Death Valley (Kalifornien)

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Wir stehen heute richtig früh auf, d.h. um 6 Uhr klingelt der Wecker, denn wir haben heute eine lange Strecke vor uns. Bis ins Tal des Todes sind es ca. 5h. Da wir uns aber inzwischen ganz gut kennen, wissen wir, dass mit Einkauf, Toilette, Mittagspause etc. noch einiges mehr an Zeit benötigt wird. Somit stehen wir mit der Sonne auf und fahren in der Dämmerung bereits los. Gegen Mittag erreichen wir Las Vegas wo wir prompt bei einem Starbucks (hallo! lange ist es her! ;-)) unsere Mittagspause machen. Endlich sind wir in Nevada, wo es auch wieder eine Bank of Amerika gibt, denn ein wenig bares bräuchten wir schon mal wieder… Nach kurzem Suchen, finden wir auch einen ATM in Nord-Las-Vegas (um die Ecke von Starbucks, wo sonst). Es gibt sogar einen Drive-Through Automaten 🙂 Allerdings gibt es für uns kein Bargeld, denn das Auslandsbargeldlimt hat gnadenlos zugeschlagen. So’n Mist! Daher schreiben wir gleich mal von Starbucks (scheint hier eine Werbeartikel zu werden) eine E-Mail an die Bankfrau. Hoffentlich wird das noch was während wir in Amerika sind…
Weiter geht es Richtung Death Valley, was wir gegen 15 Uhr erreichen. Als ersten halten wir am Zebraski-Point (oder heißt der doch Teraski-Point ;-)) und genießen einen ersten Eindruck bei lauschigen 96 Grad Fahrenheit (Faustformel: (96 – 30) / 2 = 33 Grad Celsius; präzise sind es (96 – 32)*5/9 ) inkl. warmem Wind. Gegenüber vom Zebraski Point blicken wir auf ein Kakaopulver bestreute Berge. Man kann sich das so vorstellen, wie Kakaopulver auf Tiramisu. Diese Assoziation hat uns hinterher auch der Reiseführer bestätigt! Weiter geht es zum Visitorscenter um eine Map und einen Guide in Form einer Zeitung zu bekommen. Diese Teile sind in jedem Park total klasse! Wir erfahren, dass der Dantes View auch über eine paved Road zu erreichen ist und entscheiden uns kurzerhand noch einmal zurück zu fahren. Auf dem Weg bestaunen wir gaaaanz viele Desert Hollies, die in der Sonne glitzern. Von Dantes View aus können wir das ganze „echte“ Death Valley überblicken. Hier oben hat es sich schon merklich abgekühlt und wir haben „nur noch“ 86 F auf 3000 Fuss Höhe. Brrr. 😉 Dann geht es ganz tief herunter zum Badwater Basin auf ca. 280 Fuss unter dem Meeresspiegel. Hier ist es auch gleich viel kuscheliger bei 106 F. Man hat das Gefühl, dass jemand den Fön in der Sauna angemacht hat. Man beachte, wir haben es mittlerweile 17:30 Uhr und es hat sich schon ein wenig abgekühlt. Die Luft ist allerdings nicht unangenehm. Das fühlt sich nur seltsam an. Beim Spaziergang auf dem salzigen Boden knirscht es herrlich. Beim Rückweg ist alles umgeben von Schokopulverbergen, die aussehen, wie Zehen von Elefanten. Wir durchfahren noch den Artistdrive, welcher sich zwischen den Bergen hindurchschlängelt, die wir vom Zebraski Point gesehen haben. Total schön, fast im Sonnenuntergang. Die Straße auf dem Drive ist One-Way und das mit gutem Grund, denn sie schlängelt sich mit diversen Dips, so dass man sich wie in einer Achterbahn fühlt, wenn man denn, so wie wir, entsprechend schnell fährt! Jippie!
Um 19:10 erreichen wir Stovepipe Wells Village, nach einer relaxten Fahrt durch den Sonnenuntergang. Es ist bereits dunkel als wir einchecken. Zu unserem Abendbrot, den healthy selfmade tunasalad, gelüstet es uns nach einem Bier bzw. Whitezinfadel. Also noch einmal zu General Store gegenüber rein wo wir für Schlappe 6$ zwei Doosen Budweiser (wie lange haben wir zu Hause schon keine Doosen Bier mehr getrunken?) und eine kleine Flasche Wein und Cheddarsourcremerifflecips erstehen! Natürlich dürfen wir den bösen Alkohol nicht offen tragen und so erhalten wir endlich eine Papptüte… Da es im Zimmer warm und laut ist, wir aber vor den Zimmern kleine Mauern haben, wird draußen gegessen und illegal getrunken… Aber psst!
Wir gehen bereits um 21 Uhr schlafen und können uns beide nicht daran erinnern, wann wir das jemals gemacht haben… zumindest seit der der Kindheit.

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1 Antwort

  1. Seppel sagt:

    Da war es ja recht frisch bei euch. Wir hatten letzten Sept. 52°c, was das schlafen im nicht klimatisierten Zelt recht kuschelig machte.

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