Panosaurus

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Wie man ja einigen Posts im Foto-Teil meiner Webseite entnehmen kann, erstelle ich schon seit einiger Zeit gerne und immer mal wieder Panoramen. Diese wurden bisher freihand geschossen und hinterher mit Hugin „ge-stitch-t“ also zusammengefügt. Wenn man die Bilder halbwegs ordentlich macht, d.h. sich entweder im den Nodalpunkt dreht (was eher unwahrscheinlich ist) oder aber einen weiter entfernten Bildausschnitt des entstandenen Panoramas nutzt, funktioniert das auch ziemlich gut. Allerdings sind „richtige“ Panoramen, die auch den Nahbereich abbilden mit dieser Methode nahezu unmöglich. Wenn man das „richtig“ machen will, kommt man früher oder später um einen Panoramakopf nicht herum. Allerdings waren mir diese mit rund 600 € bisher immer zu kostspielig.

In einem der von mir gehörten Podcasts (Happy Shooting) wurde vor geraumer Zeit mal der Panosaurus vorgestellt. nach einiger Recherche im Netz und diversen Nächten des „darüber schlafens“ habe ich jedoch zugeschlagen und den Kopf bei enjoyyourcamera.com bestellt. Als treuer Postcasthörer habe ich natürlich von dem Hörer-Rabatt gebrauch gemacht aber das nur nebenbei.

Wenige Tage später kam der Kopf dann auch bei mir zu Hause an. Das ganze ist ein Bausatz, d.h. man bekommt einzelne Teile, die zusammengefügt werden müssen. Das klingt allerdings komplizierter, als es ist. Nachdem die Teile zusammengeschraubt sind, geht es los, die Kamera abzumessen und den Panoramakopf entsprechend einzustellen. Hierbei gibt es zwei Parameter. Zum einen gilt es den Abstand vom Boden der Kamera zur Objektivmitte auszumessen, zum anderen muss der Nodalpunkt (abhängig vom gewählten Objektiv und der evtl. genutzten Brennweite) ermittelt werden. Wie das genau geschieht, wird sehr einfach und verständlich in der beigefügten Anleitung beschrieben (bzw. auf der Webseite des dort vermerkten Links…) Nach dem man beide Werte hat und den Kopf entsprechend justiert hat kann es mit dem Panoramashooting losgehen.

Damit man in etwa immer die gleiche Überlappung der Bilder erhält, ist auf der Bodenplatte eine Gradangabe aufgedruckt. So kann man relativ „mechanisch“ die Bilder erstellen. Für ein einzelliges Panorama ist das ganze schnell und einfach erledigt, d.h. „nach einer Runde“ sind die Fotos im Kasten. Will man ein Kugelpanorama erstellen, dreht mann, abhängig von der genutzten Brennweite, mehrere Runden.

Der eigentlich Clou ist es jedoch die Bilder hinterher zusammenzufügen. Wie ich schon oben geschrieben habe, nutze ich Hugin, eine frei verfügbare Software. Es gibt hier auch diverse kommerzielle Varianten; mir genügt die Software jedoch bei weitem zumal sie sich über die Jahre enorm weiterentwickelt hat. Da ja nun „saubere“ Fotos als Eingangsmaterial bereit gestellt wurden, ist das Ergebnis auch direkt nutzbar, ohne dass man die nahen Bildbereiche abschneiden muss.

Fazit: Ich bin mit dem Kopf sehr zufrieden und da er relativ kompakt und „leicht“ ist, wird er wohl, wann immer ich auch mein Stativ mit auf Reisen nehme, auch dabei sein.

Hier ein erstes Ergebnis:

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2 Antworten

  1. Frank sagt:

    Hättest ja mal den Wäscheständer wegräumen können 😉

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