openHAB statt eigenem „herumbasteln“

Irgendwann kommt immer der Moment, wo man sich bei eigenen „Bastel-Projekten“ fragt, ob man das grundsätzlich so machen will oder aber ob man ggfs. auf eine Lösung zurückgreifen möchte, die schon andere geschaffen haben. Für mich stellte sich die Frage bei der Visualisierung der bei uns eingesetzten Hausautomatisierung. Bisher hatte ich das Ganze mit ein paar PHP-Skripten realisiert, die ich dankenswerterweise von Marcel bereitgestellt bekommen hatte. Allerdings war das für meinen Geschmack dann langfristig gesehen doch etwas „zu sehr zu Fuß“, bin ich doch irgendwie aus dem Alter raus, in dem man alles noch mal selber bauen muss auch wenn es fertige Lösungen gibt;-)

Also habe ich mal Google bemüht und bin dabei auf openHAB gestoßen.  openHAB ist ein Framwork, welches mit diversen „Bindungs“ modular für so nahezu jede Hausautomatisierung und damit verbundene Technologie adaptierbar ist. Für meine Zwekce heißt das, dass es auch ein Homematic-Binding gibt. Da ich das ganze nicht auf meinem NAS laufen lassen wollte, da das ausschließlich für Storage und Backup da sein soll, musste kurzer Hand ein „Raspberry PI“ her. (So komme ich ja auch immer noch ein wenig in die Lage ein wenig mehr basteln zu können ;-)).

Wie immer im Netzzeitalter gibt es dafür auch bereits eine geeignete Anleitung openHAB auf einem PI zu installieren, die ich einfach mal so abgearbeitet habe. Natürlich soll der Dienst auch mit dem Reboot des PI automatisch starten, was auch nicht sonderlich schwer einzurichten war, gibt es doch auch hierzu bereits fleißige Geister, die ein entsprechendes Howto erstellt haben.

Mein einziger Wermutstropfen hinterher war der, dass openHAB auf Port 8080 lauscht und ich nichts an dem Setup ändern wollte. Also musste noch irgendwie der Default Port 80 auf den Port 8080 umgelenkt werden. Das geht auf dem PI wirklich absolut simpel, schließlich sind wir hier ja mit einem Linux unterwegs und da lässt es sich relativ einfach mit IPTABLES einrichten ein geeigenete Routing einzurichten. Dazu editiert man einfach wie im folgenden Beschrieben eine Datei und füllt sie mit entsprechendem Inhalt:

pi@raspberrypi ~ $ sudo vi /etc/network/iptables

*nat
:PREROUTING ACCEPT [41:5180]
:INPUT ACCEPT [49:5692]
:OUTPUT ACCEPT [28:1869]
:POSTROUTING ACCEPT [28:1869]
-A PREROUTING -p tcp -m tcp --dport 80 -j REDIRECT --to-ports 8080
COMMIT
Damit auch dieser Inhalt in der Routing-Tabelle dauerhaft eingerichtet wird, muss man hierzu auch noch beim Start der Interfaces entsprechend das o.g. Script starten, was wir folgt geschieht:
pi@raspberrypi ~ $ sudo vi /etc/network/if-pre-up.d/iptables
#!/bin/sh
/sbin/iptables-restore /etc/network/iptables

Damit das Skript ausgeführt werden kann müssen noch die Zugriffsrechte entsprechend angepasst werden und fertig sind wir.

pi@raspberrypi ~ $ sudo chmod +x /etc/network/if-pre-up.d/iptables

Nach einem Reboot des PIs erfolgen alle oben beschriebenen Schritte nun automatisch und wir können uns um die openHAB Konfiguration kümmern, doch dazu später mehr…

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1 Antwort

  1. 28. November 2016

    […] mein PI auf „RO“ lief, hatte ich bereits openHAB am laufen, wie ich ja schon mal geschrieben hatte. Leider funktionierte der Start dann aber nicht mehr. Hintergrund dazu ist, dass openHAB einige […]

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