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Die zweite Etappe unsere großen Reise ist die Südinsel Neuseelands, die wir, in Christchurch beginnend, im Uhrzeigersinn bereist haben. Dabei haben wir vor allem viel Natur genossen und die Bedeutung von „Freedom Camping“ verinnerlicht, was ein tolles Erlebnis war. Viel Spaß beim nachlesen. Über Kommentare freuen wir uns, wie immer.

Christchurch

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Der Tag beginnt um 05:00 Uhr… Ganz schön früh für Urlaub… Egal, nach kurzem Frühstück holt uns das Shuttle zum Flughafen ab und wir sind schon um 07:30 Uhr da. Na das ging ja mal flott obwohl es 2AUD günstiger als Public Transport ist. 🙂 So haben wir also noch genügend Zeit für einen richtigen Kaffee und endlich ein paar Cookies. Das Boarding verzögert sich ein wenig, weil das Flugzeug erst später ankam, geht dann aber zügig voran und wir starten endlich. Der Emirates Flieger ist gut ausgestattet. Es gibt Steckdosen und auch USB-Anschluss für eigene Medien bzw. zum Aufladen. Das war es dann aber auch schon, denn der Service, und wir haben inzwischen echt Durst, ist erst nach einer Stunde bei uns (der Flug dauert gute drei). Das Essen ist schon o.k. aber das war sogar im Lufthansa Flug besser. Nun gut, wir sind ja nicht auf kulinarischer Flugreise hier aber alle Welt schwärmt doch so von dieser Airline…
Um halb vier landen wir und nach dem wir die Einreiseformalitäten erledigt haben, bringt uns dieses Mal ein Shuttle zu unserer heutigen Unterkunft, dem“Jailhouse“. Das ist ein ehemaliges Gefängnis, was als Hostel umfunktioniert wurde. Schon irgendwie ulkig…
Nach dem wir eingecheckt haben, machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Vom eigentlichen Herzen der Stadt ist nicht wirklich viel übrig geblieben und das, was noch steht, ist oftmals einsturzgefährdet. Ziemlich berührend sind auch die 185 leeren weißen Stühle, die an die Verstorbenen erinnern. Man beachte dabei vor allem die unterschiedlichen Stühle… Aber die Neuseeländer versuchen dem ganzen zu trotzen und haben einige der Geschäfte in einer Containerstadt, dem „Re:Start“ neu eingerichtet. Bedrückend ist die ganze Zerstörung aber schon, denn auch wenn heute Bank Holiday ist, sind viele der Geschäfte leer und nicht „nur“ geschlossen…
Danach gibt es Abendbrot beim lokalen Sushihändler und wir machen uns wieder auf den Rückweg. Zum Ausklang heißen wir uns selber in Neuseeland mit Ale und Sauvignon Blanc in einem Pub willkommen. Da wir inzwischen beide erkältet sind gehen wir mit „cold&flu relief“ aus der Pharmacy-Abteilung von New-World schlafen.

Kaikoura

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Die Nacht „im Knast“ war , abgesehen von den Bunkbeds, sehr gut und wir beginnen den Morgen mit einem erstklassigen Latte aus einer richtigen Kaffeemaschine. Den genießen wir dann in der Sonne auf dem Hof. Da wir gerade in einem Hostel mit Waschmaschine sind, nutzen wir die Gelegenheit und waschen parallel unsere Klamotten damit wir in den nächsten Wochen ein wenig unabhängiger sind.
Dann geht es auch schon wieder ans Packen, denn um 11:30 Uhr werden wir von einem Shuttle abgeholt, was uns zur Kea Mietstation bringt. Nach wenigen Minuten begrüßt uns Emelie, die uns aber auch gleich vertröstet, denn es ist sehr voll und daher dauert unsere Übernahme noch ein wenig. Um 12:30 Uhr ist es dann so weit und Emelie erklärt uns den Camper und den Vertrag. Wir freuen uns über den unerwarteten Cashback und eine Flasche Wein, den wir als Entschuldigung für die lange Wartezeit bekommen. Wir sind erstaunt über den Unterschied zum Camper vom letzten Jahr in den USA von Cruise Amerika. Unser jetziger Camper ist zwar kleiner, aber dafür um einiges moderner, neuer und besser ausgestattet. So gefällt uns das! Zusätzlich werden wir darüber informiert, dass FreedomCamping durchaus erlaubt ist, wenn es nicht explizit mit einem Schild eingeschränkt oder aber in der Innenstadt ist. Das hatten wir bisher eigentlich immer anders gelesen. So freut uns das natürlich um so mehr.
Dann laden wir auch schon unsere Sachen ein und fahren los. Der erste Weg führt uns zu NewWorld, denn wir müssen ja Lebensmittel etc. einkaufen. Gegen halb fünf ist das dann auch abgeschlossen und wir machen uns auf den zweistündigen Weg nach Kaikoura. Dort kommen wir um 19 Uhr und damit leider erst nach den Öffnungszeiten an der WhaleWatch Station an. Auch die lokale iSite ist schon zu. Hmm, schade eigentlich aber dann fahren wir halt zu unserem heutigen freien Campground 13km nördlich und direkt am Strand. Diesen hatten wir mithilfe der App „Camping NZ“ gefunden.
Da wir eigentlich den ganzen Tag unterwegs sind, haben wir Hunger und es gibt endlich Abendessen: ein knackiger Salat mit neuseeländischem Brot und Wein. Der Wein ist klasse und an das Brot werden wir uns wohl gewöhnen müssen… Oder einfach weniger essen. 😉 Warum? Na ja, eigentlich ist es wie über all auf der Welt, wenn man als Deutscher Brot vorfindet. Es ist schlicht und ergreifend nicht mit unserem Brot vergleichbar! Meist wir versucht irgendeine Art dunkles Brot herzustellen aber das geht dann doch eher in die Hose…
Gut gestärkt, genießen wir noch mal den Blick zum Sonnenuntergand, bevor wir unsere Taschen auch endlich im Camper verräumen. Schließlich ist das jetzt unser zu Hause für die nächsten fünf Wochen und da möchte man ja nicht immer aus der Tasche leben.

Whale Watch

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Was für eine wunderbare Nacht! Von den angeblich vielen Zügen (wo sollen die eigentlich her kommen?) haben wir heute Nacht nur einen mitbekommen. Da wir da gerade beim einschlafen waren, hat es uns auch nicht sonderlich gestört. Unser Morgenkaffee am Strand schmeckt heute ausgezeichnet und wir sind endlich im Entspannungsmodus angekommen.
Nach dem Frühstück geht es zurück nach Kaikoura aber obwohl wir da bereits um kurz vor neun sind, gibt es frühestens um 16:30 Uhr freie Plätze fürs WhaleWatching. Vorher buchen ist hier also angesagt! Also warten wir bis zum Nachmittag und erkunden bis dahin ein wenig die Gegend. Wir laufen einen Coastal Walk entlang und sehen einige Robben sowie unzählige Vögel. Obwohl es heute recht bedeckt ist, fühlen wir uns pudelwohl in der warmen Luft mit leichter Brise. Danach fahren wir noch mal „down-town“ 😉 und laden endlich mal unsere 2-degrees SIM Karte auf. Das gestaltet sich eigentlich ganz einfach obwohl im Store keiner so richtig weiß, wie das mit einer SIM für ein iPad geht. Dank 0800er Nummer ist das aber schnell geklärt und wir „toppen up“ und sind wieder online. Wie es aussieht, kann man hier auch das Pre-Paid Guthaben überall bekommen, wie wir zum Beispiel im Bookstore. Das aktivieren des entsprechenden Dataplans übernehmen die netten Leute von der 0800er Nummer (kein Computer und kurze Wateschleife) nachdem man das Guthaben eingerichtet hat.
Wieder zurück am Bahnhof (die WhaleWatch Zentrale ist da auch untergebracht) ruhen wir uns ein wenig aus und es gibt Lunch. Gegen vier schlendern wir dann von unserem Camper zum Bahnhof und bekommen ein Security Briefing. Dann bringt uns ein Bus zum Schiff. Mit der „Aotearoa“ geht es bei 25 Knoten raus aufs Meer. Im Schiff haben ca. 50 Leute Platz, die während der Fahrt alle drinnen in bequemen Sitzen sitzen müssen. Dann heißt es warten… „We are on whale-time now“ was soviel heißen soll, wie „wir müssen auf den Wal warten“. Der letzte ist vor ca. 30 Minuten getaucht und es dauert ca. 40-60 Minuten, bis ein Wal wieder an die Oberfläche kommt. Unser Wal ist gnädig und kommt nach einer guten vierten Stunde hoch um für ungefähr zehn Minuten an der Oberfläche zu atmen. Dann taucht unser Sperm-Wale (Pottwal) wieder ab. Unsere Suche nach einem zweiten Wal ist erfolglos, dafür finden wir ein riesiges Feld mit über 100 Dusky Dolphins, die wie aufgedreht springen und Saltos machen. Was ein Spektakel! Wie es scheint ist die große einer solchen Herde nicht ungewöhnlich, denn von anderen Anbietern werden auch Schwimmtouren mit Delphinen angeboten und die müssen ja auch irgendwo herkommen.
Um kurz vor acht sind wir wieder am Camper und bereiten uns ein leckeres Abendessen mit Steak und Salat! So kann der Abend mit Blick auf die Bucht von Kaikoura ausklingen. Dann bricht unsere zweite Nacht mit „Freedom Camping“ (wenn auch dieses mal nur auf dem Parkplatz am Strand mit Meerblick) an. Morgen geht es dann wieder in Richtung Süden und wie setzen unsere Route im Uhrzeigersinn fort.

Lake Pukaki

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Wir haben heute einen Langen Weg vor uns und stehen deswegen wieder mal früh auf. Morgen muss das aber anders werden. Wir haben doch Urlaub!
Der Weg führt uns zunächst in Richtung Christchurch zurück und dann weiter in Richtung Timaru immer der SH1 folgend. Unterwegs dumpen wir dann noch mal Abwasser. Ein freundlicher Herr in einem Hollidaypark erklärt uns den Weg, denn so müssen wir bei ihm keine 10NZD bezahlen. Nett, bei uns würde wahrscheinlich nicht mal irgendwer erwähnen, dass es quasi um die Ecke eine Public Dumpstation gibt. Nach dem das also erledigt ist, füllen wir noch mal ein paar Lebensmittel im örtlichen NewWorld nach, dann tanken wir und freuen uns, dass unser Camper dies mal ein Diesel ist, denn so ist der Verbrauch bei nur 12 Litern und somit auch der Spritpreis mit 1,56 NZD ( ca. 1€) deutlich erträglicher als letztes Jahr in den USA. Eine Kreuzung weiter entdecken wir dann endlich ein „The Warehouse“ eund kaufen uns einen kleinen Grill. 🙂
Dann geht es weiter über die SH79 direkt in Richtung Aoraki (Mt. Cook). Hier oben auf dem Plateau ist es ziemlich windig, so dass wir langsamer als möglich vorankommen, denn jede Böe verschiebt, bei normaler Geschwindigkeit, unsere „fahrbare Schrankwand“ gleich mal um einen halben Meter… Wir fahren am bereits wunderschönen Lake Tapo vorbei, denn wir wollen noch bis zum Lake Pukaki. Wieder mal aus der App, haben wir dort einen freie Campingstelle gefunden, die sich toll anhört.
An der Heymann Road biegen wir rechts ab und finden nach einigen Minuten einen Platz fürs Freedom Camping direkt am Wasser mit Blick auf den von Bergen umsäumten türkis-blauen See. 🙂 Es ist zwar immer noch tierisch windig, dafür ist der Ausblick unschlagbar und irgendwo da oben hinter den Wolken muss der Mt. Cook sein… Vielleicht zeigt er sich ja noch.
Wieder mal zeigt sich, dass die Entscheidung, frei zu campen, klasse, wenn nicht gar besser ist, denn wir haben wieder einmal einen unschlagbar schönen Ausblick und das „for free“! Den Ausblick genießen wir dann auch gleich mal mit einem Afternoon-Tea bevor wir uns ein Abendessen zaubern und dann dem Natur-TV beim Untergang der Sonne zusehen. Sekündlich ändern sich die Schatten und Farben der Berge. Irgendwo da hinten zeigt sich auch ein weißer Gipfel. Ob das Aoraki ist? Vielleicht fahren wir da morgen mal hin… Dann werden wir vielleicht schlauer sein.

Mt Cook (Aoraki), Oamaru und Tiranui

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Eine lange Nacht geht zu Ende, als wir heute morgen um neun aufwachen. 11h Schlaf. Das hat gut getan. Eigentlich wollten wir ja noch gestern Abend den Sternenhimmel ansehen, waren dann aber doch auf einmal so tierisch müde, dass das Bett der Sternennacht vorgezogen wurde. Wir sind ja noch ein paar Nächte hier, da ergibt sich bestimmt noch was. Gestern Abend und heute Nacht hat der Camper so sehr gewackelt, dass wir sicherlich nicht mal mitbekommen hätten, ob wir irgendwann In der Nacht abgeschleppt worden wären oder nicht. 😉
Heute morgen scheint auch die Sonne und es gibt keine Wolken, so dass wir das erste Mal in Neuseeland draußen frühstücken. Dazu haben wir ein erstklassiges Bergpanorama inklusive Aoraki, der sich heute nicht in Wolken hüllt. So fühlt sich Urlaub an! JUCHU!
Dann machen wir uns auf den Weg zum Mt. Cook Village. Die Fahrt Dauer nur eine Stunde und geht entlang des Sees und des Gletscherflusses immer bergauf. Im Village angekommen, kehren wir in der iSite ein und informieren uns über die Region, erstehen aber auch gleich ein paar Bechreibungen zu den anderen noch geplanten Gegenden. Da Franziska immer noch nicht so richtig fit ist und sich anscheinend noch Heuschnupfen dazu gesellt, lassen wir aber die Wanderung heute ausfallen und begnügen uns mit dem auch so sehr schönen Panorama unterhalb des ewigen Eises.
User weiterer Weg führt uns zunächst die SH8 dann die SH83 entlang in Richtung Ostküste. Unterwegs halten wir dann noch kurz an einer Highland Salmon Farm an. Dies ist einer von mehreren Lachsfarmen, die sich rühmen den Lachs so hoch, wie nirgendwo anders auf der Welt zu züchten. Das ganze in exzellentem Gletscherwasser. Na wenn das mal kein Argument ist. Also erstehen wir Räucherlachs, fürs Abendbrot, und Sashimi, für sofort als Snack. Das Sashimi ist mit ca. 6€ für 120g auch sehr günstig und super frisch, gut gekühlt und sehr lecker.
In Kurow biegen wir auf die SH82 ab, weil wir entlang der McHenrys Road einen schönen Freien Campground ausgewält haben. Der Platz ist auch wunderschön und sicherlich hätten wir hier auch die heutige Nacht am Fluss verbracht, wäre da nicht dieses klitzekleine Problem mit dem Heuschnupfen (und keine Medikamente dabei)… Also geht’s wieder zurück zur SH83 und weiter nach Oamaru. Da das auch nicht mehr all zu weit ist, sind wir auch schnell an der Küste. Unsere erste Anlaufstation ist die Blue-Penguin Colony wo wir uns über die Preise informieren. Wie es scheint, ist das ganze seit 2005 doch einiges kommerzieller und auch teurer geworden. Da wir dabei auch noch gar nicht wissen, wo wir heute Nacht stehen werden, vertagen wir die Entscheidung erst einmal und suchen uns einen Stellplatz für die Nacht den wir in Tiranui, ein wenig südlich von Oamaru, finden. Dieses Mal sind wir nicht alleine, dafür haben wir Meerblick und der Platz ist wieder mal „for free“.
Zum Abendbrot genießen wir dann den Räucherlachs zu Salat und dem von Emelie (KEA) geschenkten Wein. Dabei lassen wir den Blick über das Meer schweifen…

Oamaru / Blue Penguin Colony

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Als wir heute morgen aufwachen, haben wir das erste Mal keinen Sonnenschein zum Morgenkaffee. Was ist da los? Also gibt es heute drinnen Frühstück. Wie uns der Nachbar sagt, soll es wohl ab jetzt drei Tage regnen. Na hoffen wir mal, dass diese Vorhersage nicht stimmt.
Da wir gestern fast mit leerem Diesel-Tank angekommen sind, führt uns heute der erste Weg zu einer Tankstelle. Beim NewWorld nebenan holen wir noch mal Geld und nutzen das freie WiFi. Beides gibt es hier in jede NewWorld. Danach geht’s zur Pharmacy und wir erstehen die kleine Nahkampfausrüstung gegen Heuschnupfen: Tabletten, Spray und Augentropfen. Wie wir schnell merken, helfen die Mittelchen auch super. Wir schlendern weiter durch Oamaru und kaufen noch ein wenig ein. Dieses mal in einem „Countdown“ damit wir beim nächsten Mal 4ct pro Liter an der Tankstelle sparen können. Wir erstehen sehr günstig Lammfleisch (natürlich aus Neuseeland, woher sonst?) mit dem wir demnächst unseren Grill einweihen werden.
Wir haben unsere von gestern vertagte Entscheidung getroffen und werden heute Abend zur Blue Penguin Colony gehen. Daher führt und der Weg schon mal dahin und wir erstehen Tickets. Da das Wetter immer noch nicht aufklart bzw. es auch anfängt zu nieseln, suchen wir uns einen Parkplatz und halten ein wenig Siesta nach unserem Lunch. Mittlerweile regnet es richtig, was uns sagt, dass unsere Entscheidung richtig war.
Gestern Abend können wir nicht duschen, da der Boiler nicht anging. Leider konnten wir auch keinen Anhaltspunkt für einen Abgrund finden. Jetzt funktioniert der Boiler wieder, wir können uns aber nicht erklären warum. Das nutzen wir dann auch gleich mal zu einer Nachmittagsdusche. Da mittlerweile auch wieder drei Tage seit dem letzen Dumpen vergangen sind, ist es mal wieder Zeit Wasser zu wechseln. Dank mehrerer Apps auf iPad und iPhone, finden wir mal wieder eine freie Dumpstation. Wie immer ist diese recht unscheinbar und wir drehen zwei Runden, bis wie sie (trotz Schild) wirklich finden…
Jetzt, da es aufgehört hat zu regnen und auch die Sonne herauskommt, schlendern wir durch die viktorianische „Altstadt“ Oamarus. Die Gebäude stehen wirklich sehr schon aus, auch wenn mittlerweile andere Geschäfte hier ihre Heimat gefunden haben, als es ursprünglich waren. Da es schon gut sieben Uhr ist, fahren wir an den Hafen und bereiten uns ein Dinner, bevor es zu den Pinguinen geht, nicht dass unser Magengrollen sie noch vertreibt 😉
Um halb neun gehen wir dann rein und beziehen unsere Plätze. Eine Stunde später gesellen sich dann auch die Pinguine nacheinander in kleinen bis großen Gruppen zu uns und beziehen Ihre Nester. Das ganze Schauspiel ist echt niedlich mit anzusehen. Auf dem Weg heim, müssen wir auch noch ein paar mal,p halten, weil Pinguine den Weg kreuzen. 🙂 Der weitere Fahrtweg ist uns ja schon von gestern bekannt, auch wenn es da bei weitem nicht so dunkel war. Da wir wissen, wo der Platz ist (es ist der selbe Campground, wie gestern), haben wir keine Mühe unseren Camper ordentlich für die Nacht zu parken.

Moeraki Boulders

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Die Nacht an unserem bekannten Spot war wieder klasse. Der Morgen heute zeigt sich auch besonders schön, denn es scheint endlich mal die Sonne! Leider ist dem nicht sehr lange so, denn bereits bei unserem Aufbruch verschwindet sie wieder hinter den Wolken und zeigt sich nur sporadisch. Dafür regnet es auch immer mal wieder. Sommer hatten wir eigentlich anders in Erinnerung aber lassen wir das. Es ist ja immerhin wärmer, als zu Hause. 🙂
Der erste Stop führt uns heute bereits nach ca. 30 km an den Strand. Wir fahren also von der SH1 auf die Moeraki Boulder Road ab und laufenden Strand entlang. Dummerweise ist gerade nicht Ebbe, d.h. die Steine liegen im Wasser und der Strand ist sehr schmal durch das viele Wasser. Das bedeutet, dass man nicht durch Sand, sondern durch Lehmgestein laufen muss wenn man keine nassen Füße bekommen will. Wir haben, wie immer, unsere Nike-Free an und die danken es uns indem sie in jeder Ritze den Lehm aufnehmen. Hinterher haben wir eine gute Schuhgröße mehr… 😉

Dunedin und die Küste

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Weiter geht’s entlang der Küste zunächst auf der SH1 dann auf der Coast Road nach Karitane. Das ganze ist als Scenic Route ausgeschildert und wirklich, das ist sie auch! In irgendeiner Kurve finden wir einen Lookout Point an dem wir mit Traumpanorama von oben auf die Strände unser Lunch-Break machen. Wenn jetzt noch die Sonne scheinen würde… gar nicht auszudenken.
Wieder zurück auf der SH1 folgen wir dieser, bis es nach Port Chambers abgeht. Leider sperrt nach gut 15km die Polizei die Straße, weil es aufgrund der schmierigen Fahrbahn einen Unfall gegeben hat. Der nette Police-Officer kann über die Dauer keine Auskunft geben, teilt uns aber mit, dass es hoffentlich nicht länger als drei dauert, da hat er Feierabend ;-). Sind Polizisten bei uns auch so locker? Jedenfalls ruft er uns noch „drive safely“ hinterher und wir machen uns, zum Glück nur 9km zurück zur letzen Abzweigung um dann die Parallelstraße entlang zu fahren. Leider kommen wir so nicht über Port Chambers, dafür aber sicher in Dunedin an.
Zunächst kurven wir ein wenig unentschlossen durch die Stadt, um uns einen geeigneten Stellplatz für die Nacht zu suchen. In Otago (so heißt der Bezirk hier) darf man im Public Property zwei Nächte Campen, so lange man Self-Contained ist und es sich maximal 2 Camper im 50m Radius befinden. Wir finden einen halbwegs geraden Parkplatz und machen uns auf den Weg in die City. Das Wetter ist leider immer noch nicht besser geworden. Zwar regnet es gerade nicht aber ein kühler Wind hat sich eingestellt… Das macht einen Citybummel nicht so angenehm und wir kehren bei einem zufällig gefunden Starbucks ein um einen Kaffee zu konsumieren, der uns wieder ein wenig aufwärmt. Da wir beide gerade nicht so viel Lust auf „Stadt“ haben, beschließen wir zurück zum Camper zu um gehen und weiter zu fahren anstatt in der Stadt zu schlafen. Kurz hinter Brighton finden wir an der Taieri Mouth Road einen Stellplatz direkt an der Steilküste. Hier bleiben wir und bereiten unser Abendessen, bevor wir mit der Detailplanung unserer nächsten Tage beginnen.

The Catlins

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Die Nacht war wieder gut und, obwohl wir nicht unweit der Hauptstraße stehen, recht ruhig. Wir haben seit dem Parken gestern Abend nur gut acht Autos gezählt. Das kann allerdings auch daran liegen, dass die Brandung alles andere übertönt hat.
Heute geht es um neun los und wir fahren weiter Richtung Balclutha immer entlang der Southern Scenic Route. Dort kaufen wir noch mal bei NewWorld ein und weiter geht es in die Catlins, genau gesagt zum Nugget Point. Wie es scheint ist nun die Zeit der Gravelroads gekommen, denn in die entlegeneren Orte ist die Asphaltmaschine noch nicht vorgedrungen… Macht uns aber nichts, denn das kennen wir ja schon aus Island. Am Parkplatz angekommen, machen wir uns auf den 20 Minuten Return Weg zum Lighthouse mit den Nuggets.
Danach fahren wir weiter nach Owaka, wo wir eine I-Site aufsuchen. Dort erklärt man uns, das Freedom Camping in den Catlins nicht erlaubt sei und man auf die Campingplätze fahren müsse. Das ist aber doof, haben wir uns doch schon so daran gewöhnt… Na gut, dann wird’s wohl ein DOC Campground diese Nacht. Dann dumpen wir noch mal und weiter geht es nach Papatowai, wo wir unseren Campground für heute Nacht unter die Lupe nehmen. Das passt alles also geht’s weiter zu den Cathedral Caves, die heute um 16 Uhr dank Niedrigwasser begehbar sind. Auf dem Parkplatz, dessen Zufährt ein wenig versteckt liegt, sind dann noch mal 5 NZD pro Person fällig, dann dürfen wir aber auf den Walk zum Strand. Der Grund dafür ist, dass diese Attraktion auf privaten Grund liegt und nicht dem Staat gehört. Der Anblick der Höhle ist schon beeindruckend. Gleichwohl sehen wir jetzt auch, warum man hier beim Besuch auf die Gezeiten achten muss, denn sonst steht wohl gut ein Drittel der Höhe der Höhle das Wasser hoch… also mehr als nur nasse Füße 😉
Nach dem Anstieg zurück zum Auto geht’s dann zum Campground, wo wir brav einchecken indem wir einen Umschlag mit unseren Angaben und dem Fee in eine Briefbox am Eingang einwerfen. Eine Erkundungsrunde später haben wir unseren Stellplatz für die Nacht gefunden und in Beschlag genommen. Wir entspannen ein wenig uns bereiten das Abendessen vor: neuseeländisches Lamm. Da man hier kein offenes Feuer machen darf, fällt die Idee mit dem Grill heute aus aber aus der Pfanne ist es auch oberlecker!

Slope Point

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Wir wachen auf und wie es scheint, ist das Wetter heute immer noch nicht sommerlich. Langsam nervt das! Wir hatten doch Sommer gebucht :-(. Irgendwie sind die Catlins so auch nicht so spannend, bei dem Wetter erst recht nicht. Die Landschaft ist zwar schön aber mehr als von Lookout zu Lookout zu fahren, scheint man hier doch nicht machen zu können…
Also machen wir uns nach den Frühstück zum nächsten Sight in den Catlins auf, dem versteinerten Wald. Hier wurden vor Jahrmillionen Bäume durch einen Vulkanausbruch konserviert. Über die Zeit wurde dann die Asche freigespült und die Bäume, jetzt versteinert, reingelegt. Das sieht schon seltsam aus, Baumstrukturen inmitten von Felsen… Dann geht es weiter zum Slope Point. Das ist dann auch der südlichste Teil der neuseeländischen Südinsel und man ist hier dem Südpol näher, als dem Äquator ;-). Was allerdings noch dazu kommt, ist der immens starke Wind, den einen fast von der Klippe fegt. Gut durchgepustet freuen wir uns wieder auf unseren RV, in dem wir uns erst einmal wieder aufwärmen. Wir fahren noch ein wenig weiter, genau gesagt nach Fortrose. Unsere App hat uns da einen der wenigen in den Catlins existierenden freien Campingplatz ausfindig gemacht. Freedom Camping ist hier unten nicht erlaubt und so muss man eben auf einen der vorhandenen „richtigen“ Campingplätze einkehren oder aber Glück haben und irgendwo einen passenden Freien finden. Na da sind wir ja noch mal gespannt, wie das im weiteren Verlauf unserer Reise so wird… Scheint ja nicht überall so einfach wie bisher zu sein. Wahrscheinlich kommen da auch die Meinungen her, dass das grundsätzlich nicht geht. Hmm.
In Fortrose angekommen haben wir kein Problem einen geeigneten Platz zu finden, ist der Campground doch „nur“ eine einfache Wiese. Wir sind erschöpft von der vielen Fahrerei und machen nach einem gemütlichen Lunch mit Strandblick erst einmal Siesta, d.h. schlafen und lesen ein wenig.
Ursprünglich wollten wir hier auch gleich über Nacht bleiben aber da der Tag noch jung ist, entscheiden wir uns doch zur Weiterfahrt. Hier unten gibt es wenig Aktionsmöglichkeiten und nach über einer Woche fast nur Fahrens ist uns der Sinn nach ein wenig körperlicher Betätigung. Also versuchen wir heute noch möglichst weit zu kommen. Dabei steuern wir zunächst die südlichste Stadt Neuseelands an: Invercargill. Da unser Benzin langsam zur Neige geht, tanken wir erst einmal. Weil wir neulich im Countdown Supermarkt für über 40 NZD eingekauft haben, können wir jetzt bei einer Z-Tankstelle einen 4ct discount pro Liter bekommen. Das lohnt sich bei einem leeren Tank dann schon ein wenig…
Unsere Lust auf „Stadt“ ist aber immer noch nicht besser geworden und viel verspricht Invercargill auch nicht für unsere Interessen anzubieten. Also fahren wir, weil wir gerade hier unten sind, noch mal zum Sterling Point in Bluff. Hier endet der SH1, der am Cape Reinga beginnt. Passend dazu hat man hier auch einen Pfal mit Kilometerangaben aufgestellt, analog zum nördlichen Ende. Mal schauen, vielleicht werden wir ja die Längen Vergleichen können. 😉

Curo Bay

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Da wir heute Nacht möglichst wieder free campen wollen! fahren wir weiter entlang der Küste. Im Southland, genauer gesagt kurz hinter Riverton finden wir dann direkt an der Curo Bay einen schönen Stellplatz mit Ausblick über die Bucht. Zwar ist es hier wieder mal sehr windig, macht aber nichts, das kennen wir ja schon.

Te Anau

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Nach dem wir nun in den letzten Tagen sehr geduldig das doofe Wetter ertragen haben, werden wir heute dafür mit einem herrlichen Sonnenschein zum Morgen belohnt. Also verlagern wir kurzerhand das Frühstück nach draußen und genießen die Sonne in vollen Zügen. 🙂 JUCHU, es gibt doch noch Sonne hier in Neuseeland!
Eigentlich wollen wir gar nicht aus der Sonne, wer weiß schon, ob wir am heutigen Zielort auch noch Sonne haben werden… Aber Petrus meint es mit uns gut heute und so begleitet uns die Sonne bis nach Te Anau wo wir gegen Mittag eintrudeln. Den ersten Teil der Strecke fährt heute Franziska. Es ist ihre Premiere im Linksverkehr und auch mit einem so großen Auto. Nach anfänglichen Schaltproblemen, der Schaltknauf ist ja links, läuft das aber ganz gut.
Da hier in der Gegend um Te Anau kein Freedom Camping erlaubt ist und wir ohnehin wieder Wäsche waschen wollen, quartieren wir uns in einem Top 10 Holidaypark ein. Das kostet zwar Geld, dafür sind alle möglichen Facilties mit dabei, so z.B. Strom, Waschmaschinen, Trockner, WiFi und ein BBQ. Außerdem können wir von hier aus sehr viel erwandern und müssen nicht ständig mit dem Auto fahren. Supermärkte gibt es auch in der Stadt, die man fußläufig erreichen kann.
Nach dem wir eingecheckt und unseren Platz bezogen haben, geht es schnell zum Supermarkt und weiter zum Markt im Community-Center. Wir hatten uns eh schon immer gefragt, wozu es diese Dinger gibt. Hier gibt es allerlei selbstgemachtes. So erstehen wir dann auch gleich ein Sourdough Brot und eine Nektarinen-Marmelade. Beides sehr lecker, wie wir nach dem Probieren feststellen! 🙂
Ein paar Meter weiter ist dann auch eine iSite, wo wir uns mit den Details zu unseren Ausflügen, d.h. Walks der nächsten Tage, mit Informationen eindecken. Außerdem buchen wir gleich mal eine der vielen möglichen Bootstouren am Milfordsound. Morgen soll es hier ausnahmsweise regnen und da soll der Fjord am schönsten sein. Na gut, glauben wir dem netten Mann in der iSite mal… Für die folgenden Tage ist dann auch wieder Sonnenschein vorhergesagt worden. Klingt also passend für unser Vorhaben.
Wieder zurück am Platz, machen wir uns über unseren Wäscheberg her. Für die Waschmaschinen brauchen wir nicht mal unser Waschmittel, denn das macht die Waschmaschine automatisch. Das Ergebnis sieht auch so aus und so starten wir denn auch den Trockner hinterher. Parallel dazu bereiten wir unser Abendessen vor: Wir werden mal das lokale BBQ ausprobieren und grillen Lamm, Aubergine und Champignons. Dazu ein knackiger Salat sowie Sauvignon Blanc aus NZ und ein Monteigth Summer Ale. Alles zusammen wird dann in herrlicher Frühabendsonne genossen.
Gegen acht wird es dann ein wenig kühl. Zum einen verschwindet so langsam die Sonne, zum anderen kommt nun ein leichter kühler Wind auf. Das ist genau der richtige Moment, um ausgiebig und lange richtig heiß Duschen zu gehen. Was ein Luxus sich keine Gedanken über das Abwasser machen zu müssen ;-). Da wir morgen früh raus wollen, denn der Weg bis zum Milford Sound wird mit 2h angegeben, entscheiden wir uns mal bei Zeiten schlafen zu gehen.

Milford Sound

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Der Morgen beginnt heute extrem früh. Um 04:30 Uhr klingelt der Wecker und wir stehen auf. Draußen ist es noch dunkel aber während wir frühstücken, beginnt es leicht zu dämmern.
Um 05:30 Uhr fahren wir los. Die Route von Te Anau zum Milford Sound ist mit 2h veranschlagt aber alle sagen, dass man lieber 2,5h einplanen soll, weil die Strecke sehr kurvig ist. Wie vorhergesagt , regnet es heute morgen. Wir hoffen, dass der Regen noch ein wenig nachlässt, wenn wir dann mit dem Boot unterwegs sind…
Nach nicht einmal zwei Stunden sind wir da. Allerdings haben wir auch das Gefühl, völlig allein auf dem Weg zu sein, erst kurz vor dem Homer Tunnel (10% Gefälle im Tunnel) tauchen zwei PKWs auf. Der Regen hat eher noch zugenommen. War es heute beim Losfahren noch eher Nieselregnen, so regnet es jetzt richtig. 🙁 Na gut, wir haben ja noch eine gute Stunde, in der der Regen Zeit hat ein wenig nachzulassen.
Das tut er aber leider nicht und so fahren wir im Regen mit dem Boot hinaus in den Fjord. Der viele Regen hat natürlich zur Folge, dass unendlich viele Wasserfälle zu sehen sind, die man sonst nicht sieht. Auf der anderen Seite kann bzw. will man dann auch gar nicht mit der Kamera nach draußen gehen. Zum Glück gibt es hinten eine Tür und wenn man gerade an einem tollen Wasserfall vorbei gefahren ist, kann man schnell raushüpfen, ein Foto machen und schnell wieder rein und die Kamera abtrocknen. Das ganze sieht aber dennoch sehr toll aus nur macht es nicht so viel Spaß, wie gehofft und auch der Himmel reißt nicht mehr auf… Man muss aber auch sagen, dass zwei Stunden auf dem Fjord etwas üppig sind. Eine Stunde hätte es sicherlich auch getan. Bei schönem Wetter soll man angeblich den Mitre Peak auch vom Anleger aus sehen. Dann muss man eigentlich gar nicht mit dem Boot fahren.

Manapouri

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Da wir den Keppler Track wegen des Wetters auf Morgen verschoben haben, beginnen wir unser Wanderprogramm mit dem Circel Track, der am Manapouri Lake beginnt. Dazu fahren wir von Pearl Harbour mit Mike und seinem Water-Taxi für 15 NZD pro Person auf die andere Seeseite. Angeblich ist der Track 8km lang. Je nach dem, wen man fragt, braucht man zwischen drei und vier Stunden. Mike sagt „it is easy to do within four hours“ und wir sollen links hoch gehen, weil es mouldy und steep ist. Wir würden schon sehen was er meint. Es wäre besser erst den steilen Teil bergauf zu gehen und dann den flachen Teil zum Abstieg zu nutzen. Man hätte auch noch Zeit für eine Pause. Wir starten die Runtastic-App um die Wanderung zu messen und machen uns auf dem Weg. Franziska läuft heute das erste Mal mit Stöcken. Nach anfänglichem Meckern, wird es aber zusehends besser und nützlicher. 😉 Zu Beginn suchen wir den steilen Streckenabschnitt, finden ihn aber schnell und Dank des Regens von gestern ist der ohnehin sehr weiche Boden richtig schön matschig und rutschig. Unsere Schuhe tauchen jedenfalls schön in den Matsch und verlassen diesen nur mit einem schmatzenden Matschgeräusch. Auch scheint es auf dem Weg nun ein paar neue Regen-Seen zu geben. Teilweise ist es gar nicht so leicht diese zu queren bzw. zu umgehen. Im letzen Drittel, wird es dann auch endlich richtig ordentlich steil, so dass wir nur im Zick-Zack über die Baumwurzeln den Matschpfad hochkommen und ab und zu auch wieder herunter rutschen… 🙂
Nach gut zwei Stunden haben wir es dann endlich geschafft und sind oben am Lookoutpoint angekommen. Leider hat sich inzwischen mal wieder die Wolkendecken über unserem Bergpanorama zusammengezogen, so dass wir den gewohnt bewölkten und leider keinen sonnigen Blick erhalten. Unterwegs hat die Sonne schon ein wenig durch die Bäume geschienen und so war es doch eine herrliche Waldluft in angenehmer Temperatur. Dank Southerlies waren es vielleicht 15 Grad und recht hohe Luftfeuchtigkeit.
Da es mittlerweile 13 Uhr ist und wir mit Mike um 15 Uhr am Ausgangspunkt verabredet sind, bleibt uns nicht viel Zeit für den Lookout oder ein Bergvesper und so verzehren wir unser Lunch auf dem Weg bergab. Heute auf der Speisekarte: Mohrrüben „plain“ und Peanut-Raisin-Homeblend-Mischung. Der Weg ist ein zauberhafter Waldpfad und sieht in etwa so aus, wie Pandora in Avatar: Alles ist bewachsen und umgefallene Bäume werden sofort von Moosen und Farnen eingewoben und überwuchert.
Der weitere Abstieg gestaltet sich mühelos dauert aber schon 1 3/4 Stunden, so dass wir pünktlich um 15 Uhr wieder am Anleger ankommen. Insgesamt brauchen wir also knappe vier Stunden und das ohne groß eine Pause gemacht zu haben. Mike ist auch bereits auf dem Weg, um uns abzuholen. Wir steigen ein und die kurze Überfahrt von nicht mal 200m geht los. Als wir festmachen lobt er Yann noch „you’r a good crew-men“ weil er den Tampen ordentlich mit Kopfschlag belegt. Gelernt ist eben gelernt! 😉
Auf unserem Rückweg zum Campground kaufen wir noch ein paar Lebensmittel ein und tanken, damit wir weiterhin mobil sind. Zurück am Platz grillen wir dann die eingekaufte „honey-rosemary-lamb“-Würste zusammen mit einer Kürbis-Zucchini. Die Zucchini schmeckt wie eine Kreuzung aus Kürbis und Kartoffel, sieht aber auch grün aus… heißt aber „marrow“. Die Wurst ist klasse und sehr lecker! Danach lassen wir es uns mit einer ausgiebigen Dusche und einem Glas Wein (Montana Marlborough Sauvignon Blanc) bzw. Monteith’s (heute ein „black beer“) gut gehen.

Keppler Track

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Heute ist der „große“ Walk mit 8-10 h dran. Deshalb stehen wir früh auf und fahren zum Ausgangspunkt des Trails am Ortseingang. Das Stück könnte man zwar auch laufen, wir schenken uns aber die Stunde durch den Ort und nehmen natürlich nicht das Watertaxi um den ersten Abschnitt zu überspringen.
Gut mit Sonnenschmiere und Deed versorgt, laufen wir um kurz vor acht los. Wir schlagen heute auf dem ersten flachen Stück ein gutes Tempo an, so dass wir bereits nach 1h (statt der 1,5h) an der Brod Bay ankommen. Nach kurzer Pause geht es dann in den Wald und schon bald relativ zügig nach oben. Der Weg ist breiter, als der von gestern, und auch nur wenige Stellen sind aufgeweicht, so dass wir recht gut voran kommen. Wir passieren die Steinwand und sind auf einmal im Elbenwald bevor wir nach der Baumgrenze auf dem Sattel zum Mt. Luxmore sind. Wir sind bisher über 1000 Höhenmeter und ca. 12km gelaufen. Für Franziska ist das die längste Wanderung mit dem meisten Höhenunterschied, die sie bisher gemacht hat. Leider ist sie, obwohl uns nicht mal mehr ein Kilometer von der Hütte trennt, nicht mehr in der Lage weiter zu laufen. Sie ist einfach erschöpft. Vielleicht hätte eine frühere längere Pause das vermieden… Man weiß es nicht. Daher beschließen wir, bis zur Steinwand zurückzulaufen und dort zu rasten. An der Steinwand treffen wir auf eine Rangerin, die uns auf Nachfrage erklärt, dass sie den Zustand des Tracks (das passiert alle 2 Jahre) überprüft und Arbeiten für die Kollegen erfasst. Auch ein schöner Job. 😉 Nach einer halben Stunde Pause laufen wir dann weiter bergab. Dabei begegnen uns viele Wanderer, die den gesamten Track, der vier Tage dauert, laufen und nicht nur wie wir die erste Etappe.
Nach gut acht Stunden Laufens sind wir wieder am Auto, wo wir beherzt und erlösend das Schuhwerk tauschen bevor es auf den Rückweg geht. Am Campground angekommen starten wir noch eine Wäsche während wir eine entspannende Dusche nehmen. Das anschließende Abendessen (Pasta mit Pesto) verzehren wir genüsslich in der Sonne. Was ein schöner anstrengender Tag!

Isengard

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Der letzte Morgen in Te Anau bricht an und wir haben herrlichen Sonnenschein zum Frühstück. Eigentlich haben wir gar nicht so richtig Lust los zu fahren, denn das Wandern war schon sehr schön entspannend in den letzten beiden Tagen und auch das Wetter war sehr schön…
Kurz vor zehn bunkern wir noch mal Frischwasser und dumpen Greywater bevor wir uns auf den Weg nach Queenstown machen. Nach nicht einmal zwei Stunden kommen wir an der Kawarau-River Bridge, dem Ursprung den Bungy-Jumpings, bei A. J. Hacket an. Hier verweilen wir einige Minuten und schauen den Springern zu. Es gibt wohl kaum einen schöneren Ort, an dem man springen kann. Entgegen erster Planungen, springt Franziska aber dich nicht aber so ganz ist das noch nicht entschieden… Mal sehen, vielleicht auf dem Rückweg, denn hier müssen wir ja noch mal vorbei. Nebenbei genießen wir auch die herrliche Sonne in fast windstiller Umgebung. Das brennt ganz schön!
Nach einem kurzen Lunch-Sandwich fahren wir rüber nach Queenstown wo wir noch einmal kurz unsere Lebensmittel auffüllen und gleich das Auto auch. Dann geht es gleich wieder raus aus der Stadt immer am Lake Wakatipu entlang in Richtung Glenorchy. Die Straße ist kurvig und man muss aufpassen, dass man sich nicht von dem herrlichen Ausblick auf das Azurblau, manchmal Türkis anmutende Wasser vor der herrlichen Bergkulisse mit blauem Himmel und Sonnenschein ablenken läßt. 🙂
In Glenorchy besuchen wir die Visitor Information, die hier allerdings im Hotel untergebracht ist. Wie wir leider feststellen müssen, ist das kein so gutes Konzept, denn die gute Frau kann uns nicht wirklich gut informieren und verkauft auch lieber Eis an die hinter uns stehenden Kunden. Das kennen wir besser! Na gut, weiter geht’s. Da wir jetzt wieder mal Freedom Camping machen wollen und auf keinen Fall auf einen Campground gehen wollen, fahren wir weiter in Richtung Norden. Wir finden einen geeigneten Platz (ohne Verbotsschild) gegenüber der Einfahrt zum DOC Campground. Dort soll es nämlich nur so von Sandflies wimmeln und da haben wir dann doch nicht so dolle Lust drauf… Ca. 200m südlich wurde der dortige Wald als Kulisse für Isengard genutzt. Wir sind also sicher heute Nacht. 😉 Ach ja, wie wir der lokalen Karte aus der Visitorinformation entnehmen können, liegen Isengard und der Wald von Mittelerde nur ca. 10 Minuten mit dem Auto auseinander… Auch die „Chronicles of Narnia“, „X-Men Origins: Wolverine“ und der „Hobbit“ wurden hier gedreht… Ist ja auch irgendwie alles das Selbe 😉

Glenorchy

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Eigentlich ist für heute die zweite größere Wanderung unserer Rundreise geplant aber ein kurzer Blick aus dem Fenster verrät uns, dass das wohl heute nichts wird. Es regnet mal wieder. So ein Mist! Wir fahren dennoch zum Parkplatz am Ausgangspunkt zum Routeburn Track aber es wird einfach nicht besser. Wir treffen auf eine Gruppe, die sich dennoch auf den Weg macht: „we have booked huts!“. Zum Glück trifft das bei uns nicht zu, denn wir wollten „nur“ eine Tagestour machen. Also entscheiden wir uns, einen Pausentag einzulegen und den Walk auf Morgen zu verschieben.
Wir fahren nach Glenorchy und kehren in „The Lodge“ auf einen Flat White ein. Der Kaffee ist klasse! Gleichwohl hängt hier eine Wettervorhersage von YR.NO aus, die uns bestätigt: Heute Vormittag gibt es keine Sonne mehr. Erst heute Nachmittag kann man damit rechnen. Dafür soll es morgen wieder schön sein. Na gut, dann hoffen wir mal auf den Wetterbericht und darauf, dass wir morgen los laufen können…
Weiter geht’s ein wenig zurück am Lake Wakatipu in Richtung Queenstown. Ungefähr im oberen Drittel finden wir eine geeignete Haltemöglichkeit wo wir den Regen abwarten und einen schönen Lakeview haben. So ein Siesta-Tag zwischendurch darf ja auch mal im Urlaub sein.
Nach einem Lunch Sandwich fahren wir dann wieder nach Norden. Damit wir uns wenigstens ein bisschen heute bewegen, die Sonne hat inzwischen wie vorhergesagt auch den Regen verdrängt, entscheiden wir uns mal den „Scenic Town Walk“ zu machen: einmal entlang des Dorftümpels inkl. Bergpanorama ;-). Der Walk ist ganz nett aber mehr auch nicht. „The Lodge“ hat uns vorhin so gut gefallen, dass wir noch mal auf ein Nachmittagseis einkehren. Das verzehren wir genüsslich in der Sonne und lassen die Seelen baumeln. Bei zwei riesigen Kugeln Caramel Fudge + Boysenberry bzw. Cookies’n’Cream + HokeyPokey kann das heutige Abendessen ausfallen. So machen wir uns dann gegen sechs wieder auf zu unserem Lagerplatz von gestern Nacht. Dann sind wir morgen früh, hoffentlich bei Sonnenschein, schnell am Einstieg zum Track. Der Ausflug heute hatte schon was von „lass uns mal in die Stadt auf eine Kugel Eis fahren“. 😉

Routeburn Track

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Der Wetterbericht von gestern stimmt. Heute beim Aufstehen ist es klar und kühl. Dafür scheint die Sonne! Wir fahren also kurz den Weg zum Parkplatz am Routeburn Track und laufen gegen 8 Uhr los. Von wegen im Urlaub steht man nie früh auf…
Der erste Abschnitt bis zu den Routeburn Flats ist relativ flach und führt über diverse Suspension Bridges, die am Anfang noch für relativ viele Leute konzipiert sind (15 gleichzeitig) mit der Zeit aber immer weniger Leute vertragen (2 maximal) dafür aber immer mehr schwingen. 🙂 Der Weg bis zur ersten Hütte ist ca. 8km lang (250 Höhenmeter) und in sehr gemütlichen zwei Stunden von uns bewerkstelligt. Dabei laufen wir entlang des gleichnamigen Flusses, der so klares Wasser führt, dass man jederzeit den Biden shen kann auch wenn er deutlich tiefer ist, als wir groß sind. Vor der Hütte ist eine Picnic Area, die wir für ein erstes Vesper nutzen. Dazu gibt es dann gratis ein Traumpanorama von Wiese mit Routeburn River und Berge inkl. Eisspitzen im Hintergrund.
Weiter geht es in den zweiten Abschnitt der Tracks bis zur Routeburn Falls Hütte. Dieser Teil ist ca. 3km lang (300 Höhenmeter) und deutlich steiler als der erste. Nach gut eineinhalb Stunden sind wir aber oben. Wir folgen einem Tip eines DOC Mitarbeiters, den wir unterwegs bei Weginstandhaltungaarbeiten getroffen haben und stoppen nicht bei der Hütte, sondern gehen noch ca. fünf Minuten weiter. Damit haben wir dann den kompletten Blick von oben auf die Fälle, die Hütte, die Flats und das gesamte Tal. So schmeckt unser Lunch im Sonnenschein (O.K. mit dem üblichen Wind) besonders gut. Wir verschnaufen noch ein wenig und beschließen nicht weiter bis zum Harris Saddke zu laufen weil doch der Wind ziemlich stark und kalt ist. Dafür lassen wir noch ein wenig den Blick über das Tal schweifen und genießen die Sonne ein wenig, so weit man das kann/sollte…
Gegen eins machen wir uns dann wieder auf den Abstieg. Hierbei kommt uns der steilere Teil deutlich kürzer vor, als noch beim Auftieg. Im flachen Teil treffen wir dann noch eine Bekannte aus Franziskas Turnverein und kommen ein wenig ins plaudern. Schon lustig, dass man jemanden, den man aus Berlin kennt, am anderen Ende der Welt trifft. Währen wir gestern gelaufen, wäre das nicht passiert. Smal World! Sie erzählen uns noch, dass sie einen Track Hopper engagiert haben, der während sie den Track laufen, ihr Auto zum anderen Ende des Tracks fährt, den Track selber in einem Stück durch läuft (32km) und dann wieder mit seinem eigene Auto vom Ausgangspunkt nach Hause fährt. So sparen sie quasi einen Tag Fahrerei. Schon putzig was es für Jobs gibt. Der von den beiden engagierte Track Hopper hat das angeblich schon 128 Mal gemacht. Respekt! Wirklich wundern tut uns aber nicht, dass es Leute gibt, die den Track im Stück laufen, denn wir treffen unterwegs immer wieder auf Jogger, die das Selbe machen und auch noch umkehren. Am Ausgangspunkt angekommen, sprechen wir dazu eine Joggerin an, die wir morgens auf dem Hinweg sehen und die uns auf den Rückweg erneut überholt hat. Sie selber ist heute „nur“ 46km gelaufen aber einige ihrer Freunde sind den Track und noch ein wenig weiter gelaufen bevor sie umgekehrt sind. Somit kommen die dann wohl auf gute 60km.
Wieder zurück am Auto, nach gut sieben Stunden und 21km, reuen wir uns auf ein anderes Paar Schuhe. 🙂 Wir beschließen noch mal in Glenorchy auf einen Flat-White und ein Stück Apple-Toffie-Pie (der sieht unverschämt lecker aus und ist es auch!) in „The Lodge“ einzukehren. Glenorchy ist herrlich zum entspannen und wer einfach nur das Gefühl Haben möchte völlig relaxed am Ende der Welt angekommen zu sein, wird hier alles finden, was man braucht…
Für uns geht es dann noch ein paar Meter weiter in Richtung Queenstown, d.h. wir campen heute wieder frei auf einem kleinen ausgewiesenen Platz für selfcontained RVs, der zwischen 5 p.m. und 9 a.m. genutzt werden darf. Da es heute noch ein bisschen windiger geworden ist, sehen wir hier direkt am Lake auch keine Sandflies, denn angeblich gibt es die nicht bei viel Wind, da sie dann nicht fliegen können… Na mal sehen, ob das so stimmt.

Queenstown

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Da wir offiziell um neun Uhr von unserem Freedom Camping Platz herunter müssen, versuchen wir uns auch möglichst daran zu halten und düsen so kurz nach neun in Richtung Queenstown. Die nicht mal 40km sind fix gefahren und wir erreichen die selbsternannte „Haupstadt für Outdoor-Fun“.
Da wir endlich mal auf einen Farmers Market wollen, versuchen wir den für heute im Reiseführer genannten zu finden. Leider ohne Erfolg. Also fahren wir zum Campground für heute Nacht. Diesmal gibt es einen payed Platz inmitten der Stadt. So kann man alles fußläufig erreichen und das Auto kann stehen bleiben. Wir merken allerdings recht schnell, dass es einen gravierenden Unterschied zwischen unserem heutigen „Holiday Park“ und dem „Top 10 Holiday Park“ von Te Anau gibt: der jetzige hat deutlich kleinere Plätze und die Sanitäranlagen sind bei weitem nicht so sauber. Letzteres liegt vielleicht auch an Queenstown…
Wir ziehen los in die Stadt. Leider ist das Wetter heut nicht so besonders, denn es ist recht bedeckt und regnet hin und wieder. Franziska ersteht einen Merino-Bluff-Schal zum wandern. Neben dem Fergburger gibt es eine nette Bäckerei, die wirklich gutes Baguette hat (wir nehmen gleich eins mit) und leckere Pies hat. Wir testen eine mit Lamb & Kumara. Sehr lecker! Dann schlendern wir noch ein wenig ziellos durch den Ort, kaufen noch ein paar Lebensmittel und Pilgern wieder zurück zum Camper wo wir eine Regenpause einlegen.
Nach dem Abendessen ziehen wir noch mal los. Eigentlich wollen wir noch mal in irgendein Pub was trinken gehen, sind aber ziemlich unentschlossen wo wir denn reingehen sollen. Also kaufen wir uns eine Flasche Wein im Liquorstore und trinken die am Camper.

Clearwater Stream

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Wieder einmal regnet es bereits beim aufwachen wie aus Eimern. Zum Glück Haben wir kein Zelt! Dummerweise aber auch keinen Regenschirm ;-). Nach dem Frühstück verlassen wir den Campground gegen zehn Uhr. Auf dem Weg zur SH6 kaufen wir noch mal preiswert Wasser bei Fresh Choice und machen uns dann auf den Weg nach Wanaka. Nach gut einer Stunde sind wir da. Leider hat sich das Wetter noch nicht wirklich verbessert, so dass wir heute sicherlich nicht in Wanaka wandern gehen werden! Also schlendern wir ein wenig durch die Innenstadt, kaufen ein und finden auch noch ein paar Souvenirs. Na immerhin etwas.
Da uns das Wetter keine Lust zum verweilen in Wanaka bereitet, fahren wir weiter in Richtung Westküste. Dabei regnet es permanent weiter. Nun gut, wollen wir hoffen, dass das an Morgen besser wird. Für heute gab es ja auch überall Regen vorhergesagt. Wie auch auf dem Milfordsound gibt es entlang des Haast-Passes bei Regen unendlich viele Wasserfälle. Einige auch direkt auf die Straße. Wie es scheint, war einer sogar so kräftig in der letzten Zeit, dass die Straße verlegt werden muss. Das geht uns jedenfalls durch den Kopf, als wir an einer Baustelle mit nur einer Spur an einem Fall vorbeifahren. Die ganze Fahrt zieht sich sehr lange hin. Wir tanken noch einmal schmerzlich in Haast für 20ct mehr pro Liter als sonst üblich. Nun ja, wir hätten ja auch in Wanaka noch mal voll tanken können. Haben wir wohl nicht dran gedacht…
Unser Weg führt uns bis nach Fox Glacier, wo wir innerhalb des Ortes nach Links in Richtung Lake Matheson abbiegen und dann aber der Straße noch ca 6km weiter bis nach dem Lake folgen um am Clearwater Stream unser Nachtlager aufzuschlagen. Wieder mal for free. Heute Nacht stehen wir allerdings nicht alleine hier. Ein weiterer RV war bereits vor uns hier. Scheint also noch irgendwer die App zu haben ;-).

Franz Josef

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Die Nacht war ruhig und der Morgen ist es auch. Ein vorsichtiger Blick aus dem Fenster zeigt uns Sonnenschein und blauen Himmel. Dazu sehen wir direkt auf den Fox-Glacier. Wie schick ist das denn! Allerdings nahen schon bedrohlich neue Wolken aus dem Norden…
Nach dem Frühstück fahren wir erst mal nach Fox „downtown“ um das Gletscherangebot zu checken. Hier kann man für 173NZD eine Ganztagestour machen, d.h, abzüglich Transfer etc. ist man drei Stunden auf dem Eis und dabei läuft man noch hoch bevor man was sehen kann. Hmm. Mal schauen was Franz-Josef zu bieten hat… Nach 23km sind wir da, stellen unseren RV ab und gehen zu Franz Josef Glacier Guides. Eigentlich wollen wir erst morgen auf den Gletscher aber die junge Frau von den Guides sagt uns, dass wir auch heute noch auf eine Tour könnten. Na cool, dann machen wir das doch gleich. Bei dieser Tour fliegt man hoch und läuft direkt im Eis oben. Zurück geht’s dann auch im Heli. 😉
Also laufen wir noch mal schnell zum Camper, Essen was, ziehen uns um und laufen wieder zurück. Um 12:45 Uhr soll dann der Guide seine Gruppe, also auch uns, einsammeln und es soll losgehen. Um 13:00 Uhr kommt dann die junge Frau zu uns und erklärt, dass die späte Tour wegen des Wetters abgesagt wird. Die Sicht wäre dann für den Rückweg zu schlecht. Wir könnten aber auf morgen 09:00 Uhr umbuchen, was wir auch machen.
Den Rest des Nachmittags verbringen wir dann mit Entspannung und Tourenplanung für die nächsten Tage. Übernachtet wird heute wieder „frei“, diesmal allerdings kurz vor Franz Josef.

Glacier Walk

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Heute Morgen scheint die Sonne und es ist keine Wolke am Himmel zu sehen. Klasse! Bis wir los sind, hällt sich das bestimmt! Wir fahren noch kurz dumpen und tanken und erstehen im lokalen Bäcker ein Brot (leider doch trockner als angenommen) und gehen dann zu den Glacier Guides. Dort werden wir kurz nach neun von unserem Guide „Jagged“ (er erklärt uns später den Namen aber manche Dinge will man gar nicht wissen) abgeholt und eingekleidet. Es gibt Überhosen, Stiefel und Socken, eine Tasche mit Mütze und Handschuhen sowie eine Regendichte Jacke. Kalt wird uns damit bestimmt nicht! Dann marschieren wir zum Heli-Port und bekommen einen schnelle Security-Einweisung. Dann braust auch schon unser Heli heran! wir steigen ein und es geht los: Auf zum Gletscher! Nach nicht mal fünf Minuten Flugzeit sind wir oben. Es ist offensichtlich, dass sich der Gletscher deutlich dezimiert hat, seit ihn Yann das letzte mal gesehen und bestiegen hat. Angeblich hat ein Geologe jüngst ausgerechnet, dass der Gletscher, wenn die Schmelze weiter so voran schreitet, in vierzig Jahren Weg ist.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde schnallen wir uns die Steigeisen (crampons) unter die Schuhe und es geht los auf den Ice-Walk. Jagged bahnt uns dabei einen Weg bzw. sorgt dafür, dass alle elf Personen unserer Gruppe den üblichen Pfad laufen können und das Eis immer noch begehbar ist. Augenscheinlich ist es wirklich so, dass unser Guide den Weg immer wieder bearbeiten muss, damit Stufen auch begehbar bleiben. Manchmal braucht man auch ein Seil, weil der Weg zu steil ist. Zwischendurch sehen wir dann Merline, eine Eishöhle und dürfen durch ein Loch im Eis emporklettern. 😉 Gerade letzteres ist ein wenig touristisch, macht aber nichts, genau das sind wir ja auch heute. Das ganze Mach irre viel Spaß, gerade wir die Sonne scheint und alle Wolken weit Weg von uns sind. Nach gut drei Stunden holt uns dann der Heli ab und es geht zurück.
Zusammen mit den Tickets für den Ice-Explorer (so heißt das Produkt, mit dem wir unterwegs waren) erhalten wir auch freien Eintritt in die Hotpools von Franz Josef. Es ist zwar nicht wirklich kalt draußen aber so ein Bad im 36/38 bzw. 40 Grad warmen Wasser schlagen wir nicht aus und verbringen eine gute Stunde in den Pools.

Lake Mahinapua

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Da es erst vier Uhr ist, beschließen wir noch ein wenig in Richtung Norden zu fahren. Unser Ziel ist der DOC Campground am Lake Mahinapua, den wir nach bereits nach anderthalb Stunden erreichen. Dank des immer noch anhaltenden Sonnenscheins, kommt uns die Strecke aber deutlich kürzer vor.
Wir beziehen einen Stellplatz, der leider, wie wir später merken, recht früh im Schatten ist. Macht aber nichts, denn wir bauen unseren Tisch und die Stühle auf und genießen bis dahin die Sonne. Auch unser Grill wird ausgepackt und wir feiern Premiere mit, wie sollte es besser sein, mit neuseeländischem Lammfilet, denn endlich ist grillen erlaubt!

Fox River

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Heute morgen trödeln wir ein wenig bis wir los fahren und sind so ziemlich die letzten, die aufbrechen. Heute Nacht gab es offensichtlich gar keine Sandflies beim Campground am See. Dafür gab es jede Menge gewöhnliche Mücken, die wir beim einschlafen erst mal erjagen mussten.
Unser Weg führt uns heute weiter entlang der Westküste. Der erste Anlaufpunkt ist Hokitika, die Stadt der Greenstoneverarbeitung. Hier gibt es keinen Straßenzug, der keinen Laden hat, der Pounamu anbietet. Die Stadt ist sehr beschaulich, dafür bietet sie endlich wieder einen New World an (der letzte Richtung Süden war in Wanaka!) und akzeptable Spritpreise, so dass wir auch endlich mal voll tanken können ohne dass es weh tut… In einem anscheinend überall auf der Welt gebenden „Café de Paris“ gibt es noch einen Flat White und weiter geht es durch die Straßen. Hokitika hat auch eine Library, deren freies WLAN wir erst noch mal ausgiebig zum surfen und skypen nutzen. 😉
Weiter geht es nach Greymouth, was wir uns eigentlich größer vorgestellt haben, ist es doch die größte Stadt an der Westküste. Nach nicht mal zwei Minuten sind wir allerdings schon durch gefahren…
Der nächste richtige Halt ist in Punakaiki bei den Pancakes Rocks. Hier stellen wir unseren RV ab und laufen den zwanzig Minuten Walk, der durch Flax und diverse Palmen zu den Pfannkuchen führt. Ein Glück Haben wir vorhin nicht noch an den diversen Lookouts entlang der Küste gehalten, denn sonst hätten wir jetzt keine Sonne mehr :-). So tanken wir nebenbei noch ein wenig Wärme und genießen den Ausblick über die bizarr geformten Steine und das Wellenspiel entlang der Felsen im herrlichen Sonnenschein.
Ein kurzes Stück fahren wir dann noch weiter und halten heute wieder auf einem Freedom Campground am Fox-River. Während wir unser Abendessen genießen, fängt es mal wieder an zu regnen. 🙁 Wir haben allerdings mit dem Regengott verabredet, dass es das ruhig darf, wenn es an morgen früh um sieben aufhört. Dafür darf es dann auf der Südinsel wieder regnen, wenn wir mit der Fähre übergesetzt haben.

Motueka und Golden Bay

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Weil wir heute noch hoch in den Norden der Südinsel wollen, stehen wir unanständig früh für den Urlaub auf und fahren bereits um acht Uhr los. Der Weg entlang der Westküste ist sehr kurvig und zeigt die sehr raue Küste im Morgennebel. Schon bald führt uns der Highway ins Landesinnere und wir folgen dem Buller River stromaufwärts. Hierbei geht es weiterhin kurvig bergauf und -ab vor einer malerischen Kulisse. Immer wieder haben wir unterwegs die Angebote an Obst, Gemüse und Honig sowie Kartoffeln gesehen, waren aber immer zu schnell vorbei, als dass wir hätten halten können. Heute gelingt uns das aber und wir kaufen ein halbes Kilo frische Blaubeeren für schlappe 8 NZD (ca. 4,50€). Die schmecken natürlich super! Warum haben wir eigentlich nur ein halbes Kilo genommen?
Dank der frühen Startzeit sind wir bereits um elf Uhr in Motueka konkret im dortigen Top 10 Holidaypark und finden auch noch einen Platz inmitten der Peak-Season. Motueka bietet sich als Ausgangspunkt für den Abel Tasman Nationalpark und die gesamte Ecke an und einen Campingplatz brauchen wir auch mal wieder, denn die Wäsche macht sich auf dem Freedom Campground leider nicht so leicht ohne Waschmaschine… 😉
Wir halten uns allerdings nur kurz auf dem Platz auf; gerade lange genug um ihn zu begutachten. Wir stellen fest, dass man den Platz nicht mit dem in Te Anau vergleichen kann. Er ist deutlich nicht so schön angelegt, nicht ganz so schön und sauber und fest in der Hand von Großfamilien mit massiv vielen Kindern, die anscheinend hier in einem Aufenthalt ihren Urlaub verbringen und deshalb den halben Hausstand mitgebracht haben. Auch maches Zelt ist sicherlich größer, als so manche Einzimmerwohnung.
Dann geht es wieder los. Nach einem kurzen Besuch in der lokalen i-Site haben wir unser Programm für diese Ecke abgesteckt. Heute fahren wir an die Golden Bay! Nach einem erneut sehr kurvigen Bergweg mit Kurven bis 180 Grad (Biker’s Paradise) kommen wir nach einer guten Stunde Fahrt in Takaka an und besuchen Te Waikoropupu Springs: Einen der saubersten Seen, wenn nicht gar den saubersten See der Welt. Und wirklich, man kann vom Ufer sogar inmitten des Sees auf den Grund blicken. Der Walk drumherum dauert ca. 20 Minuten und zeigt auch noch mal die lokale Flora und Fauna aber die kennen wir ja schon.
Dann wollen wir die Golden Bay sehen und fahren nach Pohara auf der Suche nach einem schönen Strand. Wir finden auch einen goldfarbenen aber so wirklich schön ist er nicht. Nachdem wir unsere Füße nach einem erfrischenden Bad an der Luft trocknen, erspähen wir sogleich die ersten Sandflies und brechen die Zelte lieber ab und fahren weiter. Es geht wieder zurück zum Abel Tasman Park, genau gesagt nach Kaiteriteri um dort in wunderschönster Sonne ein Eis am ebenfalls goldenen Strand zu essen. Uns fällt auf, dass es hier oben schon merklich wärmer ist, als im südlicheren Teil der gesamten Insel. Der Wetterforecast für Morgen sagt auch 24 Grad und Sonne voraus. Das ist doch perfekt für unsere geplante Wanderung morgen. 🙂
Wir haben genug für heute gesehen. Außerdem treibt uns der Hunger zurück. Wieder am Platz angekommen feuern wir das BBQ an (dieses mal endlich ein Gasgrill, wenn auch kein Weber ;-)) und essen in der seichten aber immer noch warmen Abendsonne. Es gibt heute gegrillte Aubergine, Paprika und Hähnchen. Dazu Ciabatta von New World (eines der wenigen Brote, die schmecken) mit selbstgemachter Kräutermagarine an Knoblauch und Zwiebeln; mit Salz, Pfeffer und Chilli verfeinert. Dazu gibt es unseren neu gefundenen Lieblingsweisswein: Sauvignon Blanc von Montana, natürlich aus Marlborough NZ! „This Sauvignon Blanc offers intense fresh gooseberry and capsicum flavours, ripe tropical notes and zingy acidity.“ Besser kann man ihn nicht beschreiben.

Abel Tasman Coastal Track

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Wieder einmal fängt unser Tag früh an, denn wir müssen heute schon um 08:30 Uhr in Marahau sein, denn unser gestern gebuchtes
Abel Tasman Aquataxi fährt um neun Uhr los. Wir haben uns gestern überlegt, dass wir uns mit dem Boot in den Nationalpark bringen lassen und dann zurück laufen. Das kann man quasi mit jedem Ort im Nationapark machen. Bei Wunsch auch kombiniert mit See-Kajaks. Wir wollen allerdings „nur“ wandern. Unser schlaues Navi gibt uns heute wieder mal einen besonders tollen Weg an: Wunderbar kurvenreich und eng über die Dörfer… Das Settting dazu sehen wir uns nachher noch mal an…
Um kurz vor halb sind wir aber da und melden uns zur Abfahrt bereit. Schon wenige Minuten später kommt unser Taxi auf dem Trailer mit Trecker vorweg vorgefahren. 😉 Wir sitzen auf und los geht die Fahrt zum Strand. Hier wendet der Trecker und schiebt uns mit dem Boot hinein in die Tasman See. Da hier gerade Ebbe ist, fahren wir ein paar Meter weiter, bis wir endlich Wasser unter dem Kiel haben. Dann noch ein kurzes obligatorisches Security Briefing und los geht die Fahrt. Bevor es allerdings in den Nationalpark geht, machen wir noch einen Touri-Schlenker zum Split-Apple-Rock. Dann brausen wir mit gut 50 Sachen los, fahren entlang vieler offensichtlich schöner Buchten und kommen nach einer guten Stunde am Ausgangspunkt unserer Wanderung, der Bark Bay, an. Da es hier allerdings keinen Trecker mit Attacken und auch keinen Steg gibt, heißt es „Schuhe aus und ab ins immerhin seichte Wasser“. Das Wasser ist ca. knietief und schon ein wenig kühl und erfrischend.
Unser heutiges Wanderprogramm umfasst ca. 25 km und somit knapp die Hälfte des gesamten Abel Tasman Coastal Walks von 51 km. Wenn in der Torrent Bay nachher immer noch Ebbe ist, können wir 3km sparen… Mal sehen ob wir das schaffen. Der anfängliche Weg führt uns mal wieder durch einen Wald. Heute ist es allerdings bedeutend wärmer und normalerweise wären wir bei einem solchen Tagesprogramm sicherlich mindestens zwei Stunden früher losgelaufen. Somit ist es bereits recht warm aber der Wald spendet ausreichend Schatten. Hinzu kommt, dass es auf unserer gesamten Wanderung immer wieder nach Honig riecht. Das kommt von den wunderbar blühenden Manuka-Bäumen. 🙂 Der Weg selber ist nicht besonders schwer, zwar mit geringer Steigung aber die ist nur aufgrund der höheren Temperaturen heute ein wenig anstrengend. Von oben hat man allerdings immer wieder einen herrlichen Blick auf das türkisfarbene Wasser.
Als wir in der Torrent Bay ankommen, stellen wir fest, dass der Teil für unsere gewünschte Abkürzung noch nicht wieder vom bereits auflaufenden Wasser eingenommen ist. Also waten wir los, quer über die Bucht. Ein klein aussehender Pril hat allerdings schon ein bisschen mehr Wasser, als Kniehöhe. Also müssen wir diesen Teil doch bereits näher am Ufer queren. Es ist schon irgendwie seltsam so quer über die Bucht zu laufen… (Die GPS Position dieses Artikels ist nicht falsch sondern während der Querung der Bucht gesetzt worden. :-)) Hier und da schauen auch ein paar Krebse aus dem Boden hervor.
Wieder an Land geht es statt Barfuß mit den Stiefeln weiter. Dieser Abschnitt geht, nach kurzen Schwenk über einen Strand (hier wollen wir nicht bleiben, weil es schon nach kurzer Zeit so von Sandflies wimmelt), recht kontinuierlich bergauf. Unglücklicherweise mitten im prallen Sonnenschein und ohne schützendes Walddach. Kurz nach zwei Uhr kommen wir an der Stillwell Bay an und machen eine Pause. Hierbei erfrischen wir zunächst unsere Füße im kalten Wasser, dann stürzt sich Yann todesmutig in die Fluten. Das Wasser sieht aber wärmer aus als es ist. Zwar sieht es tropisch aus, die Temperatur entspricht aber eher der Ostsee im Sommer…
Der restliche Weg bis nach Marahau zieht sich dann allerdings hin. Um halb sechs sind wir dann wieder nach gut 7h Wanderung angekommen und gönnen uns zur Belohnung ein Eis (Yann bekommt endlich sein geliebtes Magnum-Mint). Dann fahren wir zurück zum Campground wo uns eine warme Dusche und ein Abendessen in der Abendsonne erwarten.

Mahau Sound

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Heute geht es wieder weiter. Wir verlassen den Nordwesten und fahren in Richtung Marlborough. Unterwegs erreichen wir nach einer 3/4 Stunde Nelson. Hier machen wir eine Pause und schlendern durch die Innenstadt, die sehr hübsch ist. Dann suchen wir die lokale DOC Information auf, denn wir haben noch ein paar Fragen zum Queen Charlotte Track. Die gute Frau kann uns diese aber leider nicht beantworten, denn Nelson gehört nicht zu Marlborough. Dafür wäre wohl die Information in Picton zuständig. Das ist irgendwie seltsam, liegt doch die Grenze und auch der Track näher an Nelson als an Picton. Da sage noch einmal wer was zu Bürokratismus in Deutschland. Das geht hier auch! Nun denn, sei es drum. Beim Rückweg zum Auto gönnen wir uns noch einen Flat White vom „Gold Medal Award for best Flat White“-Träger, Robert Harris Café Roasters. Dazu gibt es noch ein Stück Karamel-Schoko-Kuchen. Der Kaffee ist schon klasse und auch das unschuldig aussehende kleine Stückchen Kuchen, obwohl letzteres sicherlich extrem gehaltvoll ist… aber wer will sich bei einem solchen Genuss schon damit plagen? 😉
Wir fahren weiter nach Havelock. Da für morgen extrem schlechtes Wetter angesagt ist (starker Wind aus Norden und Regen aus Süden), informieren wir uns in der Visitor Information nach Optionen für einen „Plan B“. Allerdings wissen wir auch nicht so genau, ob eine Muscheltour oder Weinprobe das richtige für uns sind… In einem zufällig gefundenen freien WiFi checken wir noch mal kurz Mails, dann geht es weiter.
Kurz hinter Havelock geht der Queen Charlotte Drive ab, dem wir folgen. Hin und wieder kann man durch die Böschung Blicken und den Fjord dahinter sehen. Blauer Himmel über türkis bis dunkelblau scheinendem Wasser, dazu noch eine Bergkulisse. Traumhaft! Dazu kommt, dass immer noch die Sonne scheint und es angenehm warm ist, auch wenn man sich heute im Schatten aufhält. Nach gut zehn Minuten biegen wir links ab und fahren auf den Freedom Campground in der Double Bay am Mahau Sound. Hier stehen wir mit ca. 7 anderen Campern und genießen den windstillen Ausblick im Sonnenschein auf den Sound.

Einen Monat unterwegs…

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Heute genau vor einem Monat sind wir aufgebrochen halb die die Erdkugel zu fliegen. 🙂

Bedauerlicherweise ist heute wirklich der vorausgesagte Regentag eingetreten. Damit fällt leider auch der Walk über den Queen Charlotte Track heute aus. Also fahren wir ein wenig mit dem Camper nördlich davon die Sounds entlang und genießen den Ausblick. Auch bei Regen ist das Wasser schön türkis gefärbt. Bei unserer Mittagspause beobachten wir, wie sich ein Kleinbus beim Ausparken im Böschungsgraben fest fährt und nicht mehr raus kommt. Leider können wir hierbei nicht helfen, denn dafür ist unser RV zu schwach und bei dem matschigen Untergrund auch mangels Allradantrieb nicht geeignet. Schnell wird im glücklicherweise wenige Meter entfernten Café bescheid gegeben und ein Kiwi, natürlich mit 4×4 Jeep, zieht den Bus spielerisch auf den normalen Weg zurück. Alle sind erleichtert und er Kleinbus kann weiter ziehen. 🙂
Wir treten auch, nach einem Lunch unseren Rückweg an. Da uns der Platz von gestern Abend so gut gefallen hat, steuern wir ihn auch direkt wieder an. Das interessante an dem Platz ist eigentlich, dass er nirgendwo wirklich ausgeschildert ist und man ihn nur mit Insider Wissen oder aber unserer App findet. Auch in der Information von gestern kannte man keine freien Campingplätze in der Region oder man wollte das einfach nicht sagen.
Den restlichen Regentag verschlafen wir… Als wir wieder wach werden scheint es nachzulassen und wirklich… Da taucht auf einmal blauer Himmel auf. Fast wie vorhergesagt zum späten Nachmittag. Das ist doch mal eine klasse Vorhersage. Wollen wir mal hoffen, dass die für morgen auch stimmt, denn da ist wieder Sonne angesagt.

Zwischen Blenheim und Picton

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Der erwartete Sonnenschein weckt uns heute leider nicht. Allerdings regnet es auch nicht was ja immerhin ein Anfang ist. 😉
Wir fahren gegen zehn Uhr zurück zum Queen Charlotte Drive und Folgen diesem bis Picton. Unterwegs halten wir gelegentlich um ein paar Fotos zu machen. Mit Sonne wäre es allerdings noch um einiges schöner.
Picton selber haben wir schnell erkundet. Wir finden natürlich auch eine. Library mit Free WiFi und kaufen noch ein wenig ein. Dann gibts zum Mittag das erste Mal Fish & Chips. Der Fisch (heute Hoki) ist lecker aber die Chips, obgleich auch gut, sind viel zu viel! Beim nächsten. Mal reicht auch ein Scoop…
Wir suchen dann das Fährterminal von Interislander auf. Auf Nachfrage können wir sogar unsere Reservierung für Morgen auf eine frühere Fähre kostenlos! umbuchen. Somit fahren wir also um neun statt um elf Uhr, was uns ein wenig mehr Zeit in Wellington verschafft. Da wir heute keinen konkreten Plan haben, erkunden wir noch mal die andere Seite hinter Picton und fahren bis zu, Kaka Point. Hier führt dann auch die Scenic Route nach Blenheim direkt an der Küste entlang und nicht wie die SH1 quer duchs Land. Wir kehren aber nach dem Point wieder um und suchen mittels unserer App eine geeignete Location für die heutige Nacht. Fünf. Minuten Fahrzeit von der Fähre gibt es einen Parkplatz auf dem man über Nacht stehen könnte. Schön ist der aber nicht… Also fahren wir doch ein wenig weiter und biegen kurz vor Blenheim links ab und folgen der Straße entlang dem Fluss bis zum Meer. Genau hier bleiben wir! Auf der einen Seite haben wir nun. Meerblick an der Ostküste, auf der anderen Seite sehen wir die Sonne untergehen. Was ein schöner letzter Abend auf der Südinsel. 🙂