträge werden sogar kaputt gemacht so dass wir diese mühevoll rekonstruieren müssen… Wir hoffen, dass wir alles noch zusammen bekommen haben.
Dann machen wir uns auch schnell auf den Rückweg, denn am Horizont ziehen schwarze Wolken auf, die nichts gutes verheißen. Kurz nach dem mir durch das Gate sind, beginnt es zu regnen und zu hageln bis die Straße vollständig weiß ist. Das Unwetter ist zwar heftig aber zum Glück auch nur von kurzer Dauer. Nach einer guten Stunde sind wir wieder zurück am Platz und es gibt Abendbrot. Morgen wollen wir wieder früh hoch, denn wir wollen einen der raren first-come-first-serve Plätze auf einem weiteren Campground ergattern.

Slough Creek

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Der Wecker klingelt unerbittlich um 6 Uhr. Nach einem kurzen Kaffee geht es dann los in Richtung Nord-Osten. Wir fahren vorbei am Mt. Washburn in Richtung Tower-Roosevelt. Kurz hinter dem Abzweig zur Chittenden Road beginnt leider eine Baustelle, die die Fahrbahn auf eine für beide Richtungen einschränkt. Das verzögert unser Vorankommen. Wir werden sogar durch ein Pilot-Fahrzeug entlang der senkrechten Felswand geführt. 😉
Um kurz vor neun sind wir dann am Pebble Creek. Leider ist der Platz bereits komplett belegt und vor uns war wohl eine recht lange Schlange… Das ist doof! Eine der 36 Sites hätte doch noch übrig sein können.:-(
Also bleibt nur „Plan B“: Weiter in Richtung Osten fahren. Hinter dem North-East-Entrance sind nach den beiden Satelitendörfern noch ein paar Campingplätze angegeben. Die drei ersten, die wir versuchen anzusteuern, sind jedoch geschlossen. Warum wissen wir nicht. Wir können nur spekulieren, dass es an der Breedingseason der Bären liegt. Wir sind schließlich im Bear-Country „be Bear aware!“. Hier hätte man auch wegen der Bären nicht zelten dürfen. Auf der Fahrt sieht Franziska einen Black-Bear. Yann leider nicht, denn er muss das Auto auf der Straße halten und anhalten ist leider auch nicht möglich, da sich kein geeigneter Halteplatz auf dem kurvigen „Beartooth-Highway“ anbietet. Der vierte Platz ist dann geöffnet und hat noch viele Plätze frei, so dass wir uns einen ganz tollen am Creek aussuchen können. (Moskitos inklusive) Es gibt leider kein Wasser aber dafür einen Strom-Hookup. Das passt uns gut, denn Wasser haben wir genug und den Strom können wir gut für die Akkus gebrauchen. Das Ganze gibt es für $10. Da sagen wir nicht nein! Nachdem wir eingecheckt haben, man füllt dafür einen Zettel aus und wirft das Geld in einem Umschlag in eine Box, geht es wieder zurück in Richtung Park.
Unser Weg führt uns wieder den selben Weg zurück. Entlang immer wieder parkender Autokolonnen, die Tiere beobachten, bahnen wir uns den Weg zum Slough Creek. Das Schild für den dortigen Campground zeigt zwar nicht mehr „Full“, wie heute morgen, aber es ist dennoch kein Patz frei. Also stellen wir unseren RV am Parkplatz des Slough-Creek-Trails ab und machen uns auf den Weg. Der Trail klingt nicht besonders schwer und ist es nach ca. 1,5km Anstieg auch nicht wirklich. Wir halten immer wieder Ausschau nach Bären aber sehen keine. Dann, an der ersten Meadow, ist er plötzlich da: Wir sehen unseren ersten Grizzly! Nah genug dran für die Teles und weit genug weg um stehen zu bleiben. Mit uns staunen und sehen noch einige andere. Klasse! Erstes Tagesziel erfüllt. Da uns das für den Trail reicht, denn wir wollten ja einen Bären sehen, drehen wir um und laufen zurück zum Van.
Auf dem Rückweg zum Campground machen wir noch eine Kaffeepause am Lamar-Valley und schauen einer Bisonherde zu. So schmeckt der Kaffee am besten! (Wir sind inzwischen auf Bohnen von Starbucks umgestiegen, da der mitgebrachte Kaffee zu Ende ging.)
Zurück am Platz leiten wir den Feierabend, wie gewohnt, mit einer Tasse Zinnfandel ein. Den gibt es hier praktischer Weise in 1,5l Flaschen. Zur Oldieplaylist wird dann gekocht, gegessen, Tagebuch geschrieben und die nächste Etappe geplant. Morgen werden wir Yellowstone das letzte Mal durchqueren um in Richtung Süden den Grand-Teaton-Nationalpark zu besuchen.

Signal Mountain Summit

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Wie erwartet, klingelt der Wecker heute um 5 Uhr. Um viertel vor sechs machen wir uns dann nach einem ersten schnellen Kaffee auf den Weg. Es ist noch so früh, als wir in den Yellowstone hineinfahren, dass noch niemand an den Häuschen sitzt um unseren Pass zu checken. 😉 Als wir dann durch das Lamar-Valley fahren, wissen wir, warum es auch als „Serengeti Nordamerikas“ bezeichnet wird: unzählige Tiere und Herden von Bison grasen friedlich entlang des Flusses. Obwohl wir das alles schon mehrfach gesehen haben, können wir nicht anders und halten noch ein Mal an, um uns das ganze in Ruhe anzusehen.
Unser Weg führt uns quer durch den ganzen Park entlang des Yellowstone Lakes bis zum Südeingang wo wir nach ca. vier Stunden ankommen. Wie immer ist die Zeit viel zu schnell vergangen…
Ein paar Meilen später, als wir den John D. Rockefeller Jnr. Driveway passiert haben, sind wir im Grand-Teton-Nationalpark. Hier gibt es keine Einfahrtkontrolle, denn der Pass ist für beide Parks gültig. Schade, denn wir wollten doch einen Zeitung und eine Map haben. Nun ja, dann müssen wir wohl noch bei einem Visitorcenter vorbei fahren. Das wollten wir ja eigentlich eh. Leider verpassen wir die Abfahrt nach Colter Bay und landen in einer riesigen Baustellen, denn auch hier wird die Straße repariert. Da der Sommer hier recht kurz ist, sind alle größeren Bauvorhaben am Anfang der Saison gestartet, denn sie müssen bis zum Winter fertig sein. Das passieren der Baustelle dauern gut 15 Minuten und so kommt es, dass wir entscheiden nicht noch mal zurück zu fahren, denn man soll mit gut 30″ rechnen… Das mal zwei dazu… Nein danke, dann fahren wir lieber gleich weiter zum Signal Mountain Campground. Der ist zwar klein aber wir versuchen unser Glück trotzdem. Wie es scheint, ergattern wir einen der letzten RV tauglichen Plätze ohne Stom, denn solche Plätze sollen das doppelte kosten. Das muss ja nicht sein.
Nach dem einchecken geht es weiter zum Jenny Lake. Dort sind wir dann gegen eins und finden keinen Parkplatz mehr. Also bleibt Franziska im RV, der „in zweiter Spur“ auf dem Parkplatz steht, und Yann geht ins Office für die Karten und Informationen. Wieder zurück am Auto können wir doch noch einparken und beide noch mal durch das Visitorcenter und die Souvenirshops schlendern. 🙂
Am Flagpole findet gerade die Unterweisung im Umgang mit Bären statt, dem die angehenden „Junior Ranger“ eifrig zuhören aber auch für Erwachsene ist das interessant aufgemacht. Wir lernen: Der Bär versteht uns nicht wenn wir ihm sagen, dass er warten soll, bis wir das Bärenspray aus dem Rucksack geholt haben, weshalb es immer griffbereit sein sollte. Außerdem soll man das Spray auf die Füße Zielen, denn das Spray zieht nach oben.
Da wir ja in den USA sind, kommen wir nicht umher auch mal „American hiking“ zu machen. Wir fahren also mit dem RV auf den Summit-Parkplatz des Signal-Mountain, parken unser Gefährt und machen Fotos. 😉 Man hätte hier auch hochlaufen können, aber dafür haben wir heute keine Zeit/Lust. Beim anschließenden Wendemanöver auf dem engen Parkplatz findet unser 30 Fuß RV große Aufmerksamkeit, denn keiner will so recht glauben, dass wir das schaffen. Locker! Denn da wo wir wohnen, muss man auch auf einer Briefmarke einparken können und entsprechen rangieren.
Weiter geht es es zur Signal Mountain Lodge um zu schauen, ob es dort einen guten Kaffee mit Lakeview gibt. Ja, gibt es. Wir müssen zwar eine halbe Stunde warten aber dann bekommen wir einen Traumplatz auf der Terasse in der Sonne. Zu einem Latte (sprich Latäi) gibt es noch Fish&Chips sowie Bison-Burger. Beides sehr lecker auch mit den selfmade Fries. Als Nachtisch gönnen wir uns noch einen Teton-Apple-Pie mit Huckleberries. Wir wissen zwar nicht so genau, was Huckleberries sind bzw. wie sie sich von Blaubeeren oder schwarzen Johannisbeeren unterscheiden aber schmecken tut der Pie klasse! Bevor es zurück geht, reservieren wir uns noch über die Toll-Free Nummer einen Campingplatz kurz vor Salt-Lake-City.
Zurück am Campground, der gleich um die Ecke ist, genießen wir die letzten Sonnenstrahlen auf unserer Bank. Wie sollte es anders sein, mit einer Tasse… genau, Zinnfandel.

Cascade Canyon

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Der Tag beginnt wieder sehr früh da es heute wärmer werden soll und wir noch einen Parkplatz am Jenny Lake bekommen wollen. Also gibt es wieder nur einen Kaffee und gefrühstückt wird dann am Lake.
Wir wollen zum Inspiration Point wandern aber ohne Bootstrip, der nur den Track verkürzt. Heute laufen wir auch das erste Mal gleich im T-Shirt los, denn es ist wirklich schon angenehm warm und das um acht Uhr morgens mit strahlend blauem Himmel! Der Trail ist sehr schön und eher moderate. es geht stetig bergauf aber auch immer ein wenig bergab. Somit sollte der Rückweg auch nicht langweilig werden. Nach dem Inspiration Point wandern wir noch ein wenig in den Cascade Canyon in der Hoffnung noch Moose zu sehen aber das Glück ist uns nicht hold. Dafür genießen wir ein Weltklasse Panorama der Tetons und des vorgelagerten Sees. Auf dem Rückweg machen wir eine Bagel-Pause direkt mit Ausblick über den See. Einige Chipmunks versuchen Nahrung von uns zu erbetteln aber nichts is! Der eine Frechdachs versucht sogar an dem Rucksack zu kommen aber der ist natürlich zu. 😉 Unsere Pause fällt heute bewusst länger aus, denn wir genießen zum einen den Sonnenschein und außerdem ist das heute unser letzter „Wandertag“ :-(.
Wieder zurück am RV machen wir uns kurz frisch und genießen dann unser Häagen Dasz „Swiss Vanilla Almond“ am Visitorcenter. Das haben wir uns auch verdient! Ein wenig schlaucht uns dann aber doch die Hitze und so entscheiden wir uns es den Spaniern gleich zu tun und halten Siesta.
Gegen 16 Uhr gibt es dann noch einen Kaffee bevor es wieder zurück geht. Wir tanken noch mal kurz ein wenig damit wir morgen auch aus dem Park kommen und nicht für die ganze Tankfüllung die horenden Preise zu zahlen.
Wieder am Platz gibt es Abendessen und danach das letzte Feuer mit den letzten Marshmellows. Dazu gibt es ein kühles Bud-Light-Lime.
Wir kommen noch ins Gespräch mit unseren Site-Nachbarn, einem älteren Ehepaar. Beide reisen bis auf drei Male in denen sie nach Hause fliegen (Australien) durch die USA. Bisher hatten sie einen RV aber der verbraucht ihnen inzwischen zu viel, weshalb sie auf einen Kleinwagen mit Dachgepäckträger umgestiegen sind. Dennoch haben sie zwei Zelte dabei und die üblichen Utensilien. Lustig ist, dass sie auch eine selbstaufblasbare Matratze haben. Ein bisschen Komfort soll ja schon sein und auch der Fußabtreter vor dem Zelt darf nicht fehlen… 😉 Einen Hund haben sie auch mit. Als zwei kleine Kinder vorbeilaufen, fängt er an zu bellen. Die kleine dazu nur „Nice to meet you doggie!“ ohne stehen zu bleiben.

Heading South

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Der letzte „richtige“ Tag unseren Urlaubs bricht um sieben Uhr an. 🙁
Nach dem Frühstück, führt uns der Weg aus dem Grand Teton noch einmal entlang des Scenic Drives am Jenny Lake. Bis auf den einen Lookout ist aber wenig Scenic daran. Allerdings können wir noch ein schönes Bild von uns auf dem Grand Teton Road mit den Tetons im Hintergrund machen, denn es ist noch nicht so viel Verkehr auf der Straße. Dann geht es weiter und wir sind erstaunt, wie schnell wir aus dem Grand Teton Nationalpark wieder heraus sind.
In Jackson halten wir noch mal kurz für einen richtig guten Café Latte und ein paar Bagels. Ansonsten kommt uns der Ort verdammt künstlich und touristisch vor. Nichts für uns im Moment, die immer noch im „Naturmodus“ sind… 😉
Die weitere Fahrt zieht sich ewig über die Highways hin. Gegen 16 Uhr kommen wir in Lyman an und versuchen dort noch einen Wein zu kaufen. Wir brauchen hier wieder einen Liquor Store dazu, finden aber keinen „normalen“ sondern nur Kneipen, die „Lounge & Liquor Store“ heißen. Wir besuchen einen aber neben der fehlenden Auswahl (unseren einfachen Wein gibt es hier auch gar nicht) und der zwielichtigen Gestalten versuchen wir es auch gar nicht mehr in einem anderen store. Dafür finden wir dann noch ein Eis für den heutigen Nachtisch.
Am KOA Campingplatz angekommen, werden wir von einem Golfcart als „Follow Me“ zu unserem Stellplatz geleitet. 😉 Es ist tierisch warm hier, so dass wir nach dem Stromhookup erst einmal die Klimaanlage in Betrieb nehmen um das Innere unseres RV herunterzukühlen bevor es Abendessen gibt. Danach verschenken wir all die guten Dinge, die wir nicht mit nach Hause nehmen können/wollen an eine junge Familie so z.B. Spüli, Olivenöl und Balsamico.

P.S. Der heutige Campground hat auch endlich Free WiFi, so dass wir dazu kommen die Erlebnisse der letzten Tage hochzuladen.

RV Return

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Der Abreisetag bricht an. 🙁 Wie immer ging auf einmal die Zeit viel zu schnell vorbei. Gefrühstückt wird heute endlich mal draußen. Dann klaren wir unseren RV auf, packen, dumpen und fahren los.
Die Fahrt ist mit zwei Stunden recht kurz. Unterwegs füllen wir noch mal ein wenig Gas auf und passieren das Olympische Dorf. In Salt Lake tanken wir dann und geben den Camper (RV not car!) wieder zurück. Dann bringt uns ein Cab zum Flughafen wo wir unsere letzten Dollars in Hamburger und Kaffee bei Starbucks investieren.
Der Flug muss noch mal in Minneapolis runter um aufzutanken denn in SLC ist es sehr heiß (106 F) so dass der Sprit nicht reicht bis Europa. Solange wir den Anschlussflug bekommen, soll es uns Recht sein….