Flattr this!


Der letzte Teil unsere Auszeit ist ein Stop-Over in der asiatischen Metropole Singapur. Viele nennen Singapur „Asien für Einsteiger“ weil es angeblich nicht typisch für asiatische Verhältnisse ist. Nun ja, Singapur ist extrem sauber und ordentlich im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern und auch extrem modern bzw. westlich anmutend. Wir finden im Nachhinein, dass Singapur mindestens einen „Stop-Over“ wert ist; um es richtig zu erkunden braucht man aber angeblich eine gute Woche…
Viel Spaß beim nachlesen. Über Kommentare freuen wir uns, wie immer, gern.

Singapur & Singapore Sling

Flattr this!

Heute morgen checken wir im Jucy aus. Vorher vermachen wir noch unser Heiligtum, den Plunger, den Neuankömmlingen von gestern. Dann geht es mit dem Taxi zum Flughafen.
Beim einchecken haben wir „Spaß“ mit dem Handgepäck. Auckland ist anscheinend der einzige Flughafen auf der Welt, der das Gewicht auch wirklich prüft. Yanns Rucksack, mit der Fotoausrüstung, ist natürlich zu schwer. Wenn wir aber die Kamera umhängen, und Franziska eine „personal belongings“ Tasche hat, dann geht das. Was für eine Logik! Hinterher, also beim Security Check und Boarding interessiert das natürlich niemanden mehr. Also packen wir wieder alles fein zurück…
Der Flug geht pünktlich los und verläuft mit Singapore Airlines wie erwartet gut. Die Verpflegung ist schon gut. Ganz besonders toll ist jedoch, unser Boarding-Cocktail, ein Singapore Sling. Heute können wir allerdings nicht schlafen, sondern müssen wach bleiben, denn sonst passt das nicht mit der Zeitverschiebung. In Singapur angekommen, nehmen wir uns ein Taxi, denn das ist hier mit 25 SGD (ca. 21€) recht überschaubar. Der Taxifahrer gibt uns unterwegs sogar eine kostenlose Touristenführung. 😉
Im Hotel beziehen wir dann unser Zimmer im „Swissôtel – The Stamford“ in der 45. Etage mit Harbour View. Nachdem wir im Hotelguide heraus gefunden haben, dass man in die Bar im 72. Stock auch „cassual“ rein kommt und bis 21 Uhr noch Happy Hour ist, eilen wir nach oben und genießen einen weiteren Singapore Sling beim Ausblick über die Stadt. Zurück auf dem Zimmer rufen wir beim Service an, denn unser Balkon ist leider verriegelt. Nach einem kurzen Telefonat mit dem „duty manager“ wird jemand vom Housekeeping zu uns geschickt und die Tür entriegelt. Normalerweise sind die Türen aus Sicherheitsgründen verriegelt aber wie sind ja nicht Einzelpersonen, die ggf. was anderes da draußen vor haben… Nach einem ausschweifenden Blick über die Stadt geht es dann aber auch endlich ins überdimensional großes Kingsize-Bett.

Kampomg Glam, Little India & Chinatown

Flattr this!

Wie erwartet und dem Jetlag geschuldet, sind wir heute bereits gegen sechs Uhr wach und komplett ausgeschlafen. Also machen uns langsam auf den Weg zum Frühstück in der achten Etage. Was für eine Auswahl am internationalen Buffet! Neben dem erwarteten europäisch-englisch-amerikanischen Anteil gibt es auch einen großen asiatischen Anteil. Wir kosten uns durch, müssen aber einige Dinge für die nächsten Tage übrig lassen, denn es passt schlicht nichts mehr rein!
Gut gekräftigt geht es auf die erste Tour, die Stadt zu erkunden. Wir laufen zur Arab Street um die dortige Sultan-Moschee im Stadtteil „Kampomg Glam“ zu sehen. Singapur ist ein Ort an dem alle möglichen Religionen nebeneinander friedlich und im gegenseitigen Respekt existieren und praktiziert werden. Weiter zieht es uns nach „Little India“. Hier schlendern wir die Straßen entlang unzähliger kleiner Läden, die neben Krams auch Kleidung, Elektroartikel, Sonnenbrillen und wer weiß was noch alles verkaufen. Das ganze ist spannend und unterhaltsam. Natürlich finden auch wir was… 😉 Der nächste Besuch gilt einem Hindu-Tempel, der ganz verspielt mit vielen Figuren ist. Besonders bunte Farben müssen natürlich auch sein.
Mit der MRT (mass rapid transport system), der lokalen U-Bahn, fahren wir nach China Town. Auch die U-Bahn ist sehr günstig und einfach zu nutzen. Eigentlich ist es das Chinatown mit den unspektakulärsten Toren, dafür aber mit den meisten bunten Läden. Hier erstehen wir noch das das vielseitig einsetzbare Tiger-Balm für schmales Geld. Da inzwischen Mittag überschritten ist, kehren wir auf einem der unzähligen Food-Courts/-Streets ein. Es gibt Ente mit Nudeln. Schmeckt nicht schlecht, wenn auch nicht ganz so, wie erwartet. Weiter geht es zum „Buddha Tooth Relic Tempel“, einem Buddhisten Tempel, in dem angeblich ein Zahn Buddhas aufbewahrt wird. Hier wird gerade Gesungen und der Tempel ist voll mit ein paar Mönchen und diversen anderen Gläubigen. Wir sollen aber dennoch reingehen, dürfen überall hin und auch fotografieren ist erlaubt.
Auf dem Rückweg Wollen wir eine Pause einlegen, finden aber nicht gleich was. Die 30 Grad zusammen mit der recht hohen Luftfeuchtigkeit sind schon recht anstrengend über den ganzen Tag… Dann trifft unser Blick auf eine Starbucks Filiale und wir entspannen in klimatisierten Räumen bei einem Eiskaffee. So einfach kann das sein. So regeneriert, laufen wir weiter am Singapore River bis zur Marina Bay wo wir den Merlion, das Wahrzeichen Singapurs, und das Marina Bay Sands Hotel bewundern. Die drei eleganten Hochhäuser verbindet in 191m Höhe der Skypark, ein riesiger spektakulärer Dachgarten in Form eines Schiffs mit einem „infinity pool“.
Auf dem weiteren Rückweg, geht’s noch mal zum Supermarkt unter dem Hotel. Das dort erstandene super günstige Sushi wollen wir eigentlich nach dem angedachten Cocktail in der Bar verspeisen, stellen dann aber fest, dass wir einen Wein geschenkt bekommen haben. Also Planänderung: Sushi und Wein werden auf dem eigenen Balkon verzehrt! 🙂 Dann muss der Cocktail eben bis morgen warten…

Singapur, Stadt der Superlativen

Flattr this!

Heute sind wir nur noch ein bisschen früher wach, als geplant. Anstadt allerdings nach dem Frühstück, wie geplant nach Johor Bahru in Malaysia mit dem Bus zu fahren, verwerfen wir diese Idee, denn wir haben beim Frühstück eiwenig die Zeit vertrödelt. Daher machen wir uns mit der MRT auf zur Orchard Road, der zentralen Shoppingmeile Singapurs. Hier reihen sich unzählige Konsumtempel aneinander. Shoppingcenter dränt sich an Shoppingcenter und alle Firmen, die Rang und Namen haben, sind präsent; teilweise auch mehrfach. Irgendwie weis man gar nicht, wo man zuerst reingehen soll, geschweige denn, wo man ggf. etwas kaufen möchte. Zn groß ist die Auswahl. Was ein Wahnsinn! Es gibt mehrere mehrstöckige Shoppingmalls, die alle irgendwie moteinander und vor allem mit der MRT verbunden sind. So muss Männerherrlichkeit gar nicht mehr raus, sondern kann bequem und vor allem klimatisiert den Einkaufsbummel begehen.
Gegen Mittag trudeln wir dann zur Siesta in Hotelzimmer ein um gegen halb sechs in Richtung Marina Bay aufzubrechen. Diese Teil Singapurs ist recht neu und künstlich aufgeschüttet worden, so dass die Beach Road heute quasi mitten in der Stadt liegt. 😉 Entlang des Theaters geht es über die Helix-Brücke, dann am Marina Bay Sands Hotel vorbei bis wir schließlich in der Supertree Grove ankommen. Hier stehen futuristisch künstliche Bäume, an denen über 200 verschiedene echte Pflanzen emporwachsen. Die 18 ca. 25-50 m hohen Stahlkonstruktionen sind riesigen Tropenbäumen nachempfunden und werden abends in unterschiedlichen Farben angestrahlt. Das ganze sieht dann aus, wie in der Nachtszene von Avatar, bei der die ganzen Pflanzen selber leuchten! Wir sind hin und weg von der schönen Anlage!
Wieder zurück im Hotel lassen wir den Abend noch mit einem weiteren Cocktail ausklingen.

Singapore Zoo

Flattr this!

Unseren letzten Tag in Singapur lassen wir langsam angehen, schlafen aus und frühstücken ausgiebig und in Ruhe. Um 12:20 Uhr nehmen wir den Shuttlebus vom Hotel und lassen uns für 5 SGD p.p. zum Singapore Zoo fahren. Preislich liegt das in etwa in dem Bereich, den wir auch für MRT und Bus zahlen würden nur brauchen wir lediglich eine Dreiviertel Stunde statt der ein bis zwei Stunden mit öffentlichen Transportmitteln. Unser Bus wird von einem Inder gefahren, der sein Cockpit kunstvoll mit Glitzersteinen verziert hat 😉
Nach einem erfrischenden Eis am Eingang zum Zoo laufen wir durch die wunderschön angelegte Parklandschaft. Wir nehmen das Ticket inkl. der Bahn aber das hätten wir uns auch sparen können, wie sich im Verlauf des Besuchs herausstellt, denn so riesig sind die Wege nicht. Wie wir bereits gelesen hatten gibt es kaum sichtbare Zäune. Die meisten Gehege sind mit Wassergräben bzw. anderen natürlichen Barrieren umgeben, so dass die Tiere nicht aus ihrem Bereich können. Auch sieht es so aus, als wurden die Tiere mehr Platz als gewöhnlich haben. Vielleicht liegt es auch an der warmen und tropisch feuchten Luft, aber man hat mit dem Besuch im Zoo nicht das beklemmende Gefühl eingesperrte Tiere zu sehen… Entlang vieler überwiegend afrikanischen Tiere laufen wir in den australischen Bereich um im „Australia Outback“ noch die vermissten Kängurus zu sehen. Leider entdecken wir kein einziges Tier. Auch die Emus, die hier sein sollten, sind nicht zu sehen. 🙁 Australien scheint verwaist zu sein…
Dann kommen wir zum Highlight des Zoos, einem riesigen Freigehege mit Orang Urans. Das Gehege geht sogar teilweise über den nochmal Besucherweg, d.h. die Affen können über Seile die Seiten wechseln. Das ganze sieht schon sehr akrobatisch aus. Um 15:30 Uhr gibt es dann noch eine Fütterung der Orang Urans. Dabei kommt eine ganze Familie inkl. der putzigen Kinder über einen speziellen Weg herunter zu den Besuchern und wird dort von ein paar Rangern gefüttert. Hier sind vor allem die kleinen sehr niedlich anzusehen mit ihren strubbeligen Haaren.
Um 16:30 Uhr nehmen wir das Shuttle zurück zum Hotel. Dort angekommen, genießen wir die Vorzüge der fünf Sterne: Wir gehen noch mal ausgiebig im Spa-Bereich duschen und machen uns für die Reise heute Nacht fertig. Bevor wir uns allerdings zum Flughafen aufmachen, verabschieden wir uns von Singapore mit ein par Slings in der Bar im 70. Stock und genießen ein letztes mal den Ausblick über die Stadt. Die Lightshow der Supertree Grove sehen wir heute von oben.
Kurz vor neun bringt uns dann ein Taxi zum Flughafen wo wir entspannt einchecken und die letzten SGD in Schokolade investieren. Beim Taxifahrer leisten wir uns noch einen faux pas: Wir sagen, dass wir zum International Terminal wollen… Uups, in Singapur gibt’s ja auch nichts anderes… Das Boarding ist wie erwartet so wie immer: Alle stehen im Weg vor dem Eingang zum Gate, weil sie Angst haben, nicht mitkommen zu können. Daher verzögert sich das ganze, denn in unseren Airbus A380-800 passen ein paar Leute mehr rein, als in die bisher genutzten Flugzeuge. Kurz nach zwölf verlassen wir dann Singapur mit Kurs auf Deutschland. Der Flug ist sehr angenehm, fast hat man das Gefühl, es wäre sogar ein wenig leiser, als in den anderen Flugzeugen. Die Verpflegung mit Lufthansa ist auch gut wenn auch Singapore Airlines deutlich schneller war und auch öfter mit Getränken umhergegangen ist. Nach ein paar Gin-Tonics bzw. Weißwein bricht für uns dann die Nacht an und wir schlafen richtig gut.