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Nachdem wir von der Südinsel mit der Interislander Fähre zur Nordinseln übergesetzt haben, sind wir auch dort umhergereist und haben viel erlebt. Die Uhren auf der Nordinsel laufen allerdings schon ein wenig anders als auf der Südinsel obwohl es ja ein Land ist. Das hat uns natürlich nicht davon abgehalten uns auch hier ausgiebig zu erholen.

Wellington Waterfront Motorhome Park

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Der Wecker klingelt früh, denn kurz nach sieben wollen wir los. Um acht Uhr beginnt das check-in und kurz nach neun geht unsere Fähre pünktlich los. Nach 26 Tagen und 4417 km verlassen wir die Südinsel. Durch den gestrigen Wechsel sind wir auf den Slot der Aratere gerutscht, die ja leider derzeit defekt ist. Glücklicherweise hat die Rederei ein Ersatzboot für die Zeit der Reparatur gemietet und so fahren wir mit der Stena Alegra über die Cook-Strait. Da die Fähre den Heimathafen London hat, sind wir also kurz für ca. drei Stunden in Europa. 😉
Die Fahrt durch die Sounds ist sehr ruhig wenn es auch recht windig ist. So ist man immer bestrebt, auf die Sonnenseite zu sein, damit es nicht zu kalt draußen ist. Da die Fahrtroute recht kurvig ist, herrscht ein reger Wechsel wenn die Sonne die Seiten wechselt. 😉 Die Strecke in der Cook Strait selber ist ein wenig wellig, wenn auch sehr seicht. Dann biegen wir in die Bucht von „windy Wellington“ ein, was seinem Namen alle Ehre macht. Als wir schließlich im Hafen sind können wir auch in den Camper zurück. Leider stehen auf beiden Seiten Viehtransporter. Schweine auf der einen und Rinder auf der anderen Seite. Was für ein Odeur! Schnell rein und ja kein Fenster auf machen. 😉
Die Fahrt von der Fähre zum Waterfront Motorhome Park dauert nur fünf Minuten. Der freundliche Mensch vom Park hilft uns bei der Check-in Prozedur am Terminal und erklärt uns die PIN Codes. Diese braucht man nämlich, um im die Toiletten bzw. Waschräume zu kommen. Sonst wurde sicherlich jeder die Örtlichkeiten nutzen…
Dann machen wir uns auf in die Stadt. Da es heute endlich mal richtig viel Sonne gibt, entscheidet wir uns kurzerhand dazu, nicht ins Te Papa Museum zu gehen, sondern die Sonne bei 26 Grad zu genießen und durch die Straßen zu schlendern. Dabei können wir auch endlich das nächste Kulturhighlight genießen. Bei Burger Fuel gibt es einen „Ring Burner“ und „Kumara Fries with Aioli“. Sehr lecker! Der Rückweg führt uns über die Cuba Street und die Haupteinkaufsstraße Wellingtons. Hier ist es allerdings so, wie auch schon bisher: Um spätestens 17:30 Uhr schließen alle Geschäfte. Hauptstadt hin oder her.

Mt. Taranaki

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Unser erster Weg führt uns heute nach Miramar, einem Stadtteil Wellingtons, der auf einer Halbinsel liegt. Hier befindet ist der Wellington Schriftzug wo noch bis vor einem Jahr „Wellywood“ stand. Dagegen wehrten sich die Anwohner und nun steht eben „nur“ der Stadtname mit umgewehtem „ton“, weil es hier ja immer so windig ist… Sehr kreativ die Kiwis ;-). Auf Miramar liegt allerdings auch die Kreativfirma der Filmbranche: Weka. Somit suchen wir gleich mal die Weta-Caves auf und werden am Eingang von drei Trollen in Originalgröße begrüßt. Im lokalen Shop kann man sich ein kleines stuck umsehen und ggf. Souvenirs erstehen. Viele der Anwesenden machen auch eine Führung durch die Caves mit. Uns allerdings genügt der Shop und der in Lebensgröße und einem leckeren Fisch in der Hand haltende Gollum / Smeagol. 😉 Die Figur sieht so echt aus, dass man denkt er würde nur for sich hin sinnieren… man weiß es nicht.
Gegen Mittag verlassen wir dann Wellington in Richtung Norden. Am Otaki Beach (die Stadt nach er Stadt Otaki!) machen wir einen kurzen Lunchbreak und sehen den Badenden zu. Kein Wunder, denn es ist super warm, die S nen scheint und auch der Wind ist heute nicht so stark.
Unser heutiges Ziel „Mt. Taranaki“ erreichen wir gegen 19 Uhr. Nach der Maori Legende wurde Taranaki aus seinem Stamm der Vulkane aus der Mitte der Nordinsel vertrieben, weil er mit Pihanga, dem schönen Vulkan am Lake Taupo erwischt wurde. Auf seinem Weg formte Taranaki noch den Whanganui River bevor er sich im Westen zur Ruhe setzte. „He remains here in majestic isolation, hiding his face behind a cloud of tears.“
Wir stehen heute auf dem Parkplatz vorm Visitorcenter am Nordeingang Nationalpark. Der Parkplatz ist sehr hübsch abgelegt und es ist richtig ruhig. Was ein Kontrast zu gestern Abend! Von hier können wir perfekt morgen früh auf den Vulkan starten. Dieser zeigt sich heute auch komplett und ohne das sonst übliche Wolkenband. So kann es bleiben.

Tahurangi Translator Tower Round Trip

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Als wir heute morgen aufwachen, freuen wir uns, scheint doch die Sonne und der blaue Himmel ist nahezu wolkenlos. Aber bereits zu Beginn des Frühstücks zieht es zu und man sieht den Mt. Taranaki überhaupt nicht mehr obwohl wir keinen Kilometer von ihm sind. An der Visitor Information steht „Clear sky apart from morning clouds. Peak temperature -3 degrees“. Und wirklich während wir frühstücken verschwinden die Wolken genau so schnell, wie sie gekommen sind.
Somit machen wir uns um halb zehn auf den Looptrail. Dieser führt uns zunächst über die Summit Route 500m hoch auf 1500m und folgt dabei dem Versorgungsweg des Translator Towers, dem Antennenmast dieser Region. Da sich der Anstieg auf 4 km verteilt, wird es immer steiler, je höher wir kommen. Bereits während des Aufstiegs sind wir schnell oberhalb der Wolkendecke ungekonnten in der Ferne die Vulkane Ruhapehu (mordor), Ngauruhoe und Tongariro sehen. Oberhalb der Sendeanlage ist noch eine Lodge, die allerdings privat ist. Wir erfreuen uns an der davor stehenden Bank und pausieren ein wenig. Bis zum Summit sind es jetzt noch gute 1000 Höhenmeter aber die machen wir heute nicht. Irgendwas muss man sich ja auch noch ggf. für ein nächstes Mal aufheben 😉
Weiter geht’s über den Weg zur Holly Hut, den wir nach einer dreiviertel Stunde nach rechts in Richtung North Eggmont wieder verlassen. Jetzt geht es nur noch bergab. Die Wege sind recht nett präpariert sogar teilweise mit Leitern. Allerdings ist es sehr warm. Man hat fast den Eindruck, dass die Büsche mehr Wärme abstrahlen, als die Sonne selber… Nach vier Stunden inkl. Pausen kommen wir wieder am Ausgangspunkt an.
Wir genießen die Sonne ein wenig und auch die gut gekühlten Erdbeeren, die wir gestern unterwegs gekauft hatten. So lässt es sich leben! Die beabsichtigte Dusche ist heute leider kalt, denn irgendwie will unser Boiler nicht anspringen… Wahrscheinlich stehen wir ein bisschen zu schräg. Macht aber nichts. Bei der Wärme geht es auch kalt.

Nachtrag:
Am Abend sind wir noch mal nach Sonnenuntergang raus gegangen. Es war zwar recht windig aber erstaunlich warm. Ebenso sahen wir den wohl umfangreichsten Sternenhimmel bisher. So viele Sterne…

Auf in den Norden

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Heute nehmen wir Abschied von Mt. Taranaki. Unser heutiges Ziel ist es in Orewa einen alten Freund zu besuchen. Unser Navi kündigt die Strecke mit sechs Stunden an…
Die Strecke, die wir nur kurz für ein Lunchbreak, tanken und einkaufen unterbrechen, ist gut und wir kommen ebenso voran. Uns fällt wieder mal auf, wie seltsam die Kiwis doch Auto fahren. Sicherheitsabstand scheint es hör nicht zu geben. Das mag auf dem flachen Land wohl funktionieren, wo kaum jemand unterwegs ist aber hier oben… Doch dann kommen wir nach Auckland und obwohl es hier drei Spuren gibt, was für Neuseeland gigantisch ist, gibt es plötzlich Stau und wir werden rapide von 100 auf 0 heruntergebremst! Wir sind mitten in den Freitags-Feierabend-Verkehr geraten. So ein Mist! Dadurch brauchen wir eine gute Stunde länger. Neben dem hohen Verkehrsaufkommen haben wir es auch noch mit Gaffern zu tun, die für den Unfall auf der gegenüberliegenden Straßenseite nahezu anhalten. Ist also auch ein internationales Problem…
Letztendlich wird es dann doch halb sechs bis wir bei unseren Freunden ankommen. Die Wiedersehensfreude ist groß und obwohl wir uns eine gefühlte Ewigkeit nicht gesehen haben, quatschen wir als wäre es gestern gewesen. 🙂 Irgendwann eisen wir uns (leider) los, denn wir haben noch keinen Stellplatz für heute Nacht. Der einzige verzeichnete ist irgendwie seltsam und so beschließen wir, in Waiwera auf einem Parkplatz direkt an der Bucht zu bleiben. Das ist zwar nicht explizit erlaubt, verboten ist es aber augenscheinlich auch nicht…

Kai Iwi Lakes

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Die Nacht war, obwohl wir an der SH1 standen, irgendwann auch ruhig. Wir wachen heute mit einem schönen Sonnenaufgang direkt vor der Tür auf und nutzen das gleich um draußen einen ersten Kaffee zu trinken. Wir wir feststellen, sind wir nicht die einziehen, die sich für den Parkplatz entschieden haben, wo wir doch erst ein wenig skeptisch waren, ob man hier wohl stehen darf.
Dann machen wir uns auf den Weg zu den Waipu Caves. Wir hatten uns gestern gegen den Besuch der Waitomo Caves entschieden, weil wir gesehen haben, dass man in die Waipu Caves for free kann und dort auch Glühwürmchen sehen kann und man dafür keine 60 NZD p.p. zahlen muss. Dafür darf man hier auch fotografieren. 🙂
Auf unserem Weg halten wir noch mal in einem „Italian Café“ mit bakery und es gibt ein Schoko-Croissant und zwei gute Flat Whites. Das Schoko-Croissant ist ein aufgeschnittenes normales, in dem Schokolade liegt, wie in indem typischen pain-au-chocolad. Schmeckt aber super! Ein paar Meter weiter gibt es noch einen Gouda Cheese Shop, bei dem wir uns noch ein Sourdough Whole-Grain holen (hier sogar organic). So eine Gelegenheit darf man natürlich nicht ungenutzt vorbei ziehen lassen. Sonst ist nämlich irgendwie nur das Ciabatta aus dem Supermarkt halbwegsgs als Brot zu bezeichnen. Zum Glück mussten wir noch nicht auf die gefühlten 1000 Sorten Toast zurück greifen… Die haben uns irgendwie auch noch nicht angesprochen.
Gegen elf erreichen wir den Eingang zu den Caves. Es dauet einen Moment bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben aber dann sehen wir wirklich Glühwürmchen. Wer weiß ob es hier mehr oder weniger als in Waitomo sind aber das ist uns auch egal. Stalagmiten und Stalaktiten gibt es hier natürlich auch. Eine uns entgegenkommende Frau erklärt uns „if you are experienced in caving, you should go left. Otherwise, stay right and you will see the glow worms in the next big cave. But prepare to get wet till your hips.“ Hmm, wir sind leider weder experienced in caving noch haben wir unsere Badesachen an, sondern die Wanderschuhe… also begnügen wir uns mit dem vorderen Teil. Interessant ist es allemal.
Weiter geht es in Richtung Dargaville. Unterwegs halten wir am Kauri Museum in Matakohe. Als wir jedoch sehen, dass sich der Eintritt mittlerweile von 9 auf 25 NZD (also 15€) erhöht hat, wollen wir da gar nicht mehr rein. Privately funded hin oder her. Da suchen wir lieber das Gumdigger Café gegenüber auf und investieren das Geld in Kaffee und Macadamia-Cakes und Pecanpie. 😉
Auf der Nordinsel ist es mit dem Freedom Camping irgendwie anders. Jedenfalls fühlt es sich so an. Es gibt weniger Spots, wo man einfach so stehen bleiben kann; zumindest in northland. Also suchen wir heute einen offiziellen Campground an Kai Iwi Lakes auf. Die Seen sind klasse und haben herrlich seichtes und warmes Wasser mit einem tollen Strandzugang. Der Platz selber scheint etwas ungepflegt und lieblos behandelt. Fast alle Bäume wurden abgeholzt und der vorhandene Rasen ist überwiegend verbrannt. Die zehn Dollar pro Nacht und Person ist das irgendwie nicht wert… Da haben wir schon an schöneren Stellen preiswerter, wenn nicht gar kostenlos, gestanden.

Rarawa Beach

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Wieder werden wir mit einem warmen Sonnenaufgang (dieses Mal über dem See) geweckt.
Nach dem Frühstück geht es weiter entlang der SH12 in Richtung Norden. Nach gut einer Stunde erreichen wir den Waipua Forest. Hier halten wir am Walkway Parkplatz und spazieren durch den Wald um uns die Kauris anzusehen. Nach den Sequoias aus dem vorvorletzten Jahr, sehen die Kauri-Bäume doch recht klein aus, auch wenn sie riesig im Verhältnis zu unseren heimischen bäumen sind. Dennoch steht man ehrfürchtig vor so einem großen Lebewesen/Baum, wenn man weis, dass man vor gut 2000 Jahren Geschichte steht. So alt ist der älteste Baum hier entsprechend der Schätzungen.
Wir verlassen für den weiteren Weg den SH12 und fahren in Richtung Rawene wo wir uns im örtlichen Takeaway mit Fish&Chips stärken. Die sind zwar heute nicht ganz so lecker, wie in Picton aber pappsatt sind wir ob der großen Portion Chips allemal. Lediglich ein kleines Eis passt noch mit hinein. 😉 Von Rawene aus, nehmen wir die Fähre, um die Strecke um ca 60 km abzukürzen. Aus den im Lonely Planet stehenden 16 NZD sind (wohl Saisonbedingt) inzwischen 20 NZD geworden. Auf der Fähre selber will man dann 40 von uns haben, da unser Camper angeblich über 2,2 Tonnen wiegt. Die Mädels vor uns in ihrem kleineren Sprinter zählen das auch ohne weiteres. Wir können das irgendwie nicht glauben. Der gute Mann, der uns allerlei Geschichten erzählt, dass er früher diese Camper gebaut hat und sich deswegen damit auskennt obwohl er nicht mal sieht, dass es ein relativ neues (und kleines) Model für nur drei Personen maximal ist, ruft dann angeblich KEA an und irgendeine Stimme erklärt uns, dass wir das Geld wohl im Zweifelsfall zurück bekämen. Auf unserem WOF-Certificate stehen nämlich nur 1,9 Tonnen drauf. Der Sprinter vorher soll wohl auch richtig schwer sein, denn nur KEA verbaue leichte Komponenten. Ja, was denn nun? Da sind wir ja an den richtigen geraten… Dann fährt die Fähre los, ohne wir bezahlt haben. Der gute Mann ist angeblich vor 26 Jahren aus Antwerpen ausgewandert und bietet uns jetzt an unseren RV als LKW zu berechnen. Dann sind es pro Achse 15 NZD und somit „nur“ 30 NZD. Na immerhin etwas. Dann bleiben wir im worst-case nur auf ca. 6€ sitzen. Das geht ja. Aber irgendwie bleibt ein unschönes Gefühl zurück…
Weiter geht es in den Far North District und wir folgen wieder der SH1. Da wir heute aber nicht mehr bis zum Ende der Aupuri Peninsula (also bis Cape Reinga) fahren, steuern wir einen DOC Platz auf der Hälfte der Strecke an. Irgendwie spricht uns dieser aber auch nicht so sehr an, dass wir beschließen einfach mal zum Parkplatz am Rarawa Beach weiter zu fahren. Da hier keine Verbotszeichen stehen, schlagen wir einfach unser Nachtlager hier auf, nachdem wir einen kleinen Strandspaziergang machen.

Cape Reinga

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Heute fahren wir an den nördlichsten Zipfel Neuseelands, Cape Reinga. Hier steht das bekannte Lighthouse und auch das Geschwister mit den Entfernungen zu den diversen Orten auf der Welt. Welches wir bereits am Stirling Point gesehen hatten. Heute sind wir allerdings wieder deutlich Näher am Äquator als am Südpol. 🙂
Nach der Mauri Sage, ist dieser Ort heilig, denn hier verlassen die Seelen der Verstorbenen über die Wurzeln des Kahika Baumes mit dem Namen „Te Aroha“ ins Wasser hinein die Insel, um zu den Ahnen in Hawaiki, dem Ursprung der Mauris, zu gelangen. Dies geschieht allerdings nur, wenn die Seelen von dem ebenfalls in die Bucht fließenden spirituelle Quelle „Te Wai Whero o Rata“ kosten. Machen wie das nicht, kehren sie in das Land der Lebenden zurück.

Mittlerweile ist die Sonne auch komplett durchgedrungen und hat die Wolken verdrängt, also machen wir und auf nach Te Paki um zu den großen Sanddünen zu gelangen.
Obwohl es recht voll ist, finden wir noch eine Parkmöglichkeit und laufen dann durch den Stream hinüber zu den Dünen. Der Sand ist richtig warm und sehr weich und fein. Wir schauen einigen Sandboardern zu und steigen dann selber die Sanddünen hinauf. Das ist recht steil und anstrengend. Irgendwie hat man das Gefühl zwei Schritte rauf und einen runter zu gehen. Es ist unglaublich, wie groß die Dünen sind! Oberseite es recht kräftig. Beim Abstieg springen wir einfach den Sandberg herunter. Das macht Spaß! 🙂

Hihi Beach

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Unsere heutige Suche nach einem Platz beginnen wir an unserem gestrigen. Ort aber leider ist der kleine Parkplatz total voll, so dass wir weiter ziehen, denn wir haben keine Lust abzuwarten, wer alles bleibt und wer nicht. Außerdem war es gestern schon recht cool hier, so ganz alleine.
Unsere Suche führt uns entlang der Küstenstraße in Richtung Doubtful Bay. Leider ist hier Freedom Camping nicht so gerne gesehen, denn an jedem möglichen Patz steht immer schon ein „no camping“. 🙁 Also müssen wir uns heute mal wieder auf einen normalen Platz einmieten und enden in der Stadt „Hihi“. An deren einem Ende gibt es einen Campingplatz, genauer gesagt das „Hihi Beach Motor Camp“. Das ist ein kleiner netter Platz direkt an der Shoreline mit gepflegtem Gärten aber leider recht betagten und nicht sonderlich gepflegten Sanitäreinrichtungen… Die 20 NZD pro Nase tun da schon ein bisschen weh.

Aroha Island

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Nach dem Frühstück geht’s es los nach Kerikeri, wo wir bereits nach einer guten Stunde ankommen. Hier. Gibt es nach vier Tagen wieder Wifi in der Library und bei McDonalds dafür aber immer noch kein Netz von 2degrees (unserem Mobilprovider). Wir erkunden ein wenig die Stadt aber wirklich Lust auf Sightseeing von „very old buildings“ haben wir nicht wirklich. Wir erfreuen uns an einem Boysenberry + White Cholocate Muffin und Flat Whites. So einfach kann das Leben sein. 😉
Mangels Freedom Camping Optionen in dieser Region, kehren wir heute auf „Aroha Island“ in der Bay of Islands ein. Aroha Island ist eine Halbinsel, die wie ein privater Park mit Wäldern und vielen einheimischen Vögeln bewirtschaftet wird. Dazu gesellen sich dann noch ein paar Wiesen für die Camper und Zelte sowie ein paar Cabins. Alles ist wir ein Lehrpark aufgezogen aber wahnsinnig ruhig, sehr schön gelegen und sehr gepflegt. Hätten wir das gestern gewusst, wären wir bis hierhin weiter gefahren. Vielleicht liegt das auch daran, dass außer uns und einem anderen RV niemand da ist aber die Halbinsel ist schon ein wunderbarer Ort zum Entspannen und Abschalten. Genau das tun wir auch den restlichen Tag. Außerdem haben wir in den Bewertungen unserer App hierzu gelesen, dass man mit Tips der Hosts auch Kiwis in der Natur beobachten kann. Dazu leihen wir uns rote Taschenlampen für die spätere Nachtwanderung, denn Kiwis könne das rote Licht nicht sehen und nehmen somit auch nicht Reißaus.
Die ebenfalls vorhandene BBQ Are ist sauber und wird von uns für das Abendessen in Beschlag genommen. Hier gibt es auch endlich mal einen einfachen Grillrost und nicht nur die übliche Platte. Der Grillbereich ist ebenso sauber und ordentlich wie die Sanitäranlagen. So muss das auch sein!
Kurz nach neun ist es dunkel und wir machen uns auf den Spaziergang um die Kiwis zu sehen. Unser Host hatte vorhin erklärt, wonach man suchen muss. Auch hatte er vorhin den weiblichen und den männlichen Ruf vorgeführt und gemeint „you will hear them before you see them“. Dabei meinte er vor allem die Geräusche, die ein Kiwi macht, wenn er sich durchs Gestrüpp bewegt. Die Rufe hören wir, wenn auch in einiger Entfernung. Immer wieder bleiben wir stehen, um zu horchen. Dann hören wir zunächst ein Schmatzen, dann ein Schnüffeln. Da links! Wir bleiben stehen. Gar nicht weit weg von uns läuft ein Kiwi durchs Unterholz und schnüffelt durch die Gegend. Das hören wir jedenfalls, aber er (oder sie) ist zu gut getarnt bzw. ein wenig zu tief im Unterholz, als dass wir irgendwas sehen können. Wir warten noch eine ganze Weile ab, aber das Tier entfernt sich von uns. Schade! Dennoch war es auch so eine spannende Nachtwanderung. Als wir zurück am Camper sind, staunen wir nicht schlecht. Wir waren zwei Stunden unterwegs und hatten beide nicht das Gefühl, dass es so lange war. 🙂

Paihia

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Unser heutiger Weg ist nur ca. eine Stunde lang, denn wir sind ja bereits in der Bay of Islands. Auf dem Waitangi Holydaypark angekommen starten wir als erstes unseren Waschtag und beginnen mit dem Packen, denn übermorgen wechseln wir ja die Autos und morgen haben wir anderes vor.
Ungefähr eine Stunde nach uns treffen dann auch Mom und Volker hier ein und wir tauschen uns ein wenig über unsere Erlebnisse aus. Wir packen noch ein wenig weiter während die beiden schon zum Festgelände des Waitangitages losziehen, dann ziehen wir hinterher. Obwohl das ganze hier nicht sehr groß ist, finden wir die beiden nicht und pilgern daher zu zweit hoch zum Flagpole wo wir an den Treatygrounds dem „lowering of the flag“ beiwohnen. Auf dem Rückweg schlendern wir noch mal entlang der vielen Essensstände und trauen uns an einen“Mussel Fritter“: Muscheln in einem Teig wie ein Pfannkuchen gebraten. Dazu gibt es Knoblauchsauce. Sehr lecker!
Wieder zurück am Platz nieselt es und wir sitzen noch recht lange mit Mom und Volker zusammen und quatschen.

Waitangiday

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Eigentlich geht das Programm heute um fünf los aber wir hatten uns wegen des vorhergesagten Regens erst zu zehn verabredet. Leider sieht es heute nicht danach aus, als würde die Sonne noch vorbeisehen… 🙁 bevor wie los gehen.
Auf dem Festgelände gibt es diverse Stände mit Essen und Schmuck. Das ganze hat irgendwie Rummelatmosphäre. Obwohl es ein Programm gibt, scheint es so, als würden die einzelnen Programmpunkte eher variabel gestaltet… Wir sind ein wenig orientierungslos…
Um12:00 Uhr gibt es dann pünktlich eine Naviparade inklusive Ehrensalut. Irgendwie fehlen uns aber die Wakas, also die Kanus, in Aktion und auch die erwarteten Hakas gibt es nicht. Wie es scheint wird aufgrund des schlechten Wetters so ziemlich jeder interessante Programmpunkt gestrichen. Dafür gibt es jetzt mal was leckeres zum Essen: eine halbe ausgehöhlte Melone aufgefüllt mit Vanilleeis. Mjamm. 🙂
Auch das große Zeremonie-Waka kommt aus dem Wasser weil es zu schlechtes Wetter ist um damit zu fahren. Das scheint recht schwere Arbeit zu sein, wiegt es doch ca. zehn Tonnen.
Enttäuscht ziehen wir zurück zum Camper. Gegen Abend ziehen wir dann im Nieselregen noch mal „down town“ für einen Besuch im Pub. Ale und Gooseberrycider versüßen uns immerhin den Abend. Den Abschluß, bevor es im Niesenregen wieder zurück geht, bildet ein Mintchoclate + Vanille-Brownie Eis.

Whitianga Beach House

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Heute morgen geht es früh (7 Uhr) los, denn wir haben noch ein ganzes Stück Weg vor uns. Der Regen von gestern hat leider immer noch nicht aufgehört und begleitet uns mit dem RV fast bis Auckland. Kurz vor Auckland halten wir noch mal am Cheeseshop von neulich aber es gibt gerade kein brauchbares Brot. Dafür gibt es beim Italian Bakery nebenan ein leckeres Mandelcroisant und ein ebenso leckeres Blueberrymuffin.
In Auckland tanken wir noch mal und geben dann den Camper nach insgesamt 6.309 km (4.417 km auf der Süd- und 1.892 km auf der Nordinsel) gegen 11 Uhr ab. Da wir ein „quick-checkout“ machen können, müssen wir nur den Camper parken und Bescheid geben. Dann bringt uns ein Shuttle zur Jucy Autovermietung, die nur sechs Minuten entfernt ist.
Jetzt kommt der spannende Teil, denn der Umstieg vom großen behäbigen Camper auf einen winzigen Daihatsu Sirjon ist ein gewaltiger. Da wir allerdings schon wieder unser Zeug gut gepackt haben, lässt sich alles recht gut im Auto verstauen und los geht es. Einziger Unterschied zum Camper (abgesehen von der Fahrzeuggröße) ist der viel niedrigere Schaltknauf (man hat das Gefühl, dass der am Boden ist) und die vertauschen Blinker/Wischer Hebel. Nach ein paar Kilometern blinken wir allerdings bereits wieder mit den Lichtern und nicht mit dem Scheibenwischer ;-).
Die Strecke ist heute recht leer und so kommen wir auch in Whitianga bereits gegen 15 Uhr an, holen die Schlüssel ab und beziehen das Beach House der Eltern eines Freundes für die nächsten vier Nächte. 🙂 Dummerweise gibt es seit dem Autowechsel in Auckland unterwegs wieder „showers“ und so ist nichts mit Beach. 🙁 Na gut, dann nutzen wir die Zeit eben für einen Besuch der iSite (dieses mal sind die nicht so freundlich) und dem notwendigen Einkauf. Zurück im Haus genießen wir eine echte Dusche und lassen den Abend ruhig ausklingen.

Cathedral Cove

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Nach neun Stunden Schlaf wachen wir gegen acht Uhr auf. Ein Blick aus dem Fenster kühlt jedoch die Laune gleich wieder ab. Es ist wieder bedeckt und muss bis gerade geregnet haben. Bis zu unserem Aufbruch klart es jedoch auf.
Unser erster Programmpunkt für die Coromandel Halbinsel ist der kleine Kauri-Loop Walk zwischen Whenuakite und Tairua. Der Walk ist nicht besonders lang aber dafür eigentlich doch recht nett. Die Kauris sind hier in einem lokalen Community Projekt gepflanzt worden um den Wald wieder zurück zu versetzen. Im Vergleich zu den großen Kauris aus dem Norden, sind diese aber noch recht jung und haben „nur“ einen Umfang von maximal einem Meter. Was den kurzen nur 2 km langen Walk allerdings unangenehm werden lässt, ist die extreme Schwüle. Man hat das Gefühl, dass man die Feuchtigkeit der letzten drei Tage einatmet. Nach nicht mal einer halben Stunde sind wir aber wieder am Auto und atmen wieder richtig durch.
Weiter geht es zum Cathedral Cove. Diese Idee hatten wohl viele andere auch heute morgen und so ist der Parkplatz bereits voll, als wir ankommen. Na gut, dann fahren wir runter nach Hahei und laufen von dort aus los. Mittlerweile ist kein Wölkchen mehr am Himmel und die Sonne brennt bei bestimmt 26 Grad. Endlich kommt wieder Sommer Feeling auf! Nach einer guten Stunde kommen wir am Strand an und genießen ein kühlendes, erfrischendes Bad im Meer vor einer traumhaften Küstenkulisse. 🙂
Wieder zurück am Auto fahren wir kurz „down-town“ in Hahei und Essen lecker Fish&Chips. Dieses mal gibt es wieder Hoki. 🙂 Weiter geht es danach zum Hot-Water-Beach, aber als wir dort ankommen, ist uns gar nicht mehr nach „hot water“, denn es ist ohnehin schon so sehr warm obwohl es bereit sechs Uhr ist. Das heben wir uns mal für die nächsten Tage hier auf…

Ruhetag

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Nach all den Wochen der vielen Fahrerei und der vielen Ausflüge, gönnen wir uns heute einen Ruhetag. Wir genießen einfach mal den Komfort eines richtigen Hauses, denn in den letzten Wochen gab’s ja „nur“ Camper-Feeling ;-). Das bedeutet lange auszuschlafen und einfach mal auf der Couch abzuhängen. Dafür können wir heute zum Mittag unseren Mini-Grill mal richtig anheizen und grillen. Es gibt leckere Lamb-Shoulder und Eggplant. Mjamm.

Coromandel Town

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Unser heutiges Ziel ist ein kleinerer Walk nördlich von Coromandel Town. Unser heutiger Weg führt uns von Whitianga über die (überwiegend) Gravel Road 309 quer über die Halbinsel. Das dauert recht lange obwohl es auf der Karte wie eine Abkürzung aussieht, denn es geht sehr windy bergauf und bergab. Daher brauchen wir schon gute zwei Stunden, bis wir am Parkplatz nördlich von Coromandel ankommen. Dabei ist unser kleiner Daihatsu schon recht lebendig und lässt sich prima um die Kurven bergauf und -ab manövrieren. Mittlerweile ist es bereits mittags und die Sonne steht recht hoch. Daher entscheiden wir, ob der schon recht hohen Temperaturen, „nur“ den Lookoutpoint anzusehen und nicht bis auf den Gipfel an der Relaisstation zu steigen.
Danach fahren wir wieder zurück in die Stadt und schlendern ein wenig entlang der alten Häuser aus alten Goldgräberzeiten entlang. Allmählich stellt sich dann auch ein Hungergefühl ein und so fahren wir weiter zur Intersection SH25 und 309 um in der Mussel Kittchen essen zu gehen. Es gibt einen „summer roasted veggie salad“, „garlic bread“ und natürlich einen Pott „green lipped mussels“ mit Thai-Cocos-Sauce. Alles ist sehr lecker aber auch ziemlich viel so dass wir uns hinterher richtig unanständig satt fühlen.
Für den Rückweg wählen wir den SH25 entlang der Küste und biegen unterwegs noch einmal zum „New Chums Beach“, einem der wohl weltweit schönsten 20 Strände, ab. Den erreicht man aber auch nicht einfach so, sondern muss bei Ebbe bzw. zwei Stunden vom Hochwasser entfernt, am Whangapoa Beach einen Stream, der vom Meer aus kommt, überqueren. Dann folgt man der „rocky shoreline“ bis man einen Weg durch den Wald findet. Diesem folgt man bis über den „saddle“ zum Beach herunter. Auf dem Weg durch den Wald sieht es aus, als ob hier gerade Leute gestrandet sind und sich ein Haus à la Robinson Cruso bauen. ;-). Der Strand selbst ist keine Augenweide allerdings hat er seinen besonderen Charme sicherlich dadurch, dass er noch relativ naturbelassen und nicht überlaufen ist. Auf dem Weg zurück, ist das Wasser bereits gestiegen uns somit sind wir im Stream schon deutlich tiefer, als auf dem Hinweg.
Wieder zurück in Whitianga heißt es heute Taschen packen, denn morgen ziehen wir wieder weiter…

Rotorua

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Heute geht es früh los, denn wir haben ein ganz schön langes Stück Fahrt vor uns. Also schnell noch mal durchgesagt, die Taschen im Auto verstaut, den Schlüssel abgegeben und los geht’s! Der Weg von der Halbinsel bis zur SH2 zieht sich jedoch, da er wieder einmal recht kurvig ist. Danach kommen wir jedoch recht gut voran. Unterwegs kommen wir in Te Puke, der Kiwi-Hauptstadt der Welt, vorbei, kosten dort in einem Showroom alles kostenlose, kaufen nichts 😉 und fahren wieder weiter.
In Rotorua führt uns der erste Weg zur lokalen iSite, denn wir wollen ein Hangi möglichst für heute Abend buchen. Da wir ein Jucy Auto haben, bekommen wir die zweite Person bei „Tamaki Mauri Village“ heute auch zum halben Preis, d.h. statt für 220 NZD für 165 NZD. Das lohnt sich dann schon mal. Dafür müssen wir aber direkt zu Tamaki hin und dort buchen. Zum Glück ist das nur „just around the corner“ und somit schnell erledigt. Da wir bis zum Pickup nur noch eineinhalb Stunden haben, geht es danach schnell ins YHA, wo wir einchecken und unser Zimmer beziehen. Dann werden wir auch schon abgeholt.
„Aroha“ (unsere Busfahrerin) holt uns mit ihrem Waka ab und wir fahren zum Mauri Dorf. Unterwegs erklärt sie uns allerlei Wissenswertes zum Anlauf des heutigen Abends und auch zur Kultur und Sprache der Mauris. Auch müssen wir einen Chief für unseren „Stamm“ d.h. unsere Gruppe (deren Altersdurchschnitt wir deutlich herunterziehen!) festlegen. Die Chiefs eines jeden Wakas repräsentieren dann die Stämme in einem Willkommensritual. Erst danach dürfen wir das Dorf betreten. Hier gibt es dann zunächst diverse Darbietungen zu Handwerkskunst und Gebräuchen. Anschließend gibt es in einem Haus noch eine Bühnenshow mit Gesängen und natürlich einem abschließenden Haka. Dann dürfen wir uns endlich am Hangi, welches über mehrere Stunden im Erdofen gegart wurde, laben. Allen englisch sprachigen Ländern wird zunächst die Bar gezeigt. Ale anderen dürfen direkt zum Essen gehen. Es gibt Karotten, Kartoffeln, Kumara, Salad, Lamb, Chicken, Fish und Mussels. Dan Abschluss bildet dann ein Steam-Pudding, der auch im Ofen gegart wurde! Ferner gibt es endlich eine Pavlowa, denn schließlich sind wir hier im Ursprungsland dieses lediglich aus Eiweiß, einem Schuss Essig und Zucker bestehenden Kuchens, welcher nur optisch durch Früchte kaschiert wird. Das Essen ist sehr lecker und auch viel, so dass keiner hungrig nach Hause gehen muss. Auf dem Rückweg müssen wir singen. So bleibt die Stimmung erhalten und jedes Land muss sich landestypisch einbringen. Den Höhepunkt bildet dann ein von Aroha angestimmtes Lied: „you will Never forget The Ride with our waka“. Dabei fährt sie in einen Roundabout und wir singen „singing ya ya yippie yippie yay“ wobei wir mindestens fünf Runden drehen. „Don’t do that at home! We can do this in Rotorua because our Police is currently having their tea brake.“ (Das ist wohl an die Amis unter uns gerichtet ;-))

Wai-o-Tapu

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Unsere erste Nacht im Hostel war gut. Wollen wir hoffen, dass das so bleibt. Hier in Rotorua ist recht viel thermale Aktivität und so machen wir uns nach dem Frühstück auf, das „thermal wonderland“ Wai-o-Tapu“ ca. 27 km südlich von Rotorua zu besuchen. Da sich alle Touristen um den mit einem Seifestück ausgelösten Lady Knox Geysir kümmern, ist es im Park noch recht leer, so dass wir uns ungestört entlang des vorgegebenen Pfades bewegen können. Den Geiysir lassen wir aus, denn schließlich haben wir mit dem richtigen Geysir aus Island und Old-Faithful im Yellowstone die sicherlich coolsten Gesire gesehen. Glücklicher Weise haben wir heute vormittag auch noch Sonne, denn für heute sind leider mal wieder Wolken vorhergesagt worden… Die Thermallandschaft ist recht hübsch in einer Art Park angelegt. So ist der Eintrittspreis von 32,50 NZD auch einiger Maßen zu verschmerzen. Man muss allerdings offen sagen, dass nach Island und auch nach Yellowstone (und hier bei vor allem nach der Grand Prismatic Spring) alles doch recht bescheiden wirkt zumal dort die Highlights kostenlos zu besuchen waren.
Auf dem Rückweg in die Stadt, kaufen wir noch kurz bei Pak’n’Save ein und entdecken dabei zufällig noch 2012er Sauvignon Blanc von Montanna unter den ganzen 2013er Flaschen. Wir haben nämlich festgestellt, dass es nicht an der Sorte liegt sondern vielmehr am Jahrgang. 2012 scheint deutlich besser zu sein als 2013. 🙂
Wir stellen unser Auto am Hostel ab und beginnen unseren Stadtbummel zu Fuß, denn die Unterkunft liegt recht nahe am Zentrum. Bei Robert Harris gibt es einen erstklassigen Flat White. Uns fällt auf, dass es überall in der Stadt recht übel nach Schwefel riecht, je nach dem, woher der Wind weht. Auch gibt es hin und wieder Stellen im Alphalt bzw. dem Fußweg, aus denen es plötzlich brodelt und dampft. Ansonsten ist Rotorua eher „normal“ was die Geschäfte angeht. Auch die lokale Jade Factory bietet nichts, was wir nicht schon irgendwo gesehen haben. Also schlendern wir noch ein wenig am Lake entlang und dann wieder zurück zum YHA. Hier lassen wir den Abend mit unserem 2012er Schatz gemütlich auf der Terrasse ausklingen.

East Cape

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Wieder einmal stehen wir verdammt früh auf, denn es steht wieder einmal eine längere Fahrt vor uns. Wie wir uns inzwischen kennen, trödeln wir auf der Fahrt meist auch ein wenig…
Unser heutiges Ziel ist Te Araroa, eine kleine Stadt am East Cape. Hier, im entfernten Osten, ist es sehr wenig touristisch und auch die Landschaft sehr urbelassen und ruhig. Unser Weg zieht sich entlang der malerisch rauen Küste, gesäumt von unendlich vielen Pohutukawas. Wie wunderschön muss das hier zu Weihnachten immer aussehen, wenn die Bäume blühen! Unterwegs halten wir noch kurz bei Pacific Coast Macadamia, denn schließlich fahren wir ja auf dem Pacific Coast Highway ;-). Dort werden Macadamias angebaut, geerntet und zubereitet. Für uns gibt es ein leckeres „Hocky MAC Pokey“ sowie ein „Double Choclate Macadamia“. Sehr lecker zusammen mit dem obligatorischen Flat White.
In Te Araroha sehen wir dann den wohl ältesten Pohutukawa der Welt mit geschätzten 300 Jahren. Das ist schon ein riesiger Baum! Unsere heutige Unterkunft ist ein Backpackers im selben Ort. Wir checken ein und obwohl sich die gute Frau nicht an eine Reservierung per Email erinnern kann („my emails sometimes disapear“), bekommen wir ein Zimmer. Das ganze Haus erinnert uns ein wenig an Kuba, denn es ist wie eine Puppenstube eingerichtet mit jeder Menge Tünnef. Das ganze ist typisch neuseeländisch gebaut. So ist z.B. die Küche aus Wellblech zusammengezimmert. Dafür ist der Garten ein Traum.
Da es noch Nachmittag ist, entscheiden wir noch mal kurz zum Lighthouse zu fahren und somit zum östlichsten Teil Neuseelands, mal abgesehen von den kleineren Inseln. Nach 27 km über überwiegend Gravel Road kommen wir am Parkplatz an und müssen dann nur noch die ca. 700 Stufen durch einen Wald bis zum Leichtturm emporsteigen. Von hier aus hat man einen fabelhaften Blick über die Küste und sieht am morgen als erster den neuen Tag.
Zurück im Backpackers Essen wir noch was zwischen zwei Katzen, einem Hund und acht Leuten, die inzwischen mit einem kleinen Rundreise Bus angekommen sind. Den Abend lassen wir dann in der Hollywoodschaukel auf der Veranda mit Blick auf den zauberhaften Garten ausklingen

First to see the light!

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Heute stehen wir bereits um 5:00 Uhr auf und fahren noch mal in Richtung Leuchtturm. Was gibt es schließlich romantischeres zum Valentinstag, als in der Dunkelheit über Gravel Road zu fahren und dann die ersten Sonnenstrahlen des neuen Tages in kühler Morgenluft zu sehen. 🙂

Gisborne

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Nach dem frühmorgentlichen Ausflug kehren wir noch im Backpackers ein und frühstücken. Dabei halten wir heute unsere Zeit recht kurz und das Frühstück simpel, denn wir haben keine große Lust mehr, hier unnötig Zeit zu verbringen. Wir fühlen uns hier unwohl, denn heute Nacht haben wir uns unsere eigenen Linen aufgezogen um möglichst nicht mit den angebotenen in Berührung zu kommen. Zu ungepflegt ist das ganze hier: der Raum ist keimig und überall sind Haare von Tieren und wer weis von wem. Ferner haben wir wir im Laufe des Abends vier große Käfer rausgeschmissen und noch diverse andere Tote gefunden… Das ist auch nicht sonderlich verwunderlich, liegt doch das Zimmer direkt an der Veranda und die Tür stand den ganzen Tag offen. Dennoch muss das doch nicht so sein! Das angebrachte Moskitonetz nutzen wir auch nicht, denn es sieht auch einfach nur eklig aus.
Gegen acht machen wir uns dann auf den Weg. Wir folgen dem Pacific Coast Highway entlang der Küste. In Tolaga Bay halten wir kurz, um uns „die längste Wharf der südlichen Hämisphäre“ anzusehen. Sicherlich ist das 660m lange Bauwerk für seine Zeit beachtlich. Aus heutiger Sicht ist es allerdings auch „nur“ ein großer Steg… 😉
In Gisborne (oder Gizzy wie man hier sagt) checken wir im YHA ein und beginnen einen Stadtbummel. Viel zu sehen gibt es nicht in der Stadt wo Cook damals das Land betreten hat, aber es ist einfach mal schön durch die Straßen zu schlendern. Wieder zurück im YHA gibt es Abendessen auf der Terasse. Die Sonne ist mittlerweile nicht mehr so sehr intensiv, so dass man es gut aushalten kann und nicht das Gefühl hat zu verbrennen, wie sonst oft tagsüber.

Napier – The Art Deco Capital

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Nach einem sonnigen Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Naoier. Die Fahrtstrecke ist mal wieder ausgiebig kurvig aber das sind wir ja gewohnt. Somit kommen wir also, inkl. einem kurzen Coffee Break nach gut 3,5 h an und suchen sogleich die lokale iSite auf. Leider ist das von uns erwartete Art Deco Festival erst am nächsten Wochenende und nicht jetzt. Na ja, wer lesen kann… Da haben wir wohl die Daten verwechselt. Hmm, na gut, dann eben „nur“ normal Napier.
Wie wir feststellen gibt es hier Parkplätze mit Gebühren. Dennoch haben wir Glück: Da heute Samstag ist, gilt das nur bis zwei Uhr und morgen ist sowieso freies parken. Also werfen wir noch ein paar Cent in die Uhr und sind fein raus. Dann checken wir auch im Backpackers ein und beziehen unser Zimmer. Das Criterion ist wirklich gut gelegen und direkt im Stadtkern, so dass wir hier wohl alles zu Fuß erlaufen können ohne das Auto zu bemühen. Das machen wir dann auch gleich mal und schlendern die Straßen entlang. Neben den üblichen Souvenirläden gibt es natürlich auch ganz normale Geschäfte. Der einzige Unterschied besteht zu den anderen Städten darin, dass die Häuser hier alle in Art Deco, spanischen Missionsstil oder einer dritten Art (die uns gerade nicht mehr einfallen will) gestaltet sind.
Gegen fünf Uhr finden wir uns dann beim Art Deco Trust ein, um einen Guided Walk zu machen. (Die Tickets hatten wir uns vorhin in der iSite gebucht.) hierbei werden wir für eineinhalb Stunden durch die Stadt geführt und bekommen allerlei Interessantes über Napier, seine Geschichte und natürlich das Erdbeben vom 03. Februar 1931. Durch dieses 7.9er Beben wurde die gesamte Stadt nahezu dem Erdboden gleich gemacht. Was nicht durch das Beben zerstört wurde, erledigten hinterher die Flammen. Der einzig positive Punkt des Bebens war, dass sich die Ebene um Napier um ca. zwei Meter angehoben hatte, so dass das bisher umgebende Sumpfgebiet auf einmal trocken gelegt wurde und somit jeden Menge Platz für die Expansion des bis dahin recht kleinen Städtchen entstanden war. Man überlegte, wie man nun sicherere Gebäude bauen könnte und entschied sich für Stahlbeton, was in den 30er Jahren gerade neu war, versprach es doch eine größere Stabilität, als Ziegelbauten. Für die Fassaden sah man sich um, wie San Francisco nach dem Beben neu aufgebaut wurde und orientierte sich auch am „neuen Stil“, den wir heute Art Deco nennen. So kommt es, dass Napier heutzutage die größte Dichte an Original aus den 30ern stammenden Art Deco Gebäuden besitzt.
Den weiteren Abend lassen wir in einem Irish Pub gemütlich ausklingen bevor wir wieder zurück in unser Hostel kehren.

Cape Kidnappers

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Auch wenn unser Criterion Hostel nicht ganz so schön ist, wie das YHA aus Gizzy, so haben wir doch herrlich in Zimmer 14 (wo auch sonst ;-)) genächtigt.
Heute steht mal wieder ein Walk an, wenn auch „nur“ einer entlang der Küste. Wir fahren mit dem Auto bis nach Clifton, was ca. 30 Minuten südlich von Napier liegt. Im Café stärken wir uns noch kurz mit einem leckeren Flat White, den wir in der noch seichten und damit angenehmen Morgensonne genießen. Gleichzeitig warten wir somit auch noch die richtige Uhrzeit zu den Gezeiten ab denn auch hier kommt man nur bei low-tide hin. Dieses mal haben wir uns vorher informiert, sind aber ein wenig zu früh am Ausgangspunkt. Zwanzig nach zehn machen wir uns dann auf den Weg zum Cape Kidnappers. Der Weg führt einfach entlang der Küste, immer entlang des Strandes. Zum Glück ist es ein wenig bedeckt denn sonst wäre es schon sehr heiß in der Sonne und ohne Aussicht auf Schatten… Dabei passieren wir schroffe Felswände und umlaufen diverse „Hindernisse“ (Felsen). Wir sind nicht allein unterwegs aber das stört uns nicht. Also genau genommen stören uns die Wanderer nicht. Die diversen Quads sind schon nervig, die hier zum Angeln, Picknicken oder sonst welcher Aktivität her fahren. Umwelschutz sieht irgendwie anders aus…
Nach nicht einmal zwei Stunden kommen wir an der ersten Gannet-Kollonie (Tölpel) an. Die kommen hier jedes Jahr her um ihre Jungen aufzuziehen. Dabei kann man sie von ca. November bis in den März hier antreffen. Ab April machen sich dann die ersten auf den Weg nach Australien und im Mai sind sie Weg bis zum nächsten Jahr. Wie beobachten die vielen Vögel ein wenig und machen gleichzeitig eine kleine Pause. Dann geht es wieder zurück. Nach insgesamt vier Stunden inkl. Pause sind wir wieder am Auto. Der Rückweg, leider ohne Wolken, war schon ein wenig wärmer und somit unangenehmer. Unsere Füße danken es uns, in leichtere, luftigere Schuhe gesteckt zu werden. 😉
In Napier zurück, belohnen wir uns für unsere Mühe mit einem „Bastard“ bei Burger Fuel. Dann geht es endlich im Hostel unter die erfrischende Dusche. Parallel dazu starten wie mal wieder einen Waschta, den letzten, hoffentlich.

Lake Taupō & Huka Falls

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Heute morgen verlassen wir Napier in Richtung Norden. Bereits kurz nach der Stadt beginnt der SH5, der „Thermal Explorer Highway“, dem wir bis Taupō folgen. Ein wenig nördlich von Taupō sind die Huka Falls, die wir uns ansehen. Wir entscheiden, dass mal wieder Eis-Zeit ist und so gibt es ein Strawberry-White-Crumble- und ein Peppermint-Magnum in der heißen Mittagssonne. Taupō liegt am gleichnamigen See dessen Ausmaße von einem nahe liegenden Viewpoint nur ansatzweise eingeschätzt werden können. Am beeindruckendsten ist jedoch, dass der See ein erloschener Vulkan ist, der im Jahre 186 ausbrach und sogar im fernen Rom dieser Ausbruch verzeichnet wurde, da sich der gesamte Himmel rot färbte. Seitdem hat sich die Caldera durch Erosion, Wind und Wasser abgetragen und der Krater wurde im Laufe der Jahre durch Wasser gefüllt. Angeblich ist der See so groß wie Singapur… Kann das stimmen?

National Park Village

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Weiter geht es westwärts in Richtung Turangi. Dort kaufen wir noch mal ein und informieren uns ein wenig über die lokalen Whitewater Rafting Touren (Grade 3) am Tongariro River. Wir finden zwei Unternehmen, von denen das eine Werbewirksamer und „cooler“ auftritt und eine recht informative Website hat. Das andere Unternehmen ist auf unserer Jucy-Save-Money Liste (buy 1, get one 1/2 price) und macht beim Besuch auch einen netten Eindruck ist aber ansonsten eher unscheinbar. Die Jucy Liste kennt hier auch keiner, wie schon beim Tamaki Village. Wir sollen wie allerdings beim Booking vorzeigen, falls wir uns dafür entscheiden. Das würde dann schon klar gehen. Auch hier würden wir dadurch knapp 60 NZD sparen können. Wir vertagen aber die Entscheidung erst mal auf später, denn wenn das Wetter morgen gut ist, werden wir das Tongariro Alpine Crossing machen und Mittwoch das Rafting.
Nach gut einer weiteren Stunde sind wir dann im National Park Village und checken im Backpackers (hier ein an HI angeschlossenes aber selbst betriebenes Hostel) ein. Unser heutiges Zimmer ist richtig groß und auch sehr ordentlich. Wir melden uns gleich mal für den Shuttle Service zum Ausgangspunkt des für morgen geplanten Walks ein, nachdem wir das Wetter für morgen gecheckt haben. Es soll nämlich so werden wie heute und das war wohl klasse. Na gut, dann verlassen wir uns mal darauf 😉 und hoffen, dass die acht Stunden für die Tour reichen werden. Start ist dann morgen früh um 7:15 Uhr, loslaufen werden wir dann um acht Uhr und Pickup ist um vier Uhr auf der anderen Seite des Tongariros. Andere Uhrzeiten werden hier nicht angeboten, d.h. Es wird mal wieder recht sportlich… Die Strecke schafft man sicherlich in der Zeit aber mit evtl. Sidetrips kann das dann schon eng werden. Wir werden sehen…
Mittlerweile ist es fünf Uhr uns Zeit für ein Abendessen. Wir feuern den BBQ an und es gibt wieder einmal das exzellente Neuseeland-Lamb. Nebenbei plauschen wir mit einem Italiener an unserem Tisch. Wir unterhalten uns über unsere Reisen und kommen aus dem Staunen nicht heraus, als er uns seine gesamten Länder aufzählt. Das ist gesamt Amerika, Asien, ein großer Teil Afrikas und natürlich auch Europa. Wir stellen fest: So viel reisen wir gar nicht!
Nach dem Abendessen packen wir schon mal die Backpacks für morgen und lassen den Abend im „Schnapps“, dem lokalen Pub nebenan, bei Bier und Wein ausklingen.

Tongariro Alpine Crossing

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Heute klingelt unser Wecker mal wieder extra früh um 5:00 Uhr, denn unser Shuttle zum heutigen Walk geht schon um 7:00 Uhr los und frühstücken muss man ja auch noch… 😉 Dafür werden wir noch während des Frühstücks mit einem herrlichen Sonnenaufgang mit Vulkankulisse belohnt.
Der Bus vom lokalen Backpackers fährt uns pünktlich los und liefert uns am Ausgangspunkt des Tongariro Alpine Crossings ab. Vorher gibt es noch ein paar Hinweise und die Pickup Zeit 16:00 Uhr. Schafft man das nicht, holen sie einen gerne für 50 NZD extra ab…
Wir laufen um acht Uhr los und können uns sehr gut an den vorgegebenen Zeiten der DOC Broschüre und den Beschreibungen des Hostels orientieren. Die Zeiten stimmen in etwa, auch wenn wir im letzten Abschnitt merken, dass die Längenangabe ein wenig kürzer ist als in Wirklichkeit. Der Weg selber ist sehr schön, wenn auch die beiden steilen Passagen recht challenging sind. Dafür läuft man am „Schicksalsberg“ (eigentlich der Mt. Ngauruhoe) entlang und wird mit vielen farbenfrohen Gesteinsformationen vulkanischen Ursprungs belohnt. Man merkt auch, dass das gesamte Gebiet immer noch sehr aktiv ist. Der letzte Ausbruch des „Te Maari“ ist erst in 2012 gewesen und der Vulkan raucht immer noch sehr und ist immer noch aktiv. Das zeigen auch diverse Warntafeln an. Nach 7:15 h inkl. ca. 1 h Pausen kommen wir am anderen Ende des Trails an. Dort holt uns der Bus wieder ab. Wie es aussieht, haben es sieben Leute unserer Tour nicht pünktlich geschafft obwohl unser Busfahrer noch eine viertel Stunde gewartet hat. Wie die wohl zurück kommen?
Zurück im Hostel gibt es eine wunderbare Dusche und einen Kaffee, denn irgendwie fühlen wir uns doch ein wenig müde. Kein Wunder, wir sind ja auch schon recht lange wach heute. Zum Abendessen gibt es dann auch eine ordentliche Portion Spaghetti ;-). Dabei unterhalten wir uns mit vielen Leuten unseres Hostels. Viele haben den Track heute auch gemacht, einige machen ihn morgen. Auf jeden Fall macht es Spaß sich auszutauschen. Wir stellen fest, dass wohl jeder hier im Hostel den Track gemacht hat oder noch machen will.

Tongariro River Rafting

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Heute schlafen wir endlich mal aus! Das haben wir uns auch verdient! Gegen Mittag machen wir uns dann auf den Weg nach Turangi, denn um zwei Uhr haben wir ein White Whater Rafting gebucht. Vorher gibt es zum Mittag noch mal Fish&Chips und ein Eis.
Somit gut gestärkt machen wir uns auf zu Tongariro River Rafting. Wir sind ein wenig früh da aber Jen unsere Raftingguide nimmt sich unserer an und wir Plauschen ein wenig. Dann werden wir eingekleidet mit Neoprenanzug und Schuhen, Fleecepulli, Regenjacke, Rettungsweste und Helm. Auch für unsere Sonnenbrillen bekommen wir einen Riemen. Dann geht es los. Wir fahren ca. 15 Minuten mit den Auto (und den Rafts auf dem Hänger) stromaufwärts. An einem Stauwerk lassen wir die Rafts ins Wasser. Wir fahren zu viert plus Guide in unserem Raft. Ein weiteres mit fünf Teilnehmern plus Guide begleitet uns. Insgesamt haben wohl sechs Personen pro Raft Platz. Wir bekommen ein Security Briefing für den Fall, das wir über Board gehen oder das Raft umkippt oder oder oder… Franziska mag am liebsten wieder aussteigen. Das Wasser ist übrigens auch erfrischend kühl mit nur zehn Grad. Dann geht es los und die ersten „rapids“ werden überfahren. Dazu gibt es immer Kommandos {„left|right} {forward|backward} paddle“. Nach dem dritten rapid sind wir alle nass und wenn wir uns nicht festgehalten hätten, wären wir bereits über Board gegangen. Was ein Spaß! Das Wasser ist super klar, kann getrunken werden (schmeckt super) und man kann sogar die Forellen im Fluss sehen. An einem Pool halten wir und wer will, kann von einem Vorsprung ins Wasser springen. Ein Stück später werden wir eingeladen ein wenig zu schwimmen. Das machen wir auch und Franziska erfriert fast. Ein Glück, dass Yann sie ins Raft zurück zieht. 😉 Nach gut zwei Stunden ist die Tour beendet und wir holen das Raft wieder aus dem Fluss. Es geht zurück zur Basis, wo wir uns trocknen können. Dann werden uns die Fotos von unserer Tour gezeigt und es gibt ein paar selbstzubastelnde Sandwiches.
Zurück im Hostel, grillen wir dann noch mal ein paar Lamb-Honey-Rosemary-Sausages zum Abendbrot und lassen den Abend gemütlich ausklingen.
Beim Verlassen der Hostelküche, hören wir dann eine Stimme „Yann?“ fragen, drehen uns um und staunen nicht schlecht, wen wir da vor uns haben. Sven, mit dem Yann damals in Hamilton zusammen mit Doris gewohnt hat, sitzt da auf einmal mit Frau und Kind. 🙂 Was für eine kleine Welt! Da wohnen wir beide in Berlin und treffen uns ausgerechnet in dem Land, wo wir uns vor acht Jahren das letzte Mal gesehen haben.

Wiedersehen in Hamilton

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Der letzte Morgen im National Park ist angebrochen und so heißt es heute für uns Abschied nehmen.
Unser heutiges Ziel ist Hamilton, welches wir gegen Mittag erreichen. Dort angekommen, fahren wir zunächst zum Uni Campus und essen ganz klassisch Mittag, so wie vor acht Jahren ;-). Einiges hat sich inzwischen schon sehr verändert aber insgesamt sieht noch alles so aus, wie Yann es in Erinnerung hatte. Leider treffen wir beim schlendern durch das Computerscience Building auf niemanden, den wir kennen und so brechen wir schon bald auf in Richtung Stadtzentrum auf. Die Victoriastreet sieht ein wenig verändert aus, d.h. es gibt inzwischen eigentlich keine richtigen Geschäfte mehr, sondern nur noch Restaurants und Bars. Angeblich sind die Geschäfte jetzt in der neuen Mall. Na gut, dann fällt der Einkaufsbummel also aus.
Es geht zurück nach Silverdale, wo wir kurz außerhalb der Stadt bei den Eltern von Yanns Kumpel Matt verabredet sind. Dort treffen wir neben den Eltern auch wieder auf Marlies und Volker und alle freuen sich über das Wiedersehen. Wir quatschen viel und zum Dinner kommt dann auch Matt von der Arbeit. Wir reden und Lachen den ganzen Abend sehr viel. Es tut gut hier zusammen zu sitzen und wir haben alle viel Spaß, bis gegen elf die allgemeine Müdigkeit einsetzt. So brechen wir auf zu Matts Flat, wo wir heute übernachten. Wir quatschen dort noch ein wenig weiter, fallen dann aber erschöpft in die Betten.

Jucy – Auckland

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Nach einem gemütlichen Kaffee auf dem „Deck“ (der Terasse) von Matts Haus, fahren wir gegen halb neun los nach Auckland. Heute ist der Weg recht angenehm zu fahren und erst kurz vor Auckland wird es ein wenig voller auf dem Highway. Franziska lotst uns mit dem iPad durch die Stadt direkt zu unserem Jucy Hotel, wo wir die nächsten drei Tage bleiben werden, bis wir Neuseeland wieder verlassen. Leider können wir noch nicht auf unser Zimmer aber der nette Kerl von der Rezeption bietet uns an, dass wir zumindest schon mal das Gepäck im Luggage Room lassen können. Dabei packt er netter weise sogar mit an! So was nettes haben wir auch schon lange nicht mehr erlebt. Wir haben aber auch eine Menge Taschen dabei… Mal sehen, wie wir die noch für die Flüge dezimieren können… 😉 Wir zählen, und weil wir (noch) ein Jucy Car gemietet haben, gibt es auch noch mal 10% Rabatt. Na das hat sich inzwischen aber schon recht gut geloht mit den Dealz und Rabatten. Insgesamt waren das inzwischen bestimmt gut 150 NZD.
Los geht es zu Jucy Rentals, denn wir müssen das Auto ja bis 12:00 Uhr heute abgeben. Wir müssen das Auto zum Glück nicht am Flughafen abgeben sondern es gibt noch einen Abgabepunkt in der Innenstadt. Da das allerdings nur ein paar Blöcke weiter ist, erreichen wir das locker pünktlich.
Von dort aus schlendern wir am Hafen entlang bis zur Victoriastreet und laufen diese dann entlang. Dabei erstehen wir noch ein paar Souvenirs, denn allzu viel Zeit bleibt uns ja dafür auch nicht mehr ;-). An der iSite am Sky-Tower versuchen wir uns schlau zu lesen aber irgendwie will uns hier gerade nichts so recht für die nächsten Tage ansprechen. Also entscheiden wir doch erst noch mal aufs Hotel zurück zu kehren und unser Zimmer zu beziehen. Auch jetzt hilft uns der freundliche Kerl von der Rezeption wieder „I don’t do any other workout so it is really O.K. for me!“. Na dann… 😉 vielen Dank!

Unterwegs in Auckland

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Heute morgen trödeln wir ein wenig herum… Irgendwann frühstücken wir aber dann doch im „Garten“ und laufen los. Unsere Weg führt uns zunächst in Richtung Art Gallery und dann Richtung Mt. Eden. Leider fängt es an zu nieseln. Also drehen wir um und folgen doch wieder der Queenstreet zurück und setzen unseren gestrigen Einkaufsbummel fort. Wir erstehen noch ein paar Souvenirs und ziehen dann zum Hafen. Irgendwie gefällt uns Auckland nicht so wirklich. Die anderen Städte hatten irgendein Flair aber diese Stadt hier ist einfach nur groß und ohne Ausstrahlung…
Am Hafen kehren wir noch auf ein Bier und ein paar Muscheln ein. Dann laufen wir wieder zurück zum Hostel.

Devonport

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Unser letzter Tag bricht an, denn morgen verlassen wir Neuseeland wieder. Nach dem Frühstück Packen wir daher schon mal die Taschen, um den Rest des Tages entspannt verbringen zu können und nicht immer im Hinterkopf zu haben, das heute Abend noch machen zu müssen.
Gegen elf Uhr laufen wir dann zum Hafen runter und nehmen die Fähre nach Devonport. Die Fahrt dauert nur dreizehn Minuten. Schon von weitem sieht Devonport viel hübscher aus, als Auckland City. Devonport ist die älteste Siedlung Aucklands und hat neben einem gewissen Flair auch sehr schöne Häuser zu bieten. Hier „erklimmen“ wir heute auch unseren wohl vermutlich letzten Berg in Neuseeland, den Mt. Victoria mit gigantischen 87 Metern. Dieser Berg ist einer der über 60 Vulkane auf denen Auckland steht. Von hier aus hat man auch eine sehr schöne Aussicht über die City. Wir laufen quer durch Devonport zum Strand. Unterwegs erstehen wir noch am Café der Dreifaltigkeitskirche einen Flat White sowie einen Nutbrownie und ein Stück Caramel-Macadamia-Cake. Dann picknicken wir am Cheltenham Beach und genießen den Blick auf das Meer und die vielen kleinen Inselchen. Kurz nach drei Uhr machen wir uns dann langsam auf dem Rückweg zur Wharf. Es hat inzwischen ganz schön aufgefrischt. Auf dem Wasser merken wir davon allerdings nicht so viel und das Schiff fährt uns ruhig in die City. Hier schlendern wir dann in Richtung Hostel, wo wir einige unserer Ausstattungsteile (Gewürze, Öl etc.) an neu angekommene Reisende „vererben“, die sich ein Loch in den Bauch freuen. Den restlichen Abend lassen wir mit einem letzten Sauvignon Blanc ausklingen.